Les Sables D’Olonne 20160707

My Camino Orlèans – Bayonne

Hinweise und Links auf die übrigen, realen Etappen finden Sie / findet Ihr hier.

Sechsundzwanzigster Tag, Donnerstag 7. Juli 2016

Heute am 26. Tag ist Bergfest und unser Etappenziel ist am 7.7.16 die Hafen-, Fischer- und Badestadt Les Sables D’Olonne. Im Sommer wächst die Population um ein Vielfaches an. Besonders französische und englische Touristen, aber auch einige Deutsche und Niederländer kommen in Frankreichs zweitgrößten Badeort.

Etappe Saint-Gilles-Croix-de-Vie – Les Sables D’Olonne

Saint-Gilles-Croix-de-Vie, Bretignolles-sur-Mer, Champclou, Les Sables D’Olonne

Saint-Gilles-Croix-de-Vie – Les Sables D’Olonne 40  Fahrradkilometer

Streckenabschnitt insgesamt: 765 Fahrradkilometer

Tatsächliche Route vom Donnerstag, den 7. Juli 2016

Saint-Gilles-Croix-de-Vie – Les Sables D’Olonne

volle Distanz: 39501 m
Maximale Höhe: 30 m
Minimale Höhe: -14 m
Gesamtanstieg: 544 m
Gesamtabstieg: -518 m
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My Camino am Donnerstag, den 7. Juli 2016

Mit dem gestrigen Beginn der Sommerferien hier in Frankreich wird es nun hier am Atlantik voller. Im Hotel ist aber noch alles sehr entspannt. Wir satteln bequem auf. Das Wetter ist super schön. unser Hotel liegt direkt an der Route. Um kurz vor 9 Uhr fahren wir Richtung Innenhafen und Altstadt los. Wir halten kurz beim Bäcker. Ich hole zwei schlanke Baguettes. Neben dem Bäcker ist ein interessantes Sardinengeschäft mit einem reichhaltigen Angebot. Am Yachthafen halten wir nochmal kurz für ein paar Fotos. Und schon liegt Saint-Gilles-Croix-de-Vie im Rücken.

Der Fahrradweg führt zunächst an den Küstenflüssen Vie und  Le Juanay und im weiteren Verlauf abwechselnd an den Dünen entlang und ab und zu durch den Wald. Es ist ein munteres auf und ab auf der überwiegend gut befestigten Schotterpiste.

Beim Badeort Bretignolles-sur-Mer folgen wir weiter dem Radweg der direkt an der Atlantikküste mit ihren Klippen und Sandstränden malerisch entlang führt. Hier machen wir in einer Bar eine Kaffee- und Wasserpause. Beim Weiterfahren hatte meine Walli Ihren Rucksack hängen lassen, aber der benachbarte Wirt und andere Gäste rufen freundlich hinter uns her.

Es geht weiter durch das auf und ab des geschotterten Dünenradweges und durch eine herrliche Küstenlandschaft. Zwischendurch fahren wir ein Stück die D80. Die hat zwar keinen Radweg, aber auf dem frischen Asphalt kommen wir in der Mittagshitze sehr zügig voran. In Champclou fädeln wir uns wieder auf den Vélodyssée-Radweg ein. Es geht diesmal durch eine offene Sumpflandschaft und Salinen weiter. Dies ist einer der weiteren schönen Abschnitte der heutigen Route. 

Weiter geht es wieder auf einer Waldpiste, wie gehabt.  Zu Beginn dieses Etappenabschnitts ist es Zeit für unsere Mittagspause. Wir suchen einen Holztisch mit Bank im Halbschatten.  Die Sonne brutzelt ordentlich. Wirklicher Schatten ist  heute Mittag nicht zu finden. Es gibt Baguette und weichgewordenen Käse aus Wallis Rucksack. Das Wasser ist inzwischen auch schön lauwarm.

Auf zum Endspurt, der sofort mit einer Steigung beginnt. Wir lassen zunächst ein freundlich grüßendes jüngeres – auch schwer beladenes – Trekkingpärchen vor. Die junge Madam ist aber wohl noch nicht in Form. An den Hügeln quält sie sich und wird selbst mir zu langsam. Ein paar Hügel später setzen wir zum Überholen an und lassen die beiden etwas stolz hinter uns.

Heute auf keinen Fall zwischendurch den Geburtstagsanruf bei Schwiegermutter (*1929) vergessen. Das schaffen wir aber bei einer letzten Ruhepause auf einer Bank am Oczean,  bevor wir die Stadt ansteuern. Ah, da holt uns das junge Pärchen wieder ein. Er grüßt erneut freundlich. Ich glaube sie ist nicht mehr so gut drauf und fährt an uns verbissen wirkend vorbei. 😉

Innerhalb von Les Sables fahren wir einen weiten Bogen, diesmal um das Hafenbecken zu umrunden. Die stärker frequentierten Straßen haben teils baulich vom Rest der Fahrbahn abgetrennte Radfahrstreifen. Schließlich erreichen wir die Altstadt, die auf einem Landvorsprung am Meer liegt. Hier machen wir eine weitere unserer geliebten Trinkpausen mit kühlem Wasser und Kaffee. Dann geht’s noch mal am Hafen lang in einem weiteren Bogen zum Hotel. Die Unterkunft liegt am Hügel und die Fahrräder hängen auf dem Hotelparkplatz heute angeschlossen senkrecht am Haken.

Wir merken, wie erwartet, dass die französischen Ferien begonnen haben. An der Promenade und am Strand ist es ordentlich voll. Später erzählt uns ein Kellner deutscher Abstammung, dass heute für zweieinhalb Monate ein harter Einsatz („Krieg“) beginnt.  Wir wählen ein Restaurant auf einer Empore und können bei Meerblick entspannt zu Abend essen.

Auf dem Rückweg kaufen wir noch gekühltes Wasser und ergänzen vor dem Wochenende unser Bargeld. Aus der Ferne sehen wir, dass die Band für die Siegesfeier des Halbfinales Frankreich – Deutschland auf der Promenade aufbaut. Der deutschstämmige Kellner zieht mutig mit einem deutschen Trikot in den Abend.

EM 2016 – Halbfinale

Deutschland : Frankreich 0 : 2

Da müssen die deutschen Fußball-Stars nach Hause; aber wir Fahrrad-Pilger bleiben noch für über 20 Tage hier in Frankreich!

Bilder des Tages
Videoschnipsel des Tages

Unterkunft

Citotel Hotel Arc en Ciel SPA
13 Rue Chanzy
85100 Les Sables d’Olonne
Frankreich

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