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Lippeaue Wesel

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Neuer Radweg Lippeaue Wesel

Neuer Radweg Lippeaue Wesel 4,5 km
Kurz vor der Lippemündung in den Rhein

Hinweis: Für eine Vollbildansicht klicken Sie / klickst Du bitte in der Karte oben rechts auf das weiße Rechteck.

volle Distanz: 4543 m
Maximale Höhe: 30 m
Minimale Höhe: 18 m
Gesamtanstieg: 37 m
Gesamtabstieg: -32 m
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Trainingsrunde Lippeaue

Hünxe, Voerde, Rhein, Friedrichsfeld, Lippeaue, Lippe, Krudenburg, Hünxe 50 km

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volle Distanz: 49681 m
Maximale Höhe: 40 m
Minimale Höhe: 16 m
Gesamtanstieg: 397 m
Gesamtabstieg: -386 m
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Bericht

Um nach unserer langen Pilgerreise von Orléans nach Bayonne in Frankreich die Form nicht zu verlieren, starte ich heute von zu Hause zu einer Trainingsrunde an Rhein und Lippe. Hauptziel ist der neue Radweg in der Lippeaue in Wesel.

Zuerst geht’s auf bekannter Route zum Bahnhof Voerde. Dort will ich am Kiosk meine Fahrkarte für die Anreise von Voerde nach Empel-Rees für die Pilgertour am kommenden Sonntag und Montag in Emmerich und von Nijmegen nach Xanten kaufen.

Nach 11 Fahrradkilometern bin ich am Voerder Bahnhof. Die Fahrkarte will ich hier kaufen, da die Bahnstrecke Voerde – Empel-Ress nicht online gebucht werden kann. Ich habe bezüglich des Fahrkartenkaufs bei einem Menschen Pech, denn der Kiosk macht noch bis zum 19.8.16 Ferien. Deshalb ziehe ich meine Fahrkarte mit zusätzlicher Radfahrkarte am Fahrkartenautomaten. Der zickt zwar bei der Annahme meiner Bahncard, aber die Fahrkarte für den 21.8.16 kommt aus dem Schacht. Sie ist bereits für den 21.8.16 entwertet. Die Radkarte für 3,80 €, die ich im gleichen Buchungsvorgang mit ziehe trägt merkwürdigerweise die Entwertung schon für heute – komisch.

Ich folge anschließend der Bahnhofstraße und fahre über Löhnen und die Mommbachniederung zum Rhein.

Weiterer Text folgt …

Bilder des Tages

Hinweis: Wenn Sie zufällig abgebildet sein sollten, stellen wir Ihnen das Foto / die Fotos, auf denen Sie selbst zu sehen sind, für Ihre privaten Zwecke gern kostenlos zur Verfügung und – auf Ihren Wunsch hin – löschen wir solche Bilder natürlich sofort. Benutzen Sie dazu die Kontakt-Seite.

folgen …

OJ0 Hünxe-Ulm

Pilgern mit dem Fahrrad von
Ulm nach Konstanz am Bodensee

Die Planung zum Oberschwäbischen Jakobusweg  Route Ulm-Konstanz finden Sie / findet Ihr hier.

Samstag, 30. April 2016

Fahrradkilometer:  11 km + 4 km = 15 km
Gesamt-Fahrradkilometer: 15 km

OJ0 Anreise Hünxe-Ulm

Tatsächliche Route Hünxe-Voerde
11 km

volle Distanz: 11101 m
Maximale Höhe: 42 m
Minimale Höhe: 24 m
Gesamtanstieg: 76 m
Gesamtabstieg: -86 m
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Aufstehen ist heute schon um 4:45 Uhr angesagt. Nach meinen zwei Kaffee und dem Aufsatteln geht’s schon früh in Richtung Bahnhof Voerde los. Es fällt leichter Nieselregen.  Bei knapp 7 °C muss man sich halt warm fahren. Handschuhe und Unterhelmmütze helfen mir auch an diesem Samstag morgen. Da ich schon um 5:35 Uhr im Sattel sitze kann ich kurz vor’m Bahnhof Voerde noch beim Bäcker halt machen, mein Brötchen für später einkaufen und es ist auch noch Zeit für eine Tasse Kaffee. Die Lowrider und die Quertasche habe ich heute zu Hause gelassen.

