Thionville 20160613

My Camino Orlèans – Bayonne

Hinweise und Links auf die übrigen, realen Etappen finden Sie / findet Ihr hier.

Zweiter Tag, Montag 13. Juni 2016

Auf dem Weg nach Frankreich …

Anreise Trier-Thionville

Trier, Perl, Schengen, Thionville

Trier-Perl xxx Bahnkilometer
Perl-Schengen-Thionville 32 Fahrradkilometer

Streckenabschnitt insgesamt: 48 Fahrradkilometer

Tatsächliche Routen vom Montag, 13.06.2016

volle Distanz: 31309 m
Maximale Höhe: 203 m
Minimale Höhe: 136 m
Gesamtanstieg: 334 m
Gesamtabstieg: -387 m
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Bahnfahrt, Montag, 13.06.2016

Trier Hbf ab 09:46  Uhr
RB 12154 an 10:36 Uhr Perl

My Camino, Montag, 13.06.2016

Nach dem – mir schon von früheren Aufenthalten bekannten – sehr guten Frühstück im Hotel Vinum sind wir pünktlich um 9:30 Uhr am Hauptbahnhof Trier und fahren mit dem Zug bis Perl in das Dreiländereck Deutschland, Luxembourg, Frankreich. In Trier-Süd steigt ein Pärchen in unserem Alter ebenfalls mit Trecking-Rädern zu. Wir kommen schnell ins Gespräch. Unsere Themen sind natürlich Ausrüstung, Routen und Navigation. Die beiden kommen aus Solingen und wollen von Perl an der Mosel entlang bis Koblenz zurück.

Ab Perl fahren wir mit den Rädern über die Grenzen. Auf der Grenz-Brücke mache ich ein paar Videoaufnahmen. Dabei kippt mein Fahrrad um. In Schengen richten wir kurz mein vorderes Schutzblech. Es fängt an leicht zu regnen. So lassen wir das Denkmal in Schengen schnell hinter uns und fahren los. Nach wenigen hundert Metern sind wir schon in Frankreich. Der Nieselregen hat längst aufgehört. Die Temperaturen liegen heute bei ganz angenehmen 17 °C bis 19 °C. Ab und zu kommt die Sonne raus, dann werden’s sogar 21 °C. Ok, das ist eher frühlingshaft statt sommerlich. Walli meint, das sei die Schafskälte.

Insgesamt schauern wir heute zwei mal kurz. Die Regenschauer ist „Gott Lob“ kurz und nicht so heftig. Der Gegenwind ist selten und wenig stark. Trotz grauem Himmel ist es einigermaßen warm und die Fahrt mit den Rädern macht richtig Spaß. Die Mosel ist ganz schön voll. Aber der französische Moselradweg ist weder verschlammt noch nass.

Die gegen Mittag angedachte Kaffee-Pause auf halber Tagesstrecke fällt leider aus, da das Restaurant in Malling heute erst um 19 Uhr öffnet. Walli hat heute morgen in Trier noch Brötchen gekauft und von gestern haben wir noch Käse übrig. So sitzen wir im geschlossenen Biergarten in Malling und machen Mittag. Statt Kaffee gibt’s halt Wasser.

Auch die zweite Hälfte der Strecke führt wieder durch viel Natur. Wir hören oft Kuckucks-Rufe, sehen Störche, Reiher, sehr viel Schwäne und viel mehr. Allerdings fahren wir leider auch lange Abschnitte in Sichtweite des Kernkraftwerk Cattenom. Der lebensgefährliche Schrott stammt aus dem Jahr 1979 und wir sind froh als wir endlich außer Sichtweite sind.

Gegen 15 Uhr kommen wir an der Unterkunft an und parken unsere Räder in der Velo-Garage. Wir kramen unsere paar Worte französisch aus unseren hinteren Gehirnwindungen hervor und checken ein. Das Hotel kenne ich ja auch schon vom letzten Jahr.

Die Sonne kommt in Thionville raus und wir machen einen kleinen Stadtrundgang. Am Place du marche kehren wir ein. Auch hier schaffen wir mit unseren noch stark eingerosteten französischen Wortfetzen bei der charmanten Kellnerin Kaffee, Pizza und Penne Carbonare zu bestellen. Ok, ich gebe zu, dass klinkt eher deutsch oder italienisch. Aber wir legen nach: Mineralwasser  mit Kohlensäure (l’eau minérale gazeuse)  und ein Glas trockenen Rotwein (un verre de vin rouge sec) schaffen wir zu bestellen. Als dann noch tatsächlich das richtige kommt, geniessen wir – nicht ohne Stolz – die bestellten Getränke.

Morgen fahren wir mit dem Zug von Thionville nach Paris Ost. Dann vom Bahnhof Gare de l’Est durch Paris mit dem Rad nach dem Bahnhof Gare d’Austerlitz. Von dort geht’s mit dem Zug zum eigentlichen Startpunkt unserer diesjährigen Pilgerfahrt nach Orléans.

Bilder des Tages

Unterkunft

Citotel-Logis des Oliviers
1 Rue Du Four Banal
57100 Thionville
Frankreich

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