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Tagebuch eines Jerusalempilgers

Zu Fuß nach Jerusalem und zurück

Der Pilgerstammtisch Bocholt hatte eingeladen: Pater Johannes Maria Schwarz mit 4kmh.com war am 11. Oktober 2016 mit seiner Multimediashow in Bocholt zu Gast.

Ein außergewöhnlicher Weg führte den katholischen Priester Johannes Schwarz aus Liechtenstein zu Fuß nach Jerusalem und wieder zurück. Jenseits konventioneller Pilgerrouten wanderte der Geistliche in einer Auszeit über die Karpaten nach Osten, flüchtete vor rumänischen Hirtenhunden, durchquerte die ukrainische Steppe und stapfte in der Verkehrslawine der russischen Schwarzmeerküste in dicken Abgaswolken seinem fernen Ziel entgegen. Mit einem streunenden Hund stand er am höchsten Berg Armeniens und lauschte arabischem Disco-Pop am tiefsten Punkt der Erde. Er besuchte abgelegene georgische Felsenklöster und lag blutend am italienischen Straßenrand. Es war eine Reise mit vielen beeindruckenden Kulissen, aber mehr noch „ein Weg der Begegnungen“, so Schwarz. Ob mit Jugendlichen am Flussstrand, Beduinen am Lagerfeuer, bulgarischen Bordellbesitzern oder schnurrbärtigen Männern in einer türkischen Baugrube bei einem Gläschen Çay. Vielleicht am tiefsten hat den Gottesmann jedoch die einsame Stille der Wüste berührt – eine Stille, wie er sagt, die nicht „leer ist, sondern erfüllt; eine Stille in der Gott zum Herzen spricht“.
14.000 Kilometer, 26 Länder, 15 Monate sind die eindrucksvollen Zahlen zu dieser Reise – und 25.000 Euro, die er unterwegs an Bedürftige, Initiativen und katholische Hilfsprojekte verteilte Mit einer Buchpräsentation und Multimediashow machte er auf Einladung der Jakobusfreunde des Pilgerstammtisches Bocholt am 11. Oktober 2016 ab 19:30 Uhr Station in Bocholt (Gaststätte „Zur Glocke“, Alfred Flender Str. 128, Eintritt frei!).

Einige Daten zu dieser Reise: 459 Tage (1. Mai 2013 – 2. August 2014), 13969 Kilometer, eine Viertelmillion Höhenmeter, 26 Länder.
13 Paar Schuhe (7 Paar Sandalen, 3 Paar Laufschuhe, 2 Paar feste Schuhe). Davon sind 4 vermutlich noch im aktiven Dienst (verschenkt)
G
ewicht: Die Ausrüstung (inkl. Mess-Utensilien und Filmausrüstung) mit Essen und Flüssigkeit wog etwa 18 kg. Dazu kam das Eigengewicht den Carrix und des Rucksacks (6,5 + 2 kg). Zu Beginn waren noch Schneeschuhe, eine Kufe und anderen Dinge dabei, die ich bald nachhause schickte.
Quelle: Pater Johannes M Schwarz

Multimediashow am 11. Oktober in Bocholt

Ein toller Vortrags-Abend mit Pater Johannes Maria Schwarz

Ein großartiger Abend mit einem authentischen Bruder Schwarz, der zu begeistern wusste und meisterhaft erzählte, eindrucksvolle Bilder und Filmsequenzen zeigte und mich auf seine lange Pilgerreise nach Jerusalem zwei Stunden nicht nur mitgenommen hat, sondern mit seiner gelebten Nächstenliebe auch tief fesselte. – KLASSE! Der Saal war mit über 70 Besuchern mehr als voll besetzt. Danke hejo vom Pilgerstammtisch Bocholt für Deine Idee und die Organisation.

Leserstimmen zu seinen Büchern über diese Pilgerreise

Zusammengefasst würde ich gern den ‚Hauptdarsteller‘ mit dem Worten ‚Was für eine krasse Aktion, so eine coole Sau!‘ charakterisieren, aber das wäre natürlich gänzlich unangemessen, also versuche ich es mal hiermit: ‚Sowohl die Wanderung als solches, als auch die Art der Schilderung fesselt. Ich spreche meine ausdrückliche Leseempfehlung aus. Wer selbst eine Affinität für Wandern, das Ungeplante, die Überaschung hat, liegt mit dieser Reiseschilderung genau richtig. […] Zugehörigkeit zur katholischen Kirche definitiv kein Muss.‘ “ scouting.de

„Also in der Öffentlichkeit darf man dieses Buch nicht lesen,… ich hab öfters laut losgelacht!“ C.S.