Rechtzeitig vor der Abfahrt um 6:52 Uhr komme ich auf der alt bekannten Strecke am Start-Bahnhof in Voerde an. Der Kiosk ist am Wochenende geschlossen. Die Fahrkarte habe ich online gebucht und liegt auch auf meiner Handy-App der DB.

Voerde – Ulm mit dem Zug

Voerde(Niederrhein) 23.04. ab 06:52 Gleis 1
Duisburg Hbf 23.04. an 07:18 Gleis 3
RB 30517

Duisburg Hbf 30.04. ab 07:34 Gleis 2
Ulm Hbf 30.04. an 12:53 Gleis 2
EC 115 Fahrrad, Wg. 265, Pl. 158
Fahrrad, Res.Nr. 8025 3008 8463 12

Das Wetter wird während der Bahnfahrt immer besser. Ab Koblenz scheint die Sonne.

Mit meinem UMTS-Router habe ich auch in diesem in die Jahre gekommenen EC ein eigenes WLAN und kann diese Seite beginnen.

Da das Wetter klarer wird, klappe ich den Klapp-Computer (Laptop) zu und schaue lieber aus dem Fenster. Die vorbeiziehenden Weinberge erinnern mich an meine große 40 tägige Tour im letzten Jahr: von zu Hause aus,  den Rhein runter, die Mosel rauf und quer durch Frankreich bis zur Loire.

OJ0 Mitgliederversammlung
Deutsche St. Jakobus-Gesellschaft e.V.

In Ulm komme ich um kurz vor 13 Uhr an. Hier will ich heute Nachmittag an der Mitgliederversammlung der deutschen Jakobus-Gesellschaft e.V. teilnehmen. Der Bahnsteig in Ulm ist sehr lang und Rampen führen über Tunnel zum Ausgang. In Ulm gibt es zwar im April zwei Fahrradaktionstage; aber eine fahrradfreundliche Stadt ist Ulm sicher nicht. Fahrradwege am Bahnhof Ulm sind rar. Vom Bahnhof schiebe ich daher mein Fahrrad lieber durch die Fußgängerzone direkt zum Pfarrhaus Wengen.

Rechtzeitig vor dem offiziellen Beginn um 13:30 Uhr registriere ich mich und erhalte meine Stimmkarte. Ein Blick in die Runde des Veranstaltungssaales im Kellergeschoß macht mir klar: Mit meinen 64 Lenzen ziehe ich den Altersdurchschnitt der anwesenden Mitglieder stark nach unten. 😉 Ohne Interna ausplaudern zu wollen, die Demographie ist sicher das kleinste Problem dieser Gesellschaft. Nach 45 Minuten Desorganisation und juristische Vereinskrämerei verlasse ich enttäuscht vorzeitig die Veranstaltung. Ich schiebe mein Rad durch das Wengenviertel und fahre in  Richtung Innenstadt und das alles überragende Ulmer Münster.

Rund ums Ulmer Münster

Rund um das Ulmer Münster ist am heutigen Samstagnachmittag der Bär los. Viele Menschen sind unterwegs, kaufen ein, sitzen in den Cafés, besichtigen den höchsten Kirchturm der Welt und genießen die Frühlingssonne.

Ich umkreise den Dom, pardon das Münster und bin schwer beeindruckt. Pilgerstempel habe ich heute nicht mehr geschafft. Schön gestaltete Pilgerstempel soll es u. a. an der Pforte des Ulmer Münsters, in der Jakobuskirche in Grimmelfingen und im Cursillo-Haus geben. Da sollte am morgigen 1. Mai-Sonntag hoffentlich noch was gehen.

volle Distanz: 2710 m
Maximale Höhe: 521 m
Minimale Höhe: 462 m
Gesamtanstieg: 88 m
Gesamtabstieg: -75 m
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Mein Unterkunft das Hotel Ulmer Spatz ist ein traditionsreiches Haus und liegt direkt im Herzen der Stadt, neben dem Münster. Ein Zimmerfenster-Ausblick ganz nach meinem Geschmack – à propos Geschmack: ich nutze natürlich die Gelegenheit und esse im Restaurant des Hauses schwäbisch. Zu den süffigem, traditionellen Export-Bier bestelle ich mir eine schwäbische Tafelspitz-Fädle-Suppe. Als Hauptgericht probiere ich Linsen UND Spätzle. Alles drei eine allerbeste Wahl. Ich bin mit dem traditionellen Essen, der Küche und dem Service sehr zufrieden und habe die Farce vom Nachmittag damit fast erfolgreich verdrängt.

