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Azay-le-Rideau 20160621

My Camino Orlèans – Bayonne

Hinweise und Links auf die übrigen, realen Etappen finden Sie / findet Ihr hier.

Zehnter Tag, Dienstag 21. Juni 2016

Die Einwohner Azays werden Ridellois bzw. Ridelloises genannt.

Etappe Tours – Azay-le-Rideau

Tours, Les Fontaines, Le Petit Port Cordon, Le Grand Moulin, Savonnières,  Villandry, La Fillonnerie , La Chapelle-aux-Naux, Lignières-de-Touranie, Azay-le-Rideau

Tours – Azay-le-Rideau 46  Farradkilometer

Streckenabschnitt insgesamt: 275 Fahrradkilometer

Tatsächliche Route vom Dienstag, den 21. Juni 2016

Tours – Azay-le-Rideau

Gesamtstrecke: 45812 m
Maximale Höhe: 78 m
Minimale Höhe: 35 m
Gesamtanstieg: 435 m
Gesamtabstieg: -412 m
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My Camino am Dienstag, den 21. Juni 2016

Unsere Räder holen wir nach dem sehr guten Frühstück aus der Tiefgarage und satteln bequem auf. Der Himmel ist grau; aber es ist warm und trocken. Besser es ist warm und es regnet nicht. Die Luftfeuchtigkeit ist sehr hoch, deshalb trifft das Eigenschaftswort „trocken“ es nicht so ganz. Wir starten bei knapp 20 °C.

Zunächst steuern wir nochmal die Innenstadt an. Bäcker und Tourist-Information am Bahnhof sind heute unsere ersten Stationen. Dann folgen wir mehrere Kilometer dem Radweg an der schnurgeraden Avenue de Grammont aus der Stadt Tours heraus – bis zum Fluss Cher.  Hier verlassen wir den Jakobsweg, der vor dem Fluss Cher rechts ab geht. Wir überqueren den Cher und folgen dem Fluss viele Kilometer. Die Flusslandschaft mit Ihren Siedlungen und kleinen Orten  beeindruckt uns wegen ihrer Urbanität.

Der Fluss hat einen hohen Wasserstand. Es gibt viele temporäre Sümpfe. Reste der Überflutungen von den letzten Tagen sind an vielen Stellen zu erkennen. Wir haben Glück, dass wir erst heute hier lang kommen. Das Hochwasser hatte den Radweg an vielen Stellen offensichtlich überspült. Wir haben aber wieder freie Rad-Fahrt. Auf den überwiegend sehr guten Radwegen kommen wir flott voran. An malerischen Stellen machen wir Trinkpausen.

In Savonnières machen wir Mittag mit Kaffee und den aus Tours  mitgebrachten Baguette. Hier treffen wir auf viele Radfahrer. Es ist sommerlich warm und die Feuchtigkeit der frühen Morgenstunden hat sich aufgelöst.

Kurze Zeit später erreichen wir das Schloss Villandry, Für die berühmten Gärten auf drei Ebenen haben wir keine Zeit; aber für zwei Kaffee im Straßencafé reicht unsere Zeit natürlich immer. Hier könnten wir zum Tagesziel abkürzen, wir entscheiden aber die geplanten Route entlang der Loire-Nebenflüsse Cher und Indres fortzusetzen. So setzen wir unsere Fahr auf der Deichkrone des Cher fort.

Bei La Fillonnerie mündet die Cher in die Loire. Wir folgen ab hier dem Loire-Radweg auf der Deichkrone. Im Ort La Chapelle-aux-Naux beeindrucken uns an dem großflächigem Sumpf die Amphibien mit Ihren Geräuschen. Wir halten an und machen ein paar Ton- und Filmaufnahmen.

Über die D57 und Lignières-de-Touranie fahren wir der D7 folgend rüber zum Nebenfluss L’Indre. Da wir die Wasserscheide der Nebenflüsse queren ist da natürlich mal wieder  eine kleine Bergprüfung angesagt. Es bleibt dabei den ganzen Tag regenfrei. Wasser gibt’s aber durch die Flüsse und Sümpfe genug.  Da bleiben natürlich unterwegs die Mücken nicht aus.

Auf den letzten Kilometern fahren wir wieder der D57 bis zum Tagesziel entlang. Vorher kommen wir noch am Schloss Château de L’Islette vorbei.

Bevor wir im Hotel einchecken machen wir noch eine entspannte Kaffee- und Wasserpause in der Altstadt und schauen in der Tourist-Information vorbei.

Das Hotel inmitten der Altstadt nahe dem Schloss Château D’Azay-le-Rideau ist mal wieder ganz nach unserem Geschmack. Ebenerdiges Zimmer mit Garten. Betont freundlicher und aufmerksamer Empfang. Ein geräumiges Zimmer. Perfektes WiFi. Zur Krönung auch ein Super-Bad mit geräumiger Dusche und ein großes Waschbecken. Das steht dem Waschtag und dem Duschen nichts im Wege. – Super!

Wir essen heute in der einfachen Brasserie Le Petit Gousier in der Rue Balzac schräg gegenüber vom Hotel in der Altstadt.

