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Kopfweiden am Niederrhein

Die Kopfweiden, ein Symbol des Niederrheins, sind auch im Wappen des Kreises Wesel zu finden. Die intensive Kopfbaumpflege fand meist vom November bis Februar statt. Ist die Kopfweide in dieser besonderen Art und Weise einmal geschnitten ( in einer Stammhöhe von ca. 2 Meter ) so muss sie regelmäßig nachgeschnitten werden, ansonsten treibt der Baum starke Äste aus und die Statik ist nicht mehr gewährleistet, der Stamm droht dann auseinanderzubrechen. Der Erhalt der Kopfweiden ist gleichzeitig Lebensraum zahlreicher Pflanzen und Tierarten.
Besonders Fledermäuse und Steinkäuze finden hier Unterschlupf.
Die wirtschaftliche Nutzung hat an Bedeutung stark verloren.
Die gewonnenen Ruten wurden in früheren Zeiten für die Korbflechterei oder in Verbindung mit Lehm als Baumaterial für Häuserwände benutzt. Ältere bzw. durchgewachsene Äste wurden für die Herstellung von Besen- und Werkzeugstielen verwendet. Kopfweiden werden heute eher selten gepflegt. Allerdings pflegen inzwischen Naturschutzorganisationen, die sich für den Erhalt der Kopfweiden als Lebensraum zahlreicher Tierarten einsetzen, vor allem die in ihrem Bestand bedrohten Fledermäuse und Eulen. Diese Tiere finden in den häufig hohlen Stämmen Unterschlupf und Nistgelegenheit. Sowohl die männlichen Weiden als auch die weiblichen Weiden mit ihren Kätzchen bieten den Bienen im Frühjahr die erste Nahrung. Darum werden in der Regel in einem Jahr nicht alle Weiden eines Bestandes „geschneitelt“, sondern abwechselnd immer nur einzelne.
Kopfweiden sind prägend für das Erscheinungsbild der Region Niederrhein.

Reisen

Reisen bildet …

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen.
Drum nähme ich den Stock und Hut und tät das Reisen wählen.
Matthias Claudius (1740 – 1815)

Man reist ja nicht, um anzukommen, sondern um zu reisen.
Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832)

Der Weg ist das Ziel.

Wer reisen will, muss zunächst Liebe zu Land und Leute mitbringen, zumindest keine Voreingenommenheit.
Er muss guten Willen haben, das Gute zu finden anstatt es durch Vergleiche tot zu machen.
Theodor Fontane (1819 -1898)

Erst die Fremde lehrt uns, was wir an der Heimat haben.
Theodor Fontane (1819 – 1898)