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Neuen vServer von Server4You auf aktuellen Debian- und Plesk-Stand updaten

vServer vom Discounter sind extrem preiswert geworden, z. B. kostet der vServer Pro X5 von Server4You für das erste Jahr schlappe 82,18 €.  Das sind somit nur 6,85 € pro Monat und das ist meiner Meinung für einen quasi dedizierten Server sehr preiswert.

Die Hardwareausstattung kann man/frau hier nachlesen. Zahlreiche Features wie z. B. Reverse DNS, Backup, Snapshot, Firewall, 3 feste IPs, Plesk bis 10 Domains etc. sind bereits enthalten. Überbuchungen konnte ich in diesen ersten Wochen nicht beobachten oder feststellen. Meine Erfahrungen mit dem Ticket-Support sind überwiegend sehr gut. Nervig bei S4Y ist allerdings das sehr oft zickige Powerpanel.

Solche vServer haben aber oft den Nachteil, dass meistens veraltete Templates seitens des Discounters zum Einsatz kommen. So hatte mein im April 2014 erstinstallierter vServer noch Debian 6.0x squeeze und Plesk 11.0x drauf.

Die aktuelle Debian Version ist 7.5 wheezy und die aktuelle Panelversion von Plesk ist zz. 11.5.30 Mit wenigen Stunden Zeit und Geduld kann man den vServer jedoch auf den neusten Debian und Plesk-Stand korrigieren.

Nachfolgend möchte ich an einem Beispiel die mögliche Vorgehensweise exemplarisch für einen frischen und leeren vServer von z. B. S4Y beschreiben.

1. Restore

Bitte beachten Sie das bei einem Restore eine auswählbare Neuinstallation des vSERVERs stattfindet und alle Daten verloren gehen. Bitte Plesk-Lizenz vorher über PowerPanel Software sichern.

1.1 Im Powerpanel von S4Y einen Restore anfordern
1.2 man/frau erhält dann einen Restore Code per Mail
1.3 Über das Powerpanel die Minimale Debian Installation ausführen
1.4 Über Putty und ssh als root anmelden
1.5 ggf. den Midnight Commander (mc) installieren und konfigurieren
apt-get install mc
1.7  Update und Upgrade durchführen
> apt-get update
> apt-get upgrade
1.8 z.B. mc als Editor wählen
1.9 Debian Version anzeigen
> cat /etc/issue
> Debian GNU/Linux 6.0 \n \l

2. Debian Upgrade

2.1 Über Putty und ssh als root anmelden
2.2 z. B. über mc -x navigieren
> etc/apt/sources.list
2.3 Editiere source.list
Ersetze squeeze durch wheezy und speichern!


2.4  Update und Upgrade durchführen
> apt-get update
> apt-get upgrade
2.4 Kernel Upgrade
Für amd64-based (64 bit) systems:
> apt-get install linux-image-2.6-amd64
ODER i686 (32 bit) systems:
> apt-get install linux-image-2.6-686
Bitte nur das eine ODER das andere ausführen!
2.5 ggf. udev installieren
> apt-get install udev
2.6 Reboot auslösen
2.7  Über Putty und ssh als root anmelden
2.8  distupgrade
> apt-get dist-upgrade
Das dauert etwas … 😉
Fragen beantworten mit Default-Werten!
2.9 Reboot auslösen
2.10  Über Putty und ssh als root anmelden
2.11  Update und Upgrade durchführen
> apt-get update
> apt-get upgrade
2.12 Reboot
2.13 Über Putty und ssh als root anmelden
2.14 Debian Version anzeigen
> cat /etc/issue
> Debian GNU/Linux 7 \n \l

3. Plesk Upgrade

Voraussetzungen: Linux muss/darf nur mit einer Minimalinstallation vorhanden sein!