Am Nachbartisch sitzen Trudi und Simon zwei südholländische Privatiers mit denen wir ins Gespräch kommen. Die beiden sind auch mit dem Fahrrad unterwegs. Da gibt es reichlich  Gesprächsstoff für eine lange und angenehme Unterhaltung.

Heute ist Sommersonnenwende. Die Bewohner von Azay le Rideau feiern dies mit einem Musikfest. Zuerst spielt in Hörweite eine etwas holzlastige Blaskapelle. Später gibt es Blues mit einer Live-Band.

Morgen geht es am Fluss Indre weiter über den Fluss Cher zurück zur Loire nach Avoine und nach Beaumont-en-Véron an den Fluss La Vienne einen weiteren Nebenfluss der Loire.

Bilder des Tages
Videoschnipsel des Tages

Unterkunft

Hôtel de Biencourt
7, rue Balzac
37190 Azay le Rideau
Frankreich

Tours 20160620

My Camino Orlèans – Bayonne

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Achter Tag, Montag 20. Juni 2016

Das heutige Tagesziel Tours ist die Hauptstadt (préfecture) des französischen Départements Indre-et-Loire in der Region Centre-Val de Loire.

Etappe Amboise-Tours

Amboise, Lussault-sur-Loire, Montaigu, Montlouis-sur-Loire, Tours

Amboise-Tours 33  Fahrradkilometer

Streckenabschnitt insgesamt: 229 Fahrradkilometer

Tatsächliche Routen vom Montag, 20. Juni 2016

Ambiose-Tours

Gesamtstrecke: 32515 m
Maximale Höhe: 117 m
Minimale Höhe: 44 m
Gesamtanstieg: 428 m
Gesamtabstieg: -490 m
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My Camino, Montag, 20. Juni 2016

Meine Wetter-App spricht von Nieselregen und 16 °C. Leider hat sie recht. Schon beim Aufsatteln werden wir mit der Realität konfrontiert.

Die Abfahrt von der Unterkunft runter zu Schloss, Altstadt und Loire ist beeindruckend. Es geht gut 2 km stramm bergab. Und der Blick während der Abfahrt ist auch bei leichtem Regen umwerfend.

Unten in der Altstadt kaufen wir noch Brot und Wasser. Unser Mittagessen kostet zusammen nur 1,20 €. Aber unser Portemonnaie lechzt  trotzdem nach Nachschub vom Geldautomaten.

Mit Kapuze und Regenhut unterm Helm starten wir unsere Weiterfahrt nach Tours. Auf dem Jakobsweg (Via Turonensis) und dem Loire-Radweg (La Loire à Vélo) geht’s zunächst links und rechts neben dem Deich und der D751 entlang.

Nach 8 km, hinter der Kirche Église Saint-Étienne in Lussault-sur-Loire geht’s rauf zu den Weinbergen. Eine zweite Anhöhe schließt sich an. Nach rund 20 Tageskilometern erreichen wir wieder bei Montlouis die Loire. Der Regen begleitet uns fast den ganzen Tag. Mal nieselt es, mal sind es leichte Regenschauer, mal pausiert der Regen kurz. Der Himmel ist grau in grau und die Sonne lässt sich so gut wie nie blicken. Mit 18 °C bleibt eher kühl.

In einer kurzen Regenpause machen wir auf eine Bank im freien Mittag. Wir schauern unter Bäumen und einer Brücke nur zwei mal kurz, um nicht auszukühlen. In den Regenpausen werden unsere Funktionsklamotten meist trocken. Unter einer Brücke kurz vor’m Tagesziel treffen wir einen holländischen Fernradfahrer. Piet ist bestens ausgestattet und wir kommen über unsere Ziele und seine Regen-Ausrüstung ins Gespräch.

Bereits gegen 13:20 Uhr erreichen wir die Cathédrale Saint-Gatien in Tours, die Walli und ich abwechselnd besichtigen. Wir sehen viele Hinweise auf das Geburtsjahr 316 von Saint-Martin_de_Tours  das dieses Jahr hier in Tours offensichtlich groß gefeiert wird.

In der Innenstadt wärmen wir bei 2 großen Kaffee (Cafe Allonge) in der Brasserie Le Palais auf. Jetzt sind es nur noch rund 2 km bis zum Hotel. Als wir unser Zimmer belegen sind wir froh, obwohl unsere Funktionsklamotten wieder weitgehend trocken sind, haben wir für heute genug vom Regen. Unsere Fahrräder parken wir in der Tiefgarage und bestellen eine Tisch für 19 Uhr im Restaurant des Hotels.

Das dreigängige Abendessen und der Rotwein sind vorzüglich. Selbst das Wasser schmeckt wieder. 😉

Morgen geht’s weiter erst noch gut 3 km dem Jakobsweg entlang  und dann am Nebenfluss Cher entlang und im Laufe des Nachmittags ins Tal des Indre nach Azay-le-Rideau.

Bilder des Tages

Unterkunft

INTER-HOTEL AU RELAIS SAINT ELOI, TOURS
8 Rue Giraudeau
37000 Tours
Frankreich