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Rückreise Trier 20160801

My Camino Orlèans – Bayonne

Hinweise und Links auf die übrigen, realen Etappen finden Sie / findet Ihr hier.

Einundfünfzigster Tag, 1. August 2016

Mit dem Fahrrad von Thionville nach Perl und mit dem Zug von Perl nach Trier.

Rückreise  Thionville – Perl – Trier

Thionville, Perl, Trier

Thionville – Perl 34,75  Fahrradkilometer
Perl – Trier  50 Zugkilometer
Trier 0,25  Fahrradkilometer

Streckenabschnitt insgesamt: 1.423 Fahrradkilometer

Tatsächliche Route vom Montag, den 1. August 2016

Thionville – Perl 

Gesamtstrecke: 34319 m
Maximale Höhe: 190 m
Minimale Höhe: 148 m
Gesamtanstieg: 208 m
Gesamtabstieg: -245 m
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Reise: Perl nach Trier Hbf
Datum: 01.08.2016
ab Perl 13:25 Uhr
an Trier Hbf 14:15 Uhr

Rückreise vom Montag, den 1. August 2016

Zum vierten Mal habe ich in diesem Hotel hier in Thionville übernachtet. Das Frühstück hat sich vom französischen petit-déjeuner  in Richtung leckerem continental breakfast entwickelt. Auch das Internet ist jetzt blitzschnell. Sogar ein Backup dieser Website inkl. der MySQL-Datenbank in die Cloud auf mein Googeldrive ist heute Nacht gelungen.

Wir satteln vor der Velo-Garage im Hof auf und schieben die Räder kurz durch die Innenstadt zum Bäcker, um ein Baguette für unterwegs zu kaufen. Dann sitzen wir auf und queren die Mosel.

Als der Lärm der Stadt leiser wird, freuen wir uns auf unsere heutige Etappe über die Grenze. Leichte Schleifgeräusche werden an Wallis Rad hörbar. Wir halten an und stellen fest: Der Kettenschutz hat die gestrige Zugfahrt nicht überlebt und ist unten gebrochen. Jetzt kommt zum ersten mal unser SOS-ERSTE-HILFE Beutel zum Einsatz. (Gott sei Dank). Mit dem Tape können wir den Kettenschutz fixieren und die Schleifgeräusche sind weg.

Es geht den Radweg flussabwärts die Mosel entlang. Der Radweg ist gut fahrbar und führt über weite Strecken über Wirtschaftswege direkt am Fluss entlang und leider auch an einem maroden Atomkraftwerk vorbei.

Wir fahren an den Brombeer-Hecken vorbei, die bei der Hinfahrt blühten. Jetzt sind sie fast abgeerntet. Einige Pflücker begegnen uns.

Nach gut 20 Kilometern kaufen wir Wasser nach und machen Mittagspause. Wir sitzen mit einem anderen Radfahrer auf der Terasse eines Restaurants, dass heute erst im 19 Uhr öffnet. Es gibt Baguette und Dauerwurst aus unseren Vorräten.

Dann folgen wir dem Radweg und queren ein vorletztes Mal die Mosel. Nach rund sechs Wochen Frankreich kommt nun Deutschland immer näher. Noch ein kurzes Stück Landstraße, dann vor unserer letzten Moselbrücke noch eine Trinkpause. Jetzt die Auffahrt zur Brücke mit Schwung anfahren und rüber über die Mosel. Der Radweg läuft jetzt neben der Mosel und den Bahngleisen lang. Auf der anderen Seite der Mosel blicken wir auf Luxemburg.

Kurz vor Perl wird’s nochmal hügelig. Ein letzter steiler Anstieg und wir halten am ehemaligen deutsch/französischen Grenzpunkt. Hier steht auch ein Model vom Eifelturm und es gibt Hinweis-Tafeln auf die französischen Jakobswege.

Wir rollen bergab nach Perl zum Bahnhof ab und sitzen zwei Stunden früher als geplant im Nahverkehrszug nach Trier. Der Zug fährt die Mosel entlang. Wir geniessen die Zugfahrt und den Moselblick. Wir resümieren glücklich, dankbar und demütig über unsere Pilgerfahrt.

Vor dem Einchecken trinken wir noch eine selbstgemachte leckere Limonade im Studentenlokal der Unterkunft. Den Rest-Durst löschen wir mit zwei Kölsch nebenan im Straßencafe beim Türken.

Wir beschliessen noch in der Altstadt und am Dom die Reise bei strahlend blauem Himmel langsam ausklingen zu lassen. Also Klamotten aufs Zimmer, Fahrräder in die Abstellkammer, kurz frisch machen und ein letztes Mal in die „Ausgehkleidung“ schlüpfen, Sandalen an und zu Fuß ab in die City.

In der Dominformation holen wir uns den Abschluss-Pilgerstempel und genießen den Rest des Tages entschleunigt in der Trierer Altstadt. Es ist Fotografier-Wetter.