3.1 Über Putty und smcsh als root anmelden
3.2 z. B. über mc -x navigieren
> etc/apt/sources.list
3.3 Editiere source.list
Füge folgenden Eintrag hinzu
https://ftp.de.debian.org/debian wheezy main non-free


3.4 Update und Upgrade durchführen
> apt-get update
> apt-get upgrade
Falls Fehlermeldung auftreten, diese zwingend korrigieren
3.6 Anlegen eines Installationsverzeichnisse /var/install/plesk z. B. via mc -x und MKDIR
/var/install/plesk
3.7 Mit cd zum gerade angelegten Installationsverzeichnis navigieren
> cd /var/install/plesk
3.8 Autoinstaller von Parallels herunterladen
> wget https://autoinstall.plesk.com/plesk-installer
3.9 Rechte anpassen
> chmod +x plesk-installer
3.10 Plesk Installation starten
> ./plesk-installer
Das dauert etwas … 😉
Fragen beantwortemc -xn Default-Werten!
3.11 Reboot auslösen
3.12  Über Putty und ssh als root anmelden
3.13  Update und Upgrade durchführen
> apt-get update
> apt-get upgrade
3.14 Reboot
3.15 Im Browser an Plesk anmelden
https://servername:8443
Login: root
Kennwort rootpassword
Fragen beantworten!
Im Zweifels erst denken, dann antworten 😉
3.16 Plesk-Lizenz einspielen (siehe Punkt 1.)
Plesk-Lizenz für 10 Domainen bei Server4You ggf. anfordern
3.17 Firewall härten
Härtung in Abhängigkeit und Wechselwirkung von Punkt 4 vornehmen.

4. Grundabsicherung, Härtung

Eins der ersten Dinge, die man bei einem Rootserver machen sollte ist, dem User root das einloggen über SSH zu verbieten.

4.1 SSH verbieten
4.11 Editiere sshd_config
> /etc/ssh/sshd_config
Port 22 ändern auf z. B. 22922
4.12   SSH-Dienst neu starten
> /etc/init.d/ssh restart
4.2 SSH sicherer einrichten
4.21 Einen neuen User erstellt man/frau mit folgendem Befehl:
> useradd -g users -d /home/user4711 -s /bin/bash user4711
Hier wird ein User namens user4711 in der Gruppe users mit der Bash als Standartshell angelegt. Das Homeverzeichnis des Users liegt in /home/user4711
(Dieses Verzeichnis muss z. B. über mc -x und MKDIR manuell angelegt werden!)
4.22 Der User hat bis jetzt aber noch kein Passwort.
Das Passwort kann man mit dem „passwd“ Befehl ändern.
Als root kann man auch das Passwort für andere User ändern:
> passwd user4711
> Enter new Password:#!pwR§4711!#
Hier sollte man/frau auch darauf achten, das man kein zu einfaches Passwort wählt. Also es sollte mindestens 8 Zeichen haben, Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen beinhalten.
4.23 Den neuen User mit einem weiteren Putty Login in einem zweiten Fenster testen.
4.3 root login sperren
4.31 root das einloggen verbieten
zur Datei sshd_Config navigieren
/etc/ssh/sshd_config
4.32 Zeile wie folgt ändern
von
PermitRootLogin yes
auf
PermitRootLogin no
4.33 SSH Daemon Config neu laden:
> /etc/init.d/ssh reload
4.34 Danach sollte man/frau sich mit root nichtmehr einloggen können.
4.35 Switch User  su
Ab jetzt loggt man/frau sich einfach mit dem angelegten User ein und loggt sich über den Switch User Befehl als root ein:
> su

5. Benachrichtigung bei SSH Login

5.1 Login-Script erstellen
Mit folgendem Skript erhält man eine E-Mail, sobald sich ein Benutzer per SSH einloggt. Erstelle dazu ein ausführbares Shell Skript  /opt/shell-login.sh  mit folgendem Inhalt:

Damit die Mails beim Login versendet werden, muss folgende Zeile

in der Datei  /etc/profile  eingetragen werden.

Die Datei /opt/shell-login.sh muss die Rechte 755 besitzen:
> chmod 755 /opt/shell-login.sh

Die Mail wird nun automatisch versendet, sobald sich ein Benutzer per SSH einloggt. Der User bekommt davon nichts mit.

