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Beaumont-en-Véron 20160622

My Camino Orlèans – Bayonne

Hinweise und Links auf die übrigen, realen Etappen finden Sie / findet Ihr hier.

Elfter Tag, Mittwoch 22. Juni 2016

Die Einwohner vom heutigen Tagesziel  Beaumont-en-Véron werden Bellimontois(es) genannt..

Etappe Azay-le-Rideau – Beaumont-en-Véron

Azay-le-Rideau, Rigny-Ussé, Avoine, Beaumont-en-Véron

Azay-le-Rideau – Beaumont-en-Véron 36 Fahrradkilometer

Streckenabschnitt insgesamt: 311 Fahrradkilometer

Tatsächliche Route vom Mittwoch, den 22. Juni 2016

Azay-le-Rideau – Beaumont-en-Véron

Gesamtstrecke: 35635 m
Maximale Höhe: 55 m
Minimale Höhe: 32 m
Gesamtanstieg: 235 m
Gesamtabstieg: -242 m
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My Camino am Mittwoch, den 22. Juni 2016

Unsere Unterkunft in Azay-le-Rideau ist wirklich ausgezeichnet. Das unterstreicht auch noch mal das hervorragende Frühstück. Das Hôtel de Biencourt können wir wirklich sehr empfehlen.

Schon gestern haben wir mitbekommen, dass hier viele Radfahrer übernachten. Dieser Eindruck verfestigt sich beim Frühstück und beim Aufsatteln. Es sind sehr viele deutsche Radfahrer mit Gepäcktransport dabei.

Um 9:15 Uhr schieben wir los. An der Hauptstraße kaufen wir noch Wasser und ein Baguette.

Die heutige Route folgt zunächst dem Hinweg, natürlich in umgekehrter Richtung. Es sind bereits 25 °C und es wird aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit schnell schwül. Das finden die Stechmücken toll. Entlang der versumpften Wasserläufe sind sie in übergroßer Zahl vorhanden und sind für uns Menschen lästig.

Kurz vor Brèhèmont kreuzen wir noch mal den Nebenfluss L’Indre und queren den Le Vieux Cher und erreichen dann wieder die Loire. In Brèhèmont selbst machen wir schon eine erste Trinkpause. Hier holen uns auch die Pauschal-Radfahrer wieder ein. Wir fahren weiter am und auf dem Loire-Deich entlang und kommen sehr gut voran.

Der kurze Abstecher zum Château D’Ussé, Rigny-Ussé, das zu den bekanntesten der französischen Loireschlösser gehört, wird uns vor allem wegen der vielen Mücken in Erinnerung bleiben. Der L’Indre macht sich vor dem Schloss breit und bietet wohl hier eine lokale Hochburg für die diesjährige Mückenpopulation.  Den Kaffee am Eingang des Schlosses trinken wir schnell aus. Es ist über 30 °C warm und extrem schwül. Trotz des drohenden Gewitters wollen wir den Mücken kein Blut mehr spenden und eilen zum Loire-Deich zurück. Der leichte Regen während der Weiterfahrt ist uns willkommen, er bringt eher eine Abkühlung und vertreibt nach und nach die Mücken.

Kurz vor der Mündung des L’Indere in die Loire ist die Weiterfahrt auf dem Deich und der D7, wegen des Hochwassers noch gesperrt. Wir folgen der Rad-Umleitung, die für uns eine Abkürzung zum heutigen Tagesziel ist.

Am Abzweig zu Avione machen wir in einer Bushaltestelle eine Pause. Das ferne Gewitter und der leichte Regen haben längst aufgehört. Walli sammelt  Kräuter am Straßenrand. Mit Spitzwegerich behandeln wir unsere zahlreichen Einstiche. Das hilft und unser Juckreiz lässt tatsächlich nach. Es sind nur noch knapp 8 Kilometer bis zur heutigen Unterkunft.

Als wir bereits kurz nach 13 Uhr ankommen ist es wieder extrem schwül und drückend. Unser Zimmer in dem alten Gemäuer ist angenehm kühl und wir haben sogar ein schnelles Internet. Der Hotelier des alten Landhauses serviert uns zwei Liter Wasser auf dem Zimmer. Einziger Wehrmutstropfen: das ehemalige Weingut liegt weit vom Schuss und das Restaurant hat heute Ruhetag. Aber wir haben ja noch unser Baguette und die Müsliriegel für solche Fälle. Trotz kurzer Tagesetappe können wir uns wegen des drohenden Gewitters nicht aufraffen noch mal einige Kilometer zum nächsten Ort zu fahren.

Im Laufe des Nachmittages trocknen wir unsere Klamotten und Walli macht einen kleinen Fotorundgang. Die Schwüle und die Mücken haben sich verzogen. Es ist herrlich ruhig hier. Die Vögel zwitschern prächtig.  Ab und zu treffen noch andere Gäste ein. Und gelegentlich unterbricht die Außenklingel des Hoteltelefons diese Ruhe und Idylle nur kurz. – Hier kann man/frau prima Innehalten!

Morgen geht’s entlang der Vienne zurück zur Loire und dann weiter über Montsoreau nach Saumur.

Bilder des Tages
Unterkunft

Logis Manoir De La Giraudière
15 Rue de la Giraudière
37420 Beaumont-en-Véron
Frankreich

Azay-le-Rideau 20160621

My Camino Orlèans – Bayonne

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Zehnter Tag, Dienstag 21. Juni 2016

Die Einwohner Azays werden Ridellois bzw. Ridelloises genannt.

