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Blois 20160617-18

My Camino Orlèans – Bayonne

Hinweise und Links auf die übrigen, realen Etappen finden Sie / findet Ihr hier.

Sechster und Siebter Tag, 17. und 18. Juni 2016

Das Schloss Blois, ein Château aus der Renaissance, das einst von König Ludwig XII. bewohnt wurde, befindet sich in der Stadtmitte von Blois.

Etappe Beaugency-Blois

Beaugency, Saint-Dyé-sur-Loire,  Schloss Chambord, Blois

Beaugency-Blois 49  Fahrradkilometer

Streckenabschnitt insgesamt: 152 Fahrradkilometer

Tatsächliche Route vom Freitag 17. Juni 2016

Beaugency-Blois

Gesamtstrecke: 48285 m
Maximale Höhe: 124 m
Minimale Höhe: 29 m
Gesamtanstieg: 647 m
Gesamtabstieg: -692 m
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Tatsächliche Route vom Samstag 18. Juni 2016

Zu Fuß zum Schloss und durch die Altstadt von Blois.

My Camino, Freitag 17. Juni 2016

Nach dem sehr guten Frühstück satteln wir auf und sitzen bereits um 9 Uhr auf den Sätteln. Beim Bäcker (boulanger) nehmen wir noch ein Baguette für die Mittagspause mit. Anschließend fahren wir vom Place du Martroi runter zur Loire. Ein letzter Blick auf das Château Dunois und die Église Notre-Dame, Beaugency und schon fahren wir den Loire-Radweg entlang Richtung Westen.

Wir haben zunächst 16 °C und es ist dunstig. Zwischendurch gibt’s am Vormittag blaue Löcher am Himmel und es wird immer wärmer.

Fernwanderweg G3, der Jakobsweg an der Loire mit französischer und niederländischer Markierung und der Loire-Radweg verlaufen heute oft gemeinsam.  Der Loire-Radweg  ist bestens ausgeschildert.

Wir fahren oft auf der Deichkrone und trotz leichtem Gegenwind kommen wir sehr gut voran.

Kleine und große Trinkpause in Saint-Dyé-sur-Loire  …

Nach der gemütlichen Kaffeepause verlassen wir für eine Weile das Tal der Loire und machen uns auf den Weg zum Schloss.  Das Schloss Chambord soll das prächtigste aller Loireschlösser sein. Hier machen wir auf einer Parkbank direkt neben dem Schloss Mittagespause. Die Tempertur liegt bei über 20 °C. Zum Ende der Pause verdunkelt sich der Himmel und es fängt an leicht zu regnen. Walli holt Ihren gestern Abend in Beaugency erworbenen gelben Poncho raus. Nach ein paar Tropfen hört der Regen auf und der gelbe Poncho wandert wieder in den Rucksack. Dann kommt doch noch eine kurze Schauer, die wir unter’m Regenschirm auf der Parkbank abwarten. Dann setzen wir unseren Weg fort. Kaum losgefahren, macht der Regen jetzt ernst. Wir schauern an und in einer Hecke. Als nach 10 Minuten das Schlimmste vorbei ist fahren wir los. Wir bleiben auf der einige km langen schnurgeraden Autozufahrt zum Schloss und lassen den Radweg wegen zu viel großer Pfützen rechts liegen.

Inzwischen ist der Himmel wieder blau/weiß und die Temperaturen pendeln um sommerlichen 25 °C. Der Weg zurück zur Loire ist etwas hügelig; aber aufgrund seiner meistens asphaltierten Oberfläche gut machbar. Nur einmal schieben wir aus einem kleineren Ort heraus.

Einige Kilometer vor der Loire  machen wir noch einmal eine Trinkpause in einer überdachten Bushaltestelle. Der Himmel färbt sich während der Rast wieder dunkelgrau und wir beschließen die sich ankündigende Regenschauer hier unter der Überdachung abzuwarten. Aber der Regen bleibt lange Zeit aus. Wir halten unter dem Dach lange aus. Und endlich nach 35 Minuten fängt es an zu regnen. „Gott sei Dank“ haben nicht umsonst gewartet. 😉 Nach 15 Minuten ist auch diese Schauer vorbei und es geht meistens bergab zur Loire. Dann noch ein kurzes Stück der Loire entlang und wir sehen Blois am anderen Ufer.

Die mittelalterliche Skyline von Blois beeindruckt uns. Dann fahren wir über alte Loire-Brücke in Richtung Tagesziel.