5.2 Das Programm finger ggf. nachinstallieren und testen
> apt-get install finger
> apt-get update
> apt-get upgrade
> finger

5.3 Brute Force Attacken abwehren
5.31 auth.log
In der Log-Datei /var/log/auth.log kann man möglicherweise fehlgeschlagene Loginversuche mit dem Protokoll SSH auf spüren, die nicht von Ihnen stammen.
5.32  fail2ban ist ein in Python geschriebenes Programm, welches verschiedene Serverdienste gegen unbefugten Zugriff absichern kann. Zur Abwehr also auf Debian das Programm fail2ban installieren:
> apt-get install fail2ban
> apt-get update
> apt-get upgrade
5.33 fail2ban konfigurieren
Editiere /etc/fail2ban/jail.conf wie folgt
ignoreip = 127.0.0.1
bantime  = 3600
maxretry = 3
Erforderlichen Parameter um den SSH Dämon zu überwachen:
enabled = true
port    = ssh
filter  = sshd
logpath  = /var/log/auth.log
maxretry = 4
In vorstehende Konfiguration für Fail2Ban wird eine IP Adresse für 1 Stunde gesperrt, nachdem von dieser 4 fehlgeschlagene Anmeldeversuche für SSH stattgefunden haben. 
5.34
Restart fail2ban
/etc/init.d/fail2ban restart

5.4 Weitere Sicherheitshinweise,  Artikel, Tutorials …
Rootkits mit rkhunter aufspüren
ssh-Zertifikate
etc.

 

PowerShell Script zur Ermittlung der Festplatten-Kapazitäten

Dieses PowerShell Script kann mehr oder weniger automatisch die Festplattengrößen und deren Belegung von mehreren Server ermitteln. Die Ergebnisse werden in eine Exceltabelle geschrieben. Dazu wird eine auf die jeweilige Umgebung leicht anpassbare Excel-Vorlage benötigt. Die Excelvorlage können Sie am Ende dieses Beitrags herunterladen. Zunächst definieren wir unser Umgebung:

$server1 = "P804VOE010"
# Array der zu untersuchenden server
$server = 0..14
$Filepath ="D:\temp\Excel\"
$ExcelFile =$Filepath + "PlattenKapazitaet1.xlsx"
$TableName1 = $server1

In Zeile 1 geben wir den Namen des Servers an auf dem das Script läuft oder getestet wird. Zeile 3 belegt die Array-Variable $server mit Dummy-Inhalten. In den Zeilen 4 und 5 benennen wir die zuvor angelegten und mit entsprechenden Rechten ausgestatteten Speicherorte unseres Scripts sowie der Excel-Definitions- und Ergebnisdatei.

Als erstes werden mit der nachstehenden Funktion die gewünschten Server aus der Excelvorlage ausgelesen.

function ServerListeAusTab {
# Beteilgte Server aus Tab Server auslesen
# Variable
$TableName="Server"
[int]$Zeile = 1
[int]$Spalte = 1
#Instanzieren eines COM-Objektes für Excel
$Excel = New-Object -ComObject excel.application
#Excel-Sheet sichtbar machen, heißt, ob es im Vordergrund oder im Hintergrund geschehen soll.
$Excel.Visible = $false
# Arbeitsmappe laden
$Workbook = $Excel.Workbooks.Open($ExcelFile)
$Table =$workbook.Worksheets.Item($TableName)
# Datei auslesen und zu untersuchende Server ermitteln und in das Array $server[x] schreiben

do { $Data = $Table.Cells.Item($Zeile,$Spalte).Text
$server[$Zeile-1]=$Data
echo $server[$Zeile-1] $Zeile++ }
while($Table.Cells.Item ($Zeile,$Spalte).Text.Length -gt 0)

echo "Speichern und Schliessen Serverliste"
$Excel.DisplayAlerts=$False
$Workbook.SaveAs($ExcelFile)
#COM-Objektes beenden
$Excel.Quit()
#COM-Objektes aus dem Speicher entfernen
[System.Runtime.Interopservices.Marshal]::Release
ComObject($excel)
# Ende der Funktion Server-Liste aus Tab
} 

In der vorstehenden Funktion werden aus der Excel-Vorlage aus dem Tab Server und von dort aus der ersten Spalte die Namen der zu untersuchenden Server ausgelesen. Ab Zeile 9 werden die Variable für Namen des Tabs sowie die Startpunkte für Zeile und Spalte definiert. Ab Zeile 13 wird die Arbeitsmappe im Hintergrund geöffnet. Ab Zeile 20 werden in einer do/while-Schleife die Servernamen aus dem Tab Server ausgelesen und in das Array $server[0] bis [$Zeile-1] geschrieben. Und das solange die Länge des Servernamens  > 0 ist. Die echo-Ausgaben dienen lediglich dem besseren Verständnis und Kontrollzwecken. Ab Zeile 27 wird die Excel-Arbeitsmappe wieder geschlossen.