„Sensationell, ich liebe diese unverfälschte Ausdrucksweise, die nicht durch einen Lektor solange verdreht wird, bis das Gefühl, das transportiert werden soll, völlig verloren geht. Das Buch hat das Zeug zum Bestseller! A.M.

Quelle: 4kmh.com

Bilder des Tages

Pilgerstammtisch Bocholt – Grillen

Weitere Informationen zum Pilgerstammtisch Bocholt finden Sie / findest Du hier.

Freitag, 12. August 2016
Pilgerstammtisch Bocholt
Grillen am Aasee in Bocholt

Zum ersten Mal treffen wir uns vom Pilgerstammtisch der Jakobusfreunde Bocholt zum Grillen. Über zwanzig Pilgerinnen und Pilger sind heute dabei. Tolle Salate sind auf Hejos-Tapeziertisch aufgebaut. Der Grillplatz am Aasee ist in Schuss gebracht. Die Grillkohle glüht an zwei Feuerstellen und auch der holländische Gasgrill macht seinen Job. Das Wetter wird wunderbar und die Stimmung ist locker, fröhlich und entspannt. Es riecht lecker. Der Rotwein schmeckt so gut wie in Spanien, das Bier ist kühl und die Luft ist warm. Die Sonne scheint. Es gibt – wie immer – viel zu erzählen vom Camino und anderen Dingen, die uns bewegen. Manche schwelgen in Erinnerungen, einige sind gerade zurück, andere sind wenige Tage vor’m Start. Mit anderen Wochen es macht Spaß zuzuhören oder selber zu erzählen. Auch die Zeit und Muße für das eine oder andere persönliche Gespräch ist da.

Die ersten Köstlichkeiten vom Grill werden gerade fertig. Auch das Salat-Buffet ist vielfältig und reichlich. Es schmeckt prima. Es macht Spaß gemeinsam zu essen, zu trinken und zu reden. Seele und Körper sind im Gleichgewicht. Was soll ich sonst noch sagen: ich finde es heute einfach klasse hier.

Bereits ab 14 Uhr haben wir aufgebaut. Viele helfende Hände machen mit. Um 16 Uhr sind fast alle da. Es war ein sehr schönes und gemeinschaftsförderndes Fest. Gegen 20 Uhr bauen wir entspannt und entschleunigt ab. Alle helfen mit – wunderbar!

Nachtrag: Und im Forum lese ich gerade von Hejo:
mal wieder in tolles Erlebnis.
Die Stimmung war fantastisch

Bilder des Tages

Hinweis: Wenn Sie zufällig abgebildet sein sollten, stellen wir Ihnen das Foto / die Fotos, auf denen Sie selbst zu sehen sind, für Ihre privaten Zwecke gern kostenlos zur Verfügung und – auf Ihren Wunsch hin – löschen wir solche Bilder natürlich sofort. Benutzen Sie dazu die Kontakt-Seite.

Weitere Bilder hier.

Bochum-Huenxe

Hünxe – Voerde – Bochum – Wattenscheid – Hünxe

Am Sonntag, den 3. April 2016 war ich in Voerde, Bochum und Wattenscheid unterwegs. In Voerde war ich bei bestem Frühlings-Wetter vormittags Störche anschauen und in Wattenscheid stand abends der Pilgerstammtisch Ruhrgebiet an.

Am Montag, den 4. April 2016  bin ich von Bochum mit dem Fahrrad nach Hünxe bei überwiegend angenehmen Frühlingswetter zurückgefahren. Das waren sehr schöne 47 km mit dem Fahrrad.

Streckenverlauf

Fahrrad: Hünxe-Voerde
Zug: Hünxe-Duisburg-Bochum
Fahrrad: Bochum-Wattenscheid-Bochum
Fahrrad: Bochum, Gelesenkirchen, Gladbeck, Bottrop, Kirchellen, Hünxer Wald, Hünxe

Fahrradkilometer insgesamt: 98 km

Storchentour Hünxe-Voerde

Weitere Infos zur Storchentour und Video finden Sie hier.

Gesamtstrecke: 26846 m
Maximale Höhe: 42 m
Minimale Höhe: 16 m
Gesamtanstieg: 218 m
Gesamtabstieg: -237 m
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Voerde-Bochum

Voerde(Niederrhein) 03.04. ab 14:52 Gleis 1
Duisburg Hbf 03.04. an 15:18 Gleis 3
RB 30541

Duisburg Hbf 03.04. ab 15:33 Gleis 11
Bochum Hbf 03.04. an 15:54 Gleis 5
IC 1920
1 Fahrrad, Wg. 14, Pl. 126, Fahrrad,
Res.Nr. 8024 2007 3558 93

Die Jugendherberge liegt unweit des Bochumer Bahnhofs im sogenannten Bermuda-3-Eck.