Unsere Unterkunft erreichen wir über eine Schleife via der höchsten Erhebung der Stadt am Hotel Hotel Anne De Bretagne vorbei. Unsere Fahrräder stehen im Konferenzraum vom Ibis Center der heute zur Velo-Garage umfunktioniert wird, warm und trocken.

Zum Abendessen gehen wir an der Jesuitenkirche vorbei am Place Victor Hugo in der Bar und Brasserie La Duchesse Anne. Hier im Schatten des Schloss bestellen wir Salat, Nudeln, Wasser und Rotwein. Sie sind sehr gut und preiswert. An das frisch gezapfte belgische Bier „Grimbergen“ könnte ich mich gewöhnen, es versaut aber mit 6,90 € pro halben Liter das Reise-Budget. 😉

Morgen legen wir einen Ruhetag ein. Auch die Fahrräder brauchen etwas Pflege.

My Camino, Samstag 18. Juni 2016

Den ursprünglich geplanten Abstecher zum Château de Cheverny und zum Château de Saint-Loup schenken wir uns, da Blois selbst sehr gut gefällt und heute sehr viel zu bieten hat.

Nach dem Frühstück gehen wir zu Fuß los. Viele Treppen durchziehen die Stadt, die auf mehreren Hügeln errichtet wurde. Wir gehen via der Jesuitenkirche und -schule zum Schlossplatz. Hier haben wir einen wunderbaren Blick auf das Schloss und die Altstadt von Blois. An dieser Stelle ließ Jeanne d’Arc auf dem Weg nach Orléans 1429 Ihre Standarte vom Bischof weihen. Obwohl ich eigentlich Pazifist bin, faszinieren mich die Geschichten und Legenden um diese Freiheitskämpferin mit Ihrem Mut gegenüber der Obrigkeit.

In der Altstadt ist ein großer und prächtiger Wochen-Markt. Wir kaufen für Walli einen Regenhut und hoffen, dass wir ihn nicht mehr brauchen. Das Wetter ist klasse. Wir kaufen außerdem Wurst, Brot, Obst und Wasser. Mehrere Kaffee und unser Mittagessen genießen wir hier. Zeit zum Innehalten. Das Angebot auf dem Markt ist großartig. Darüber hinaus lassen wir gerne die heutigen Fotos sprechen.

Wir brauchen noch etwas Ketten Öl (Chaîne cycliste d’huile) . Auf der Karte zur Route dieser Seite haben wir mit Hilfe der OCM Kartenauswahl den einzigen Fahrradshop in der Umgebung ausgemacht. Der hat tatsächlich heute am Samstag ab 14:30 Uhr wieder geöffnet.  Walli kommt um 14:00 Uhr mit dieser Botschaft vom „Schrauber“ (mécanicien de vélos) des Fahrradladens (magasin de vélos) zurück und ist eine Stunde später erfolgreich mit 125 ml französischem  Zéfal Bio für 7 €  im zweiten Anlauf erfolgreich.

Wir hängen noch etwas in der Unterkunft ab, bevor wir erneut in die Altstadt von Blois aufbrechen. Wir bummeln durch die Einkaufsmeile, bestaunen u.a. die lokalen Maîtres Chocolatiers und die zahlreichen Schuhgeschäfte.   Auf Grund der sehr guten Erfahrungen mit dem gestrigen Abendessen, besuchen wir dieselbe Brasserie „La Duchesse Anne“ erneut und beschließen den Tag mit einem vorzüglichen Salatteller.

Morgen steht die Strecke Blois-Amboise u.a. mit dem Château de Chaumont-Sur-Loire und dem Château D’Amboise auf dem Plan.

Bilder der Tage
Unterkunft

ibis budget Blois Centre
4 Rue Jean Moulin
41000 Blois
Frankreich

Beaugency 20160616

My Camino Orlèans – Bayonne

Hinweise und Links auf die übrigen, realen Etappen finden Sie / findet Ihr hier.

Leider zickt im heutigen Hotel der Zyxel-Router und die DNS-Auflösung im WiFi W-LAN; daher gibt’s leider den Tagesbericht ein paar Tage verzögert.

Fünfter Tag, Donnerstag 16. Juni 2016

Die Stadt Beaugency wurde viermal von den Engländern besetzt, aber in der Schlacht von Beaugency (1429) von französischen öTruppen unter der Führung von Jeanne d’Arc, der Jungfrau von Orléans endgültig befreit.

