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Biscarrosse 20160723

My Camino Orlèans – Bayonne

Hinweise und Links auf die übrigen, realen Etappen finden Sie / findet Ihr hier.

Zweiundvierzigster Tag, 23. Juli 2016

Seit Beginn der Fliegerei waren die Gewässer um Biscarosse Stützpunkt von Wasserflugzeugen.

Etappe Pyla-sur-Mer – Biscarrosse

Pyla-sur-Mer, Biscarrosse Plage, Étang de Cazaux Et Sanguinet, Biscarrosse

Pyla-sur-Mer – Biscarrosse 44 Fahrradkilometer

Streckenabschnitt insgesamt: 1.180 Fahrradkilometer

Tatsächliche Route vom Samstag, den 22. Juli 2016

Pyla-sur-Mer – Biscarrosse

Gesamtstrecke: 43277 m
Maximale Höhe: 64 m
Minimale Höhe: -1 m
Gesamtanstieg: 563 m
Gesamtabstieg: -532 m
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My Camino vom Samstag, den 22. Juli 2016

Nach dem Frühstück im Freien und dem Aufsatteln, sitzen wir kurz vor 9 Uhr im Sattel. Zwei heftige langwellige Hügelketten mit mehreren Steigungen über 10 % stehen heute an.

Zunächst fahren wir an den Strand, um diesen in Pyla zumindest mal gesehen zu haben, bevor wir kräftig in die Eisen steigen und die erste knackige Steigung angehen. In Pyla-sur-Mer gibt es nach unserem Eindruck sehr viele private Grundstücke, die direkt am Meer liegen und über eigene Strandzugänge verfügen. Diese Strandzugänge sind meist aus Beton und so hässlich, dass  ich auf ein Foto verzichtet habe. Die Gegend wird von Ferienhäusern und Campingplätzen dominiert. Bar und Restaurants sehen wir heute selten.

Der Radweg entlang der großen Düne hat es wirklich in sich. Beim stetigen auf und ab gehen wir mehrmals aus den Sätteln und verschnaufen. Hier und da schieben wir. Die Temperaturen sind am Morgen moderat unter 25 °C.

Trotzdem komme ich mächtig ins schwitzen. Die Steigungen fordern alles von uns. Nach rund 10 km liegt der Radweg entlang der Wander-Düne  Dune Du Pilat hinter uns. Ich war mehrere male komplett durchgeschwitzt. Ich verliere mehr Flüssigkeit als ich dummerweise nachtrinke. Auf dem angenehm flachen Etappenabschnitt am Meer entlang und durch meist schattigen Wald kommen wir gut voran. Meine vorangegangene  knappe Wasseraufnahme macht sich trotz dieses leichten Etappenabschnitts jetzt massiv bemerkbar. Ich registriere typische Anzeichen einer beginnenden De-Hydrierung. Also anhalten und viel trinken – allerdings etwas spät. Mir wird schlecht und mein Magen und der Kopf schmerzt.

Gott sei Dank kommt aber jetzt gleich Biscarrosse Plage. Hier suchen wir einen schattigen Platz in einem Lokal und machen eine längere und kräftige Erholungs- und Trinkpause. Mein Zustand stabilisiert sich wieder. Walli hat an der Düne mehr getrunken als ich, da sie an den Steigungen öfter auf mich warten musste. Sie hat keine Beschwerden.

Nach Biscarrosse Plage folgen wir der Route Piste Cyclable Biscarrosse Plage. Jetzt geht’s noch mal für gut sechs Kilometer richtig zur Sache. Hier haben wir längere Steigungen und Abfahrten mit über 10%. Außerdem beträgt die Temperatur jetzt um die 30 °C. Abrollen geht auch nur mit stark gebremsten Fahrt, da die Piste hier sehr rau ist. Die Baumwurzeln zwingen uns oft zu bremsen. Wir powern uns erneut voll aus. Endlich kommt der See Étang de Cazaux Et Sanguinet und die heftigen Steigungen sind für heute vorbei. Am See machen wir noch mal eine längere Trinkpause im Schatten. Es ist viel los hier. Aber geöffnete Lokale finden wir keine.

Unterwegs auf der heutigen Etappe gab’s öfter Begegnungen mit ebenfalls schwer bepackten Tourenradfahrern – u.a. mit einem Pärchen aus Australien.

Die letzten zehn Kilometer am See und einem Kanal entlang haben keine nennenswerten Steigungen mehr. Wir halten weiter – allerdings erfolglos – nach einem Lokal Ausschau.

Schließlich erreichen wir unsere Unterkunft. Die hat eine florierende Bar. (Lotto, Tabak, Bar). Hier können wir noch mal genug Wasser und Kaffee nachtanken. Zu meinen Nachwirkung vom Nachmittag  gesellt sich nach dem Einchecken auch noch eine leichte Unterzuckerung. Die korrigiere ich mit einer Cola und Haribos aus der Bar. Außerdem schütte ich noch genügend Mineralwasser nach und esse eine halbe Tüte gesalzene Erdnüsse. Danach ist bei mir wieder alles im Lot. Mittagessen und Abendessen lasse ich heute ausfallen. Walli genehmigte sich zum Abendbrot eine Portion Pommes.