Gesamtstrecke: 1526 m
Maximale Höhe: 100 m
Minimale Höhe: 91 m
Gesamtanstieg: 5 m
Gesamtabstieg: -11 m
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Training und Etappe Bochum-Wattenscheid-Bochum

Da ich bis zum Beginn des Pilgerstammtische noch etwas Zeit hatte, habe ich auf dem Weg von Bochum nach Wattenscheid bei schönem Frühlingswetter im Bereich der Bochumer Jahrhunderthalle und im Westpark mit Querung der A40 noch eineinhalb  Ehrenrunde gedreht. 😉

Nachts auf dem Rückweg ging auch alles gut. Allerdings war der schmale und unbeleuchtete Radweg zwischen Ev. Friedhof an der Westenfelder Straße und der steilen Böschung der A40 etwas spannender als üblich, da ich unterwegs im Dunkeln zwei mittelstarke Äste vom Radweg räumen musste. Meine gute LED-Fahrradlampe lies mich die Hindernisse noch rechtzeitig erkennen. Sicherheitshalber bin ich abgestiegen. Dann geht natürlich die Fahrradlampe aus, weil mein Nabentacho im Stand kein Strom liefert. Ich überlegte kurz, ob ich meine Taschenlampe oder meine Kopflampe nehmen sollte, um mich in der Finsternis zurecht zu finden. Entschied mich dann aber einen Moment zu warten bis mein Augen sich an die Dunkelheit gewöhnt hatten.  Das klappte nach kurzer Zeit und ich konnte die Äste erkennen und an den Rand räumen. Dann ging’s mit dem Rad weiter. Nach einem dreiviertel Kilometer war aber auch dieser Spuk im Dunkeln vorbei und die Straßenlampen der Stadt ergänzten mein Fahrlicht.

Auf dem letzten Kilometer kam ich wieder an „meinen“ vom Nachmittag bekannten Lieblingsirrgarten am Westpark vorbei. Und prompt habe ich auch den Radweg wieder verloren. Aber mit Hilfe meines Navis ist das kein Problem. Viele Wege führen nach Rom und zur Jugendherberge im Bermuda-3Eck. Kurze Zeit später war ich wohlbehalten in der Jugendherberge. Die Rezeption hat durchgehend geöffnet. Es ist noch Zeit für ein, zwei grundsolide Absacker – natürlich Mineralwasser. Nüsse, eine nette Begegnung und ein längeres und gutes Gespräch mit der Nachtschicht lassen den Sonntag entspannt ausklingen.

Gesamtstrecke: 23703 m
Maximale Höhe: 97 m
Minimale Höhe: 57 m
Gesamtanstieg: 194 m
Gesamtabstieg: -198 m
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Etappe Bochum-Hünxe

Die Nacht im Mehrbettzimmer der Jugendherberge war erholsam und das Frühstück, wie meistens in den modernen Jugendherbergen Deutschlands, ausgezeichnet. Frisch gestärkt hole ich mein Fahrrad aus der Tiefgarage und sitze gegen 9:30 Uhr im Sattel. Der Himmel ist blau/weiß und mein Rückfahrt von Bochum nach Hünxe startet am Bermuda-3Eck.

Nach wenigen 100 m durch Bochum-Ehrenfeld kreuze  ich zweimal die Bahnstrecke.  Über die Bessemerstraße geht meine Route durch die Stadt an einem Wohngebiet sowie an alten und neuen großen Industriegeländen vorbei. Nach kurzer Zeit erreiche ich den schon von gestern  mir inzwischen bestens bekannten Westpark. Heute durchquere  ich den schönen Park auf einem befestigten Radweg ohne mich zu verfahren. Am Ende des Parks geht der geschotterte Radweg auf eine ehemalige Erzbahntrasse über. Der Radweg ist breit und eben  und lässt sich sehr gut fahren. Erhöht geht’s an vielen teilweisen renaturierten Industriebrachen und ehemaligen Stahlwerken mit interessanten Aussichten vorbei.  Die Erzbahntrasse überquert die A40 mit einer blauen Brücke. Überhaupt sind die Brücken des Radweges sehr beindruckend und machen den Radweg kreuzungsfrei und beliebt.

