2015-07-22 Neununddreissigster Tag: Rückreise Paris – Trier

Details zur Rückreise findest Du hier.
Den gesamten realen Verlauf der Hinreise findest Du hier.

Rückreise Paris – Thionville – Perl – Trier 22.07.2015

Tatsächliche Routen vom 22.07.2015
Tageskilometer:
Paris Hotel – Ost Bahnhof Paris: 0,25 km
Thionville – Perl: 35,5 km
Trier- Hotel:  0,25 km
Bahnkilometer: ca. xxx km Paris – Thionville (Luftlinie ca. 284 km)
Bahnkilometer: ca. 48 km Perl – Trier (Luftlinie ca. xxx km)
Streckenabschnitt (mit dem Fahrrad) insgesamt: 1.496 km.

volle Distanz: 35252 m
Maximale Höhe: 175 m
Minimale Höhe: 147 m
Gesamtanstieg: 242 m
Gesamtabstieg: -261 m
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My Camino

Mit dem TGV geht’s heute auf der Strecke Paris – Luxemburg Richtung  Heimat. Auf dem Bahnhof Paris Gare de L’Est am Bahnsteig 26 frage ich nach, wo dann das Fahrradabteil im gerade bereitgestellten TGV ist. Die Beschriftung ist sehr dezent. Es ist im Wagen 11 direkt hinter der Look. Die Reservierung ist für das Fahrrad im TGV Pflicht. Geht aber zur Zeit nicht online. Da noch Plätze frei sind, darf ich im Zug die Fahrradmitnahme für 20,- € nachlösen. Der Einstieg in den TGV ist einfacher, da die Türen breiter und es nur zwei Stufen sind.

Unterwegs in Metz steigt ein zweiter sehr gut ausgerüsteter  Fahrradfahrer zu. Ich helfe ihm selbstredend beim Einsteigen.  Es ist Bill aus Sydney in Australien. Er ist dieses Jahr von Juli bis September in Europa unterwegs und hat sein Fahrrad auf einem Passagierschiff über Korea und London mit gebracht. Er will noch über Wien nach Rom pilgern.  Wir haben einander viel zu erzählen.

In nur zwei Stunden legt der TGV die Strecke zügig zurück. In Thionville hilft mir Bill beim Aussteigen.

Kurz danach bin ich auf dem Moselradweg Richtung Perl. Unterwegs überhole ich zwei Frauen aus Thüringen. Wir treffen uns später auf der Strecke mehrfach. Sie sind mit dem Zug gestern über Metz aus Thüringen gekommen und haben heute Ihre Mosel-Fahrradreise in Thinoville gestartet.

In Malling mache ich kurz vor der Moselbrücke eine Trinkpause. Mein Route führt mich dieses mal nicht über Schengen, wie auf dem Hinweg. Ich passiere die beinahe unsichtbare Grenze Frankreich/Deutschland kurz vor Perl gegenüber von Schengen. In Perl mache ich fast direkt am Bahnhof Mittagspause in einem traditionellen Gasthof. Von hier aus sieht man Schengen und den Bahnhof Perl. Kurz danach treffen auch die beiden Thüringerinnen im Gasthof ein, nehmen am Nachbartisch Platz und wir kommen nach dem Essen ins Gespräch.

Am kleinen Bahnhof Perl spricht mich ein Ehepaar aus dem Sauerland an. Sie machen Sternfahrten mit dem Fahrrad von Trier aus. Sie warten schon lange auf den Zug nach Trier. Sie fragen nach den Abfahrzeiten. Mit Hilfe mein Bahn-App kann ich helfen und schon kommt auch der Zug. Wir steigen zusammen ein und fahren zusammen nach Trier. Natürlich kommen wir ins Gespräch übers Fahrradfahren allgemein und übers Fahrradpilgern in meinem speziellem Fall.

Im Hotel werde ich bereits erwartet. Heute morgen hatten sie schon eine Mail geschickt und gefragt, ob mich mein Zimmer 102 von der Hinfahrt wieder haben möchte. Nach dem Anmelden ziehe ich mich schnell um und trinke unten im Lokal erst mal eine selbst gemachte Limonade. Während dessen kommen fahrradfahrende Jakobspilger aus dem Bahnhof Trier und sind schnell weiter, noch bevor ich ihnen ein „Buen Camino“ zurufen kann. Anschließend geh‘ ich noch rüber zum Chinesen eine Wan-Tan Suppe essen, die hab ich von der Hinfahrt noch in bester Erinnerung. Auch die drei Bier runden diesen Rückreisetag ab.

Morgen ist der vierzigste und letzte Tag dieses wunderbaren Streckenabschnitts. Es geht mit der Bahn über Trier, Koblenz, Duisburg und Voerde zurück in die Heimat.  Ab Voerde dann das letzte Stück mit dem Fahrrad nach Hünxe.

Bilder des Tages

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