Bilder des Tages
Unterkunft

Logis Le Relais
216 Avenue du Maréchal Lyautey
40600 Biscarrosse
Frankreich

Pyla-sur-Mer 20160722

My Camino Orlèans – Bayonne

Hinweise und Links auf die übrigen, realen Etappen finden Sie / findet Ihr hier.

Einundvierzigster Tag, 22. Juli 2016

Heute geht’s zurück zum Atlantik.

Etappe Bordeaux – Pyla-sur-Mer

Bordeaux, Facture Biganos, La Teste-de-Buch, Pyla-sur-Mer

Bordeaux –  Biganos 40 Bahnkilometer
Bordeaux – Pyla-sur-Mer 36  Fahrradkilometer

Streckenabschnitt insgesamt: 1.136 Fahrradkilometer

Tatsächliche Route vom Freitag, den 22. Juli 2016

10h58 Vom Bahnhof: BORDEAUX SAINT JEAN
Transporteur: TER Numéro du train: 66021
Ankunft um: 11h24 Am Bahnhof: FACTURE BIGANOS

Bordeaux – Pyla-sur-Mer

Gesamtstrecke: 75537 m
Maximale Höhe: 69 m
Minimale Höhe: -2 m
Gesamtanstieg: 400 m
Gesamtabstieg: -415 m
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My Camino vom Freitag, den 22. Juli 2016

Nach dem Frühstück holen wir unsere Räder aus dem Nebenraum der Rezeption und satteln auf. Wir fahren über den langen Quai zum Gare Bordeaux Saint-Jean. Dabei kommen wir noch mal etwas entfernt an den Highlights der Altstadt vorbei. Ein wirklich sehr schöner Etappenabschnitt. Die Temperaturen sind angenehm bei über 20 °C. Der Himmel ist noch bedeckt; aber es zeigen sich heute Morgen die ersten blauen Löcher.

Wir verlassen Bordeaux mit dem Zug Richtung Westen zurück in Richtung Atlantik. An der  zweiten Station Facture Biganos setzen wir unsere Fahrt zum Ozean mit den Rädern fort. Am Bahnhof satteln wir kurz ab, um  mit den Rädern die steile Treppe zum Radweg besser runter zu kommen. Der meist zweispurige Radweg und der gekennzeichnete Jakobsweg verlaufen auf diesem Etappenabschnitt oft wieder gemeinsam.

Wir kommen zunächst auf der meist flachen Fahrradautobahn sehr gut vorwärts. Der Himmel ist inzwischen blau/weiß und der Wind ist kaum spürbar. Nach La Teste-de-Buch machen wir einen längeren Abstecher, weil wir ein Lokal für die heutige Mittagspause suchen. Über Lède de la Seuve fädeln wir uns durch die Wohngebiete zurück auf unsere Route.

Ab jetzt geht’s durch die Dünen und sofort rasant bergauf. Die Dünen sind hier deutlich größer als das was wir bisher  an Dünen erfahren haben. Dafür haben wir bergauf auch oft noch Gegenwind.

Schließlich kommen wir an der  Dune du Pilat (auch Grande Dune du Pilat) an.  Sie ist die größte Wanderdüne Europas und hat einen Nord-Süd-Verlauf. Die Düne ist bis zu 110 Meter (81 Meter lt. SRTM-Daten) hoch, 500 Meter breit, etwa 2,7 Kilometer lang (geschätztes Volumen 60 Millionen Kubikmeter) und liegt an der Meeresöffnung des Bassin d’Arcachon, südlich des Städtchens Arcachon und des Vorortes Pyla sur Mer, gegenüber von Cap Ferret. Auf der Westseite (zum Meer) hat sie eine Steigung von zwischen 5° und 20°, die Ostseite fällt stark ab (30° bis 40°). Die Düne hat eine reine Sandfläche von 135 Hektar, der umliegende Wald ca. 4.000 Hektar.

Neugierig fahren wir bis zum Parkplatz. Hier ist touristisch sehr viel los. Wir lassen die Düne links liegen und bewegen uns zum Tagesziel die restlichen 4 Kilometer durch die hügelige Landschaft.

Unsere direkt am Fahrradweg liegende Unterkunft hat neben dem Hotel auch eine geöffnete Bar und ein geöffnetes Restaurant. Das finden wir bei den 30 °C prima .

Schon beim einchecken genießen wir ein kühles Bier und löschen unseren Durst von der Bewältigung der hügeligen Dünenpiste. Unsere Räder parken wir im Hof.

Für den Abend reservieren wir einen Tisch – natürlich im Freien bei strahlend blauem Himmel.

Bilder des Tages

Unterkunft

Etche Ona
255 Boulevard De L ‚Ocean
33115 Pyla-sur-Mer
Frankreich