Damit alles wie geplant funktioniert, ist die Excel-Vorlage so zu bearbeiten, dass Sie für jeden Server ein eigener vorformatierter Tab mit dem gleichem Namen des jeweiligen Servers enthalten ist.
Nachstehende Bilder soll dies verdeutlichen.

Die folgende  Funktion ermittelt die Plattengrößen, sowie den freien Speicherbereich pro Festplatte und schreibt die Ergebnisse pro Server in den gleichnamigen Tab der Excelvorlage.


# Freie Zeile im Tab $server1 ermitteln
echo $ExcelFile
# Variablen
[int]$Zeile = 2
# ab 2, da in Zeile 1 die Titel stehen
[int]$Spalte = 1
$TableName1 = $server1

#Instanzieren eines COM-Objektes für Excel
$Excel = New-Object -ComObject excel.application
#Excel-Sheet sichtbar machen, heißt, ob es im Vordergrund oder im Hintergrund geschehen soll.
$Excel.Visible = $false
#Arbeitsmappe laden
$Workbook = $Excel.Workbooks.Open($ExcelFile)
$Table =$workbook.Worksheets.Item($TableName1)

# Datei auslesen und erste Freie Zelle in Spalte 1 ermitteln
do {
$Data = $Table.Cells.Item($Zeile,$Spalte).Text
$Zeile++
}
while($Table.Cells.Item($Zeile,$Spalte).Text.Length -gt 0)

echo ("Tabelle " + $TableName1)
echo ("Spalte "+ $Spalte)
echo ("Freie Zeile " + $Zeile)

$Inhalt1 = "Festplatten auf Server "
$Inhalt1 = $Inhalt1 + $server1
$Inhalt1 = $Inhalt1 + $date1 + &amp;quot;<code>r</code>n&amp;quot;
$i=0

$datum1 = (Get-Date).ToShortDateString()
$zeit1 = (Get-Date).ToShortTimeString()
$date1 = &amp;quot; Datum: &amp;quot; + $datum1 + &amp;quot; Zeit: &amp;quot; + $zeit1 + &amp;quot; Uhr&amp;quot;
# echo $date1

#$frei1 = Get-WmiObject -Class Win32_LogicalDisk -computer $server1 -Filter &amp;quot;DriveType=3&amp;quot; | Format-Table @{Label=&amp;quot;Drive&amp;quot;; Expression={$_.DeviceID}; width=8}, @{Label=&amp;quot;Size&amp;quot;; Expression={$_.Size / 1GB}; Format=&amp;quot;000.0&amp;quot;; width=8}, @{Label=&amp;quot;GB Free&amp;quot; ; Expression={$_.FreeSpace/1GB} ; Format=&amp;quot;000.0&amp;quot; ; width=8} , @{Label=&amp;quot;% Free&amp;quot; ; Expression={$_.FreeSpace * 100 /$_.Size}; Format=&amp;quot;00.0&amp;quot; ; width=10}
$frei1 = Get-WmiObject -Class Win32_LogicalDisk -computer $server1 -Filter &amp;quot;DriveType=3&amp;quot;

# Festplatten pro Server
ForEach($frei1 in $frei1) {
$Inhalt1 = $Inhalt1 + &amp;quot;Device &amp;quot; + $frei1.DeviceID + &amp;quot; - Size &amp;quot; + (&amp;quot;{0:N2}&amp;quot; -f ($frei1.Size / 1GB )) + &amp;quot; GB - Free &amp;quot; + (&amp;quot;{0:N2}&amp;quot; -f ($frei1.FreeSpace / 1GB)) + &amp;quot; GB&amp;quot; + &amp;quot;<code>r</code>n&amp;quot;