Jedoch am Ende des Tages geht mir die Geschichte mit dem Ulmer Spatzen nochmal durch den Kopf. Da drängen sich mir zum dem Kasperletheater vom Nachmittag gleichnishafte Parallelen auf.

Bilder des Tages

Unterkunft

Hotel Ulmer Spatz
Münsterplatz 27
89073 Ulm
Deutschland

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Wochenendtour 3. und 4. April 2016

Wochenendtour
Voerde-Bochum-Wattenscheid-Hünxe

Meine erste 2-tägige Fahrradtour dieses Jahr hab ich am ersten Aprilwochenende bei überwiegend sehr schönem Frühlingswetter fahren können.

Details finden Sie / findet Ihr hier und hier:
Storchentour in Voerde am 03.04.2016
Bochum-Wattenscheid-Bochum am 03.04.2016
Bochum Hünxe am 04.04.2016
Video: Vegane Reispfanne auf dem Spirituskocher
Vegane Reispfanne auf dem Spirituskocher

Bochum-Huenxe

Hünxe – Voerde – Bochum – Wattenscheid – Hünxe

Am Sonntag, den 3. April 2016 war ich in Voerde, Bochum und Wattenscheid unterwegs. In Voerde war ich bei bestem Frühlings-Wetter vormittags Störche anschauen und in Wattenscheid stand abends der Pilgerstammtisch Ruhrgebiet an.

Am Montag, den 4. April 2016  bin ich von Bochum mit dem Fahrrad nach Hünxe bei überwiegend angenehmen Frühlingswetter zurückgefahren. Das waren sehr schöne 47 km mit dem Fahrrad.

Streckenverlauf

Fahrrad: Hünxe-Voerde
Zug: Hünxe-Duisburg-Bochum
Fahrrad: Bochum-Wattenscheid-Bochum
Fahrrad: Bochum, Gelesenkirchen, Gladbeck, Bottrop, Kirchellen, Hünxer Wald, Hünxe

Fahrradkilometer insgesamt: 98 km

Storchentour Hünxe-Voerde

Weitere Infos zur Storchentour und Video finden Sie hier.

volle Distanz: 26846 m
Maximale Höhe: 42 m
Minimale Höhe: 16 m
Gesamtanstieg: 218 m
Gesamtabstieg: -237 m
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Voerde-Bochum

Voerde(Niederrhein) 03.04. ab 14:52 Gleis 1
Duisburg Hbf 03.04. an 15:18 Gleis 3
RB 30541

Duisburg Hbf 03.04. ab 15:33 Gleis 11
Bochum Hbf 03.04. an 15:54 Gleis 5
IC 1920
1 Fahrrad, Wg. 14, Pl. 126, Fahrrad,
Res.Nr. 8024 2007 3558 93

Die Jugendherberge liegt unweit des Bochumer Bahnhofs im sogenannten Bermuda-3-Eck.

volle Distanz: 1526 m
Maximale Höhe: 100 m
Minimale Höhe: 91 m
Gesamtanstieg: 5 m
Gesamtabstieg: -11 m
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Training und Etappe Bochum-Wattenscheid-Bochum

Da ich bis zum Beginn des Pilgerstammtische noch etwas Zeit hatte, habe ich auf dem Weg von Bochum nach Wattenscheid bei schönem Frühlingswetter im Bereich der Bochumer Jahrhunderthalle und im Westpark mit Querung der A40 noch eineinhalb  Ehrenrunde gedreht. 😉