Bilder des Tages

Unterkunft

TOP EMBRACE
Hotel Vinum Trier
Bahnhofsplatz 7
54292 Trier
Telefon 49 651 994740
Deutschland

2015-06-26 Dreizehnter Tag Thionville

Die Planung zu dieser Etappe findest Du hier.

Etappe Perl-Nennig bis Thionville

Tatsächliche Route vom 26.06.2015

Tageskilometer: 45 km
Streckenabschnitt insgesamt: 595 km

Gesamtstrecke: 44352 m
Maximale Höhe: 165 m
Minimale Höhe: 146 m
Gesamtanstieg: 311 m
Gesamtabstieg: -316 m
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My Camino

Das Hotel-Frühstück ist sehr gut. Bereits um 8:15 Uhr sattele ich auf. Und um 8:45 Uhr sind die ersten km an der Mosel hinter mir. Es ist schon so früh am Morgen angenehm warm.

Der Moselradweg ist gut zu fahren. Nach ungefähr 10 km bin ich kurz vor der Grenze zu Luxemburg. Bei der ersten Trinkpause schaue ich auf die Autobahnbrücke der A13 zwischen Deutschland und Luxemburg.

Nur einen km später überquere ich über die Brücke B407/N10 die Mosel. Das mache ich schiebend, um jeden Meter zu genießen. Der Ausblick ist sehr schön. Ich selber bin tief bewegt, dass ich aus eigener Kraft mit meinem Fahrrad hier die Grenze Mitten auf der Brücke passieren kann. Ich nehme mir Zeit und halte zwischendurch immer wieder inne. Nach 570 km Fahrradstrecke in Deutschland bin ich froh und glücklich gesund über diese Grenze nach Schengen zu gehen. Die Brücke wird in beiden Richtungen von Autos und Radfahren überquert. Die Radfahrer u.a. ein sportliches Paar auf einem Tandem grüßen heute besonders freundlich: „Bonjour Monsieur!

In Schengen verweile ich am Monument
Accord de Schengen„. Auch hier treffe ich schwer bepackte Radfahrer. Anschließend geht’s teilweise an der Landstraße entlang und meist auf Radwegen der Luxemburger Weinstraße – Route de Vin entlang.

In Malling finde ich den Radweg an der Mosel erst nach einer kurzen Schleife. Außerdem bin ich längst – ohne dass  ich es bewusst gemerkt hätte – in Frankreich angekommen. Irgendwo um Apach ist die Grenze. Die Weinberge verschwinden allmählich und die Wiesen der französischen Kuhbauern reichen bis an die Mosel. Ab und an ist hier auch ein Getreidefeld zu sehen. In Basse-Ham gibt’s eine riesige Umleitung für Radfahrer. An einer Bank mache ich eine meiner Trinkpausen und lege mich längs auf die Bank, um meinen Po zu entspannen.

Nicht das ich unvorbereitet bin, aber in Frankreich gibt’s keine Biergärten; aber natürlich Cafes und Bars. Die haben natürlich um diese Zeit zu. Zum Mittag gibt’s einen Apfel und meine Wasservorräte neigen sich. Die Sonne strahlt, aber Thinoville ist aber nicht mehr weit.

Das heutige Hotel finde ich dank Navi auf Anhieb. Es liegt mitten in der Fußgängerzone. Die Reinigungsfrau am Eingang erkennt mich als Gast mit Fahrrad und nimmt mich sofort zur Fahrradgarage mit. So werde ich meinen vorbereiteten Satz: „vous avez un abri pour mon velo?“  („Haben Sie einen Unterstand für mein Fahrrad?“) gar nicht los.

Der Rezeptionist hat mich vielleicht tatsächlich verstanden als ich sage:  „bonjour monsieur, je suis Gustav  Sommer et ai réservé„. Ich bekomme mein „chambre“ (Zimmer), meine W-LAN Codes, buche das petit déjeuner (Frühstück) nach und schaffe es sogar zwei gekühlte „eau minérale“ (Mineralwasser) zu bestellen.

Die Innenstadt hier in Thionville hat sehr viel kleine Läden und noch mehr Cafes und Bars. Ich kann mich aber bei meinem Stadtrundgang nicht entscheiden und suche nach einem Bäcker (boulanger) und Metzger (boucher). Beim Metzger kaufe ich Bockwurst (knack boy natural aus dem Elsass), die liegt in der Theke und ist beschriftet. 😉 Beim Araber kaufe ich Käse (fromage) am Stück und ein kleines Fladenbrot (pain plat en forme de galette); da konnte ich drauf zeigen. 😉 So ist das Essen für heute gesichert.

Morgen, Samstag geht’s weiter nach Metz. Das Hotel habe ich über ein Buchungsportal gebucht, da ich auf die gestrige Mail-Anfrage keine Antwort erhalte. Sonntag will ich nach Pont-à-Mousson. Auch das Hotel habe ich bereits heute gebucht.

Bilder des Tages