Die Temperatur steigt allmählich von 14 °C auf 18 °C an. Der  Trassenradweg ist wunderbar. An einer größeren Radwegkreuzung mit dem Emscher-Park-Radweg und der  Route Industriekultur ziehe ich meine Jacke aus. Kurzärmlig geht’s weiter und ich erreiche nach einer beeindruckenden Radfahrt an ehemaligen Halden und Zechen vorbei den Rhein-Herne-Kanal. Nach kurzer Fahrt am Kanal entlang quere ich die Emscher und erreiche Gelsenkirchen.

Dort geht’s an der B226/Cranger Straße auf einem neuen Radweg kilometerlang ansteigend durch den herausgeputzten und intakten Gelsenkirchener Stadtteil Erle. Die Veltins-Arena von Schalke liegt nur wenige 100 m entfernt.  Die Straßenbahn fährt in der Mitte der Straße, links und rechts befinden sich viele kleinere Geschäfte, die Post und ein Krankenhaus. Die Straße lebt und es hier am Montag Vormittag richtig was los. Der rot markierte neue Radweg auf dem breiten Bürgersteig wird respektiert und es macht Spaß durch diesen schönen alten Stadtteil von Gelsenkirchen trotz der kontinuierlichen Steigung zu fahren.  An einem Supermarkt halte ich an, kaufe Gemüse und Wasser ein. Die Menschen sind freundlich und gesprächig. Am Fahrradständer treffe ich eine Frau die ihren Fahrradschlüssel verloren hat. Ich komme mit Ihr in ein zwangloses Gespräch. Alsbald taucht ihr telefonisch verständigter Mann auf und bringt den Reserve-Schlüssel. Wir sind inzwischen beim Thema Pilgern und Radfahren angekommen und wir setzten das frohe Gespräch zu dritt fort. Wieder mal eine meiner zahlreichen schönen Begegnungen und Momente am Wegesrand, die das Leben lebenswert und die Etappen so bewegend machen.

Die Cranger Straße steigt weiter an. Das Schloss Berge lasse ich wegen der Steigung links liegen. Ich erreichte den von mir von meiner früheren beruflichen Tätigkeiten bekannten Stadtteil Gelsenkirchen-Buer.  Die Radwege sind hier älter und fehlen manchmal ganz. Die Bürgersteigabsenkungen sind oft lieblos realisiert und erfordern Aufmerksamkeit. Nach jeder Auffahrt kommt natürlich auch eine Abfahrt. So führt mich meine Strecke nach einiger Zeit weiter nach Gladbeck und Bottrop.

Kurz vor Kirchhellen geht’s bei kräftigem Gegenwind aus Westen noch mal ordentlich bergauf. Der Himmel hat sich vorübergehend bewölkt und leichter Nieselregen setzt ein. Auf der Kuppe der Steigung ziehe ich meine Jacke wieder an. Ich durchquere Kirchhellen in Richtung Flugplatz Schwarze Heide. Auf der Anhöhe weht der West-Wind kräftig und bläst die Funktionskleidung schnell wieder trocken. Der kurze Nieselregen ist längst vergessen, als ich bei Sonnenschein in den windabhaltenden Hünxer Wald einbiege. In der Nähe der Hohen Wart  bei den Teufelssteinen steuere ich die bei der Planung als Wegpunkt im Navi markierte alte Schutzhütte an.

Hier möchte ich mitten im Wald Pause machen. Ich habe meinen Spirituskocher dabei  und es gibt Filterkaffe und eine mit frischen Zutaten zubereitete vegane Reispfanne (Video). Das Kochen, Essen und Trinken ist für mich eine Genuss und liefert außerdem genug Zeit zum Entspannen und Innehalten. – Herrlich!

Nach meinem jahrzehntelangen „Küchenverbot“ ;-), habe ich nun angeregt durch die Videos von Rainer Dornburg aus dem Schwarzwald meine eigene mobile Küche in Form eines Spirituskochers und es ist für mich momentan ein Riesen-Spaß auf meinen Touren im Freien für mich selbst zu kochen. Selbstredend nehme ich meinen Müll mit nach Hause und nehme auch den Abwasch in Kauf.

….

Kurz nach 16 Uhr komme ich zu Hause in Hünxe nach der ersten 2-tägigen Radfahrt diese Frühjahrs 2016 zufrieden und glücklich an.

Gesamtstrecke: 46281 m
Maximale Höhe: 94 m
Minimale Höhe: 20 m
Gesamtanstieg: 509 m
Gesamtabstieg: -573 m
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Bilder des Tages

Video des Tages outdoor cooking
Vegane Reispfanne auf dem Spirituskocher

Übernachtung

Jugendherberge Bochum
Humboldtstraße 59-63
44787 Bochum
Tel: +49 234 4175799-0
Fax: +49 234 4175799-9
N51° 28.577′ E7° 12.857′