Etappe Tours – Azay-le-Rideau

Tours, Les Fontaines, Le Petit Port Cordon, Le Grand Moulin, Savonnières,  Villandry, La Fillonnerie , La Chapelle-aux-Naux, Lignières-de-Touranie, Azay-le-Rideau

Tours – Azay-le-Rideau 46  Farradkilometer

Streckenabschnitt insgesamt: 275 Fahrradkilometer

Tatsächliche Route vom Dienstag, den 21. Juni 2016

Tours – Azay-le-Rideau

Gesamtstrecke: 45812 m
Maximale Höhe: 78 m
Minimale Höhe: 35 m
Gesamtanstieg: 435 m
Gesamtabstieg: -412 m
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My Camino am Dienstag, den 21. Juni 2016

Unsere Räder holen wir nach dem sehr guten Frühstück aus der Tiefgarage und satteln bequem auf. Der Himmel ist grau; aber es ist warm und trocken. Besser es ist warm und es regnet nicht. Die Luftfeuchtigkeit ist sehr hoch, deshalb trifft das Eigenschaftswort „trocken“ es nicht so ganz. Wir starten bei knapp 20 °C.

Zunächst steuern wir nochmal die Innenstadt an. Bäcker und Tourist-Information am Bahnhof sind heute unsere ersten Stationen. Dann folgen wir mehrere Kilometer dem Radweg an der schnurgeraden Avenue de Grammont aus der Stadt Tours heraus – bis zum Fluss Cher.  Hier verlassen wir den Jakobsweg, der vor dem Fluss Cher rechts ab geht. Wir überqueren den Cher und folgen dem Fluss viele Kilometer. Die Flusslandschaft mit Ihren Siedlungen und kleinen Orten  beeindruckt uns wegen ihrer Urbanität.

Der Fluss hat einen hohen Wasserstand. Es gibt viele temporäre Sümpfe. Reste der Überflutungen von den letzten Tagen sind an vielen Stellen zu erkennen. Wir haben Glück, dass wir erst heute hier lang kommen. Das Hochwasser hatte den Radweg an vielen Stellen offensichtlich überspült. Wir haben aber wieder freie Rad-Fahrt. Auf den überwiegend sehr guten Radwegen kommen wir flott voran. An malerischen Stellen machen wir Trinkpausen.

In Savonnières machen wir Mittag mit Kaffee und den aus Tours  mitgebrachten Baguette. Hier treffen wir auf viele Radfahrer. Es ist sommerlich warm und die Feuchtigkeit der frühen Morgenstunden hat sich aufgelöst.

Kurze Zeit später erreichen wir das Schloss Villandry, Für die berühmten Gärten auf drei Ebenen haben wir keine Zeit; aber für zwei Kaffee im Straßencafé reicht unsere Zeit natürlich immer. Hier könnten wir zum Tagesziel abkürzen, wir entscheiden aber die geplanten Route entlang der Loire-Nebenflüsse Cher und Indres fortzusetzen. So setzen wir unsere Fahr auf der Deichkrone des Cher fort.

Bei La Fillonnerie mündet die Cher in die Loire. Wir folgen ab hier dem Loire-Radweg auf der Deichkrone. Im Ort La Chapelle-aux-Naux beeindrucken uns an dem großflächigem Sumpf die Amphibien mit Ihren Geräuschen. Wir halten an und machen ein paar Ton- und Filmaufnahmen.

Über die D57 und Lignières-de-Touranie fahren wir der D7 folgend rüber zum Nebenfluss L’Indre. Da wir die Wasserscheide der Nebenflüsse queren ist da natürlich mal wieder  eine kleine Bergprüfung angesagt. Es bleibt dabei den ganzen Tag regenfrei. Wasser gibt’s aber durch die Flüsse und Sümpfe genug.  Da bleiben natürlich unterwegs die Mücken nicht aus.

Auf den letzten Kilometern fahren wir wieder der D57 bis zum Tagesziel entlang. Vorher kommen wir noch am Schloss Château de L’Islette vorbei.

Bevor wir im Hotel einchecken machen wir noch eine entspannte Kaffee- und Wasserpause in der Altstadt und schauen in der Tourist-Information vorbei.

Das Hotel inmitten der Altstadt nahe dem Schloss Château D’Azay-le-Rideau ist mal wieder ganz nach unserem Geschmack. Ebenerdiges Zimmer mit Garten. Betont freundlicher und aufmerksamer Empfang. Ein geräumiges Zimmer. Perfektes WiFi. Zur Krönung auch ein Super-Bad mit geräumiger Dusche und ein großes Waschbecken. Das steht dem Waschtag und dem Duschen nichts im Wege. – Super!

Wir essen heute in der einfachen Brasserie Le Petit Gousier in der Rue Balzac schräg gegenüber vom Hotel in der Altstadt.

Am Nachbartisch sitzen Trudi und Simon zwei südholländische Privatiers mit denen wir ins Gespräch kommen. Die beiden sind auch mit dem Fahrrad unterwegs. Da gibt es reichlich  Gesprächsstoff für eine lange und angenehme Unterhaltung.

Heute ist Sommersonnenwende. Die Bewohner von Azay le Rideau feiern dies mit einem Musikfest. Zuerst spielt in Hörweite eine etwas holzlastige Blaskapelle. Später gibt es Blues mit einer Live-Band.

Morgen geht es am Fluss Indre weiter über den Fluss Cher zurück zur Loire nach Avoine und nach Beaumont-en-Véron an den Fluss La Vienne einen weiteren Nebenfluss der Loire.

Bilder des Tages
Videoschnipsel des Tages

Unterkunft

Hôtel de Biencourt
7, rue Balzac
37190 Azay le Rideau
Frankreich