Nachts auf dem Rückweg ging auch alles gut. Allerdings war der schmale und unbeleuchtete Radweg zwischen Ev. Friedhof an der Westenfelder Straße und der steilen Böschung der A40 etwas spannender als üblich, da ich unterwegs im Dunkeln zwei mittelstarke Äste vom Radweg räumen musste. Meine gute LED-Fahrradlampe lies mich die Hindernisse noch rechtzeitig erkennen. Sicherheitshalber bin ich abgestiegen. Dann geht natürlich die Fahrradlampe aus, weil mein Nabentacho im Stand kein Strom liefert. Ich überlegte kurz, ob ich meine Taschenlampe oder meine Kopflampe nehmen sollte, um mich in der Finsternis zurecht zu finden. Entschied mich dann aber einen Moment zu warten bis mein Augen sich an die Dunkelheit gewöhnt hatten.  Das klappte nach kurzer Zeit und ich konnte die Äste erkennen und an den Rand räumen. Dann ging’s mit dem Rad weiter. Nach einem dreiviertel Kilometer war aber auch dieser Spuk im Dunkeln vorbei und die Straßenlampen der Stadt ergänzten mein Fahrlicht.

Auf dem letzten Kilometer kam ich wieder an „meinen“ vom Nachmittag bekannten Lieblingsirrgarten am Westpark vorbei. Und prompt habe ich auch den Radweg wieder verloren. Aber mit Hilfe meines Navis ist das kein Problem. Viele Wege führen nach Rom und zur Jugendherberge im Bermuda-3Eck. Kurze Zeit später war ich wohlbehalten in der Jugendherberge. Die Rezeption hat durchgehend geöffnet. Es ist noch Zeit für ein, zwei grundsolide Absacker – natürlich Mineralwasser. Nüsse, eine nette Begegnung und ein längeres und gutes Gespräch mit der Nachtschicht lassen den Sonntag entspannt ausklingen.

volle Distanz: 23703 m
Maximale Höhe: 97 m
Minimale Höhe: 57 m
Gesamtanstieg: 194 m
Gesamtabstieg: -198 m
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Etappe Bochum-Hünxe

Die Nacht im Mehrbettzimmer der Jugendherberge war erholsam und das Frühstück, wie meistens in den modernen Jugendherbergen Deutschlands, ausgezeichnet. Frisch gestärkt hole ich mein Fahrrad aus der Tiefgarage und sitze gegen 9:30 Uhr im Sattel. Der Himmel ist blau/weiß und mein Rückfahrt von Bochum nach Hünxe startet am Bermuda-3Eck.

Nach wenigen 100 m durch Bochum-Ehrenfeld kreuze  ich zweimal die Bahnstrecke.  Über die Bessemerstraße geht meine Route durch die Stadt an einem Wohngebiet sowie an alten und neuen großen Industriegeländen vorbei. Nach kurzer Zeit erreiche ich den schon von gestern  mir inzwischen bestens bekannten Westpark. Heute durchquere  ich den schönen Park auf einem befestigten Radweg ohne mich zu verfahren. Am Ende des Parks geht der geschotterte Radweg auf eine ehemalige Erzbahntrasse über. Der Radweg ist breit und eben  und lässt sich sehr gut fahren. Erhöht geht’s an vielen teilweisen renaturierten Industriebrachen und ehemaligen Stahlwerken mit interessanten Aussichten vorbei.  Die Erzbahntrasse überquert die A40 mit einer blauen Brücke. Überhaupt sind die Brücken des Radweges sehr beindruckend und machen den Radweg kreuzungsfrei und beliebt.

Die Temperatur steigt allmählich von 14 °C auf 18 °C an. Der  Trassenradweg ist wunderbar. An einer größeren Radwegkreuzung mit dem Emscher-Park-Radweg und der  Route Industriekultur ziehe ich meine Jacke aus. Kurzärmlig geht’s weiter und ich erreiche nach einer beeindruckenden Radfahrt an ehemaligen Halden und Zechen vorbei den Rhein-Herne-Kanal. Nach kurzer Fahrt am Kanal entlang quere ich die Emscher und erreiche Gelsenkirchen.