Etappe Orléans-Beaugency

Orléans, Beaugency

Orléans-Beaugency 33 Farradkilometer

Streckenabschnitt insgesamt: 103 Fahrradkilometer

Tatsächliche Route vom Donnerstag 16. Juni 2016

Orleans – Beaugency

Gesamtstrecke: 33385 m
Maximale Höhe: 132 m
Minimale Höhe: 76 m
Gesamtanstieg: 394 m
Gesamtabstieg: -409 m
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 My Camino, Donnerstag 16. Juni 2016

Wir starten bei 16 °C und zunächst mit einem Himmel grau in grau. Ein letztes Mal grüßen wir die Kathredale und Jeanne. Dann geht’s bergab an den Arkaden vorbei runter zur Loire. Der Jakobsweg und der Loire-Radweg sind heute oft identisch. Lange Abschnitte fahren wir auf der Deichkrone …

Die ersten 15 km ist es trocken und auf der asphaltierten Wegobergläche kommen wir bei 18 °C gut und entspannt voran. Dann fängt es kurz an zu nieseln. Die Loire ist sehr voll.

Kurz bevor wir die Loire überqueren fängt es ordentlich an zu regnen. Wir schauern unter einem Baum am Wegrand. Als der Regen etwas nachlässt fahren wir über die Brücke weiter. Der Regen hört schon auf der Brücke auf.

In Meung-sur-Loire pausieren wir in einer urgemütlichen Bar bei Kaffee, Wurst, Schinken und Käse. Es schmeckt vorzüglich und wir sitzen warm und trocken.

Als wir weiterfahren kommt direkt die nächste Regenschauer. Die Brille beschlägt. Wir verpassen den Loire-Radweg und landen in einer Sackgasse am Sportplatz. Wir bemerken unseren Irrtum, glauben aber, dass die Straße wieder auf den Loire-Radweg führt.  Ein freundlicher älterer Franzose schauert und kommt unter seinem unterstand hervor. Durch Gesten und einen Wordschwall macht er uns freundlich klar, dass wir hier in einer Sackgasse gelandet sind. Wir bedanken uns höflich, drehen rum und fädeln uns in die richtige Ortsausfahrt in den Loire-Radweg ein.

Der folgende Wegabschnitt ist geschottert und die Wasseraufnahme des Weges ist an vielen Stellen vom Regen der letzten Tage erschöpft. Für heute hört zwar der Regen auf, die Pfützen aber bleiben.  Meterlange „kleine Seen“ und Morast auf dem Weg bremsen uns mächtig aus. Oft müssen wir schieben, da der Grund nicht immer erkennbar ist. Viele Kilometer absolvieren wir eine echte Pfützen-Rally. Wir sind froh als wir kurz vor Beaugency wieder asphaltierten Untergrund unter den Rädern haben.

Am Ortsrand von Beaugeny wird das Wetter schön. Der Himmel ist blau/weiß und die Sonne scheint. Sofort wird es wieder warm. Wir fahren in das Ortszentrum hoch und halten an der Tourist-Information. Hier bekommen wir direkt einen schönen Pilgerstempel. Im kleinen Laden gegenüber füllen wir unsere Wasservorräte auf und kaufen ein Kilogramm Aprikosen. Wir stillen unseren Durst und schieben unsere Räder in der schönen Kleinstadt zum Zentrum.

Unterwegs kaufen wir noch einen gelben Regenponcho für Walli. Im Spar kaufen wir noch ein Kilogramm Äpfel. Anschliessend geniessen wir auf dem Place du Martroi die Sonne und belohnen uns für unsere überstandene Pfützen-Rally in der Brasserie mit je zwei Double Café.

Das Hotel liegt gleich um die Ecke. Wir wohnen im 2. Stock recht komfortabel. Allerdings läuft das WiFi nicht richtig. Ich versuche meinen UMTS-Router alternativ in Betrieb zu nehmen; aber auch dafür reicht die Signalqualität des Mobil-Netzes nicht aus. Ich gebe einen Hinweis im Blog etwas mühsam per Handy ein. Auf dem zentralem Platz im Ort reicht die Signalqualität dafür gerade so.

Walli macht derweil einen Foto-Spaziergang durch die Altstadt und kommt nach einer Stunde mit wunderschönen Bildern zurück.

Wir füllen unseren Mineralienhaushalt ab 18 Uhr auf und essen ab 19 Uhr  vorzüglich in der Brasserie, die wir schon vom Nachmitttag kennen.  Den Abend verbringen wir entspannt ohne Internet und Blog.

Dieser Tagesbericht wurde zwei Tage später in Blois am Samstagabend vervollständigt. Hier im Ibis ist das WiFi einwandfrei.

Bilder des Tages
Videoschnipsel des Tages

Unterkunft

L’Écu de Bretagne
5 Rue de la Maillé d’Or
45190 Beaugency
Frankreich