$Table.Cells.Item($Zeile,1) = $server1
$Table.Cells.Item($Zeile,2) = $datum1
$Table.Cells.Item($Zeile,3) = $Zeit1

$Table.Cells.Item($Zeile,4+$i) = $frei1.DeviceID
$Table.Cells.Item($Zeile,5+$i) = (&amp;quot;{0:N2}&amp;quot; -f ($frei1.Size / 1GB ))
$Table.Cells.Item($Zeile,6+$i) = (&amp;quot;{0:N2}&amp;quot; -f ($frei1.FreeSpace / 1GB))
$i=$i+4
}

echo &amp;quot;Speichern und Schliessen&amp;quot;
$Excel.DisplayAlerts=$False
$Workbook.SaveAs($ExcelFile)
#COM-Objektes beenden
$Excel.Quit()
#COM-Objektes aus dem Speicher entfernen
[System.Runtime.Interopservices.Marshal]::ReleaseComObject($excel)

echo $Inhalt1
# Ende Funktion PlattenSize
} 

Ab der Zeile 37 werden die Variablen definiert und ab der Zeile 45 wird die Excel Arbeitsmappe im Hintergrund geöffnet.  Ab Zeile 53 wird die erste freie Zeile in der do/while-Schleife ermittelt. Die Zeilen 60 bis 67 dienen lediglich Verständnis und Kontrollzwecken bei der manuellen Ausführung des PowerShell Scripts. Ab der Zeile 69 wird das Datum zur Ausführungzeit ermittelt und formatiert der Variablen $datei1 zugewiesen. Zeile 75 bedient sich zum Ermitteln der interessierenden Festplatten dem Befehl Get-WmiObject. Dabei werden als Parameter der Servername und der Festplattentyp übergeben. Die Ergebnisse stehen dann im Array ab $frei1[0] zur Verfügung und werden in ForEach-Schleife Zeile 78 bis 89 pro Festplatte des Servers abgefragt.  Zeile 79 dient wieder zu Kontrollzwecken. Die Zeilen 81 bis 88 beschrieben den Tab des jeweiligen Servers $server1. Ab Zeile 91 wird die Excel Arbeitsmappe wieder geschlossen.

Das Main Programm ruft die Funktionen  ServerListeAusTab als erstes in Zeile 103 auf. Danach wird die Funktion PlattenSize in der do/while-Schleife solange  auf gerufen, bis alle erreichbaren Server (Zeile 108) abgearbeitet sind.

 echo &quot;main&quot;
ServerListeAusTab
$j=0
do {
$server1 = $server[$j]
echo $server1
$ServerErreichbar = Test-Connection -computername $server1 -quiet
if ($ServerErreichbar) {
	PlattenSize
	}
	else {
	#nix
}
echo (&quot;Zähler &quot; + $j)
echo (&quot;Länge Servername &quot; + $server[$j].Length)
$j++
}
while($server[$j].Length -gt 0)
echo &quot;ende main&quot;
# ******************** 

Über die Aufgabenplanung kann das Script regelmäßig aufgerufen werden und damit die Festplattenkapazitäten regelmäßig protokolliert werden.

Folgende anpassbare Excel-Vorlage wird benötigt und kann hier heruntergeladen werden. 

Das Password kann beim Autor hier angefordert werden.

Der zweite Download enthält die Excel-Vorlage und das PowerShell Script aus einem angepasstem Projekt in gezippter Form.

Das Password kann beim Autor hier angefordert werden.

Anleitung Windows Server-Sicherung mit mehreren Festplatten

Das Feature Windows Server-Sicherung (ab Windows Server 2008) besteht aus einer GUI (Bild1) sowie dem Befehlszeilentools (wbadmin).  Beide zusammen bieten einen  Baustein für die Lösung der tägliche Sicherungs- und Wiederherstellungsaufgaben.

Die Software ermöglicht die vollständige Sicherung des Systems auf einen externen Datenträger (bspw. eine USB-Festplatte) oder einer Freigabe im Netzwerk. Bandlaufwerke werden nicht unterstützt. Für die Wiederherstellung einzelner Dateien ist zwar die Windows Server-Sicherung nur suboptimal jedoch im Disaster-Recovery-Zwecke kann es aber nahezu perfekt sein. Vertiefende Aspekte dazu finden Sie u.a. in Bents Blog.

GUI Windows Server-Sicherung
Bild1 GUI

Hinweise zur Erstellung und Bearbeitung des Windows Sicherungszeitplans über die GUI findet man bei Microsoft hier.

Ab Windows Server 2012 können Sie auch ein weiteres Back-up Ziel in der GUI hinzufügen . Wählen Sie dazu auf der Seite Zieldatenträger auswählen die Datenträger aus, die Sie zum Speichern der Sicherungen verwenden möchten, und klicken Sie dann auf Weiter.

GUI2
Bild2 GUI 2 Backup Datenträger hinzufügen

In der Standardeinstellung werden die infrage kommenden Datenträger in der Liste angezeigt. Bei diesen Datenträgern handelt es sich um externe Datenträger, auf die Sicherungen für Notfälle außerhalb des Brandabschnittes in dem die zu sichernde Maschine steht – aufbewahrt werden können. Wenn die Liste leer ist oder die gewünschten Datenträger nicht aufgeführt sind, klicken Sie auf Alle verfügbaren Datenträger anzeigen. Aktivieren Sie in Alle verfügbaren Datenträger anzeigen die Kontrollkästchen neben den Datenträgern, die Sie zum Speichern der Sicherungen verwenden möchten, und klicken Sie auf OK. Aktivieren Sie dann unter Zieldatenträger auswählen erneut die Kontrollkästchen für die Backup-Datenträger.

GUI3
Bild3 GUI3

Die betreffenden Datenträger werden im Windows-Explorer nicht mehr angezeigt, um zu verhindern, dass Daten versehentlich auf den Datenträgern gespeichert und später überschrieben werden und um versehentliche Datenverluste zu vermeiden.

GUI4
Bild4 GUI4

Bewährte Praxis ist die Bezeichnungen der GUI (Beschriftungsinformationen) zu notieren und an jedem externen BackUp-Datenträger physikalisch anzubringen.

Für ältere Systeme kann man sich wie folgt helfen: Wenn man mehrere (Wechsel-)Festplatten für die Datensicherung nutzen möchte, ist die Konfiguration jedoch unter Umständen nicht über die GUI möglich, sondern muss über die Konsole (cmd oder Power Shell) erfolgen.

Windows Server-Sicherung – Wechsel-Festplatten hinzufügen

a. Zuerst die Sicherung via GUI mit dem ersten Sicherungsziel erstellen
b. Jetzt das erste Sicherungsziel (erster Backup-Datenträger) entfernen und den zweiten Backup-Datenträger (zB USB-Festplatte) anschließen.
c. Konsole (PowerShell) als Administrator ausführen
d. Jetzt folgenden Befehl gemäß Bild2 eingeben:

> wbadmin get disks
Bild2 wbadmin
Bild3 wbadmin

Nach einer kurzen Zeit wird eine Liste mit allen Datenträgern angezeigt.

e. Merke oder notiere dir nun die Datenträger-ID der externen Festplattee

f. Nun wird die externe HDD als Sicherungsziel hinzugefügt:

>wbadmin enable backup -addtarget:{0005f107-0000-0000-0000-000000000000}

Die nun folgenden Abfragen mit Ja oder Nein beantworten.

Die Schritte b-f muss man nun für alle Backup-Datenträger durchführen.

Mein Fazit
Auf Grund der Möglichkeit der Sicherung eines Systems zur Laufzeit und der Integration im Betriebssystem (Sicherung und Wiederherstellung) begeistert das quasi kostenlose Produkt. Die sinnvolle Integration in ein mehrstufiges Sicherungskonzept ist leicht möglich.

Typischerweise sichert man Serversysteme immer mehrfach: mit Hilfe der Windows Server-Sicherung zu Recovery-Zwecken und zusätzlich auf Mail-,  Datenbank- und Datei-Ebene mit weiteren Technologien und Backup-Produkten. Man/frau sollte immer bedenken: Eine Wiederherstellung kann immer nur dann zügig funktionieren, wenn bereits im Vorfeld verschiedenste Aspekte bedacht und Rücksicherungen auch erprobt wurden.

Ende!