Dort geht’s an der B226/Cranger Straße auf einem neuen Radweg kilometerlang ansteigend durch den herausgeputzten und intakten Gelsenkirchener Stadtteil Erle. Die Veltins-Arena von Schalke liegt nur wenige 100 m entfernt.  Die Straßenbahn fährt in der Mitte der Straße, links und rechts befinden sich viele kleinere Geschäfte, die Post und ein Krankenhaus. Die Straße lebt und es hier am Montag Vormittag richtig was los. Der rot markierte neue Radweg auf dem breiten Bürgersteig wird respektiert und es macht Spaß durch diesen schönen alten Stadtteil von Gelsenkirchen trotz der kontinuierlichen Steigung zu fahren.  An einem Supermarkt halte ich an, kaufe Gemüse und Wasser ein. Die Menschen sind freundlich und gesprächig. Am Fahrradständer treffe ich eine Frau die ihren Fahrradschlüssel verloren hat. Ich komme mit Ihr in ein zwangloses Gespräch. Alsbald taucht ihr telefonisch verständigter Mann auf und bringt den Reserve-Schlüssel. Wir sind inzwischen beim Thema Pilgern und Radfahren angekommen und wir setzten das frohe Gespräch zu dritt fort. Wieder mal eine meiner zahlreichen schönen Begegnungen und Momente am Wegesrand, die das Leben lebenswert und die Etappen so bewegend machen.

Die Cranger Straße steigt weiter an. Das Schloss Berge lasse ich wegen der Steigung links liegen. Ich erreichte den von mir von meiner früheren beruflichen Tätigkeiten bekannten Stadtteil Gelsenkirchen-Buer.  Die Radwege sind hier älter und fehlen manchmal ganz. Die Bürgersteigabsenkungen sind oft lieblos realisiert und erfordern Aufmerksamkeit. Nach jeder Auffahrt kommt natürlich auch eine Abfahrt. So führt mich meine Strecke nach einiger Zeit weiter nach Gladbeck und Bottrop.

Kurz vor Kirchhellen geht’s bei kräftigem Gegenwind aus Westen noch mal ordentlich bergauf. Der Himmel hat sich vorübergehend bewölkt und leichter Nieselregen setzt ein. Auf der Kuppe der Steigung ziehe ich meine Jacke wieder an. Ich durchquere Kirchhellen in Richtung Flugplatz Schwarze Heide. Auf der Anhöhe weht der West-Wind kräftig und bläst die Funktionskleidung schnell wieder trocken. Der kurze Nieselregen ist längst vergessen, als ich bei Sonnenschein in den windabhaltenden Hünxer Wald einbiege. In der Nähe der Hohen Wart  bei den Teufelssteinen steuere ich die bei der Planung als Wegpunkt im Navi markierte alte Schutzhütte an.

Hier möchte ich mitten im Wald Pause machen. Ich habe meinen Spirituskocher dabei  und es gibt Filterkaffe und eine mit frischen Zutaten zubereitete vegane Reispfanne (Video). Das Kochen, Essen und Trinken ist für mich eine Genuss und liefert außerdem genug Zeit zum Entspannen und Innehalten. – Herrlich!

Nach meinem jahrzehntelangen „Küchenverbot“ ;-), habe ich nun angeregt durch die Videos von Rainer Dornburg aus dem Schwarzwald meine eigene mobile Küche in Form eines Spirituskochers und es ist für mich momentan ein Riesen-Spaß auf meinen Touren im Freien für mich selbst zu kochen. Selbstredend nehme ich meinen Müll mit nach Hause und nehme auch den Abwasch in Kauf.

….

Kurz nach 16 Uhr komme ich zu Hause in Hünxe nach der ersten 2-tägigen Radfahrt diese Frühjahrs 2016 zufrieden und glücklich an.

volle Distanz: 46281 m
Maximale Höhe: 94 m
Minimale Höhe: 20 m
Gesamtanstieg: 509 m
Gesamtabstieg: -573 m
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Bilder des Tages

Video des Tages outdoor cooking
Vegane Reispfanne auf dem Spirituskocher

Übernachtung

Jugendherberge Bochum
Humboldtstraße 59-63
44787 Bochum
Tel: +49 234 4175799-0
Fax: +49 234 4175799-9
N51° 28.577′ E7° 12.857′

1. Etappe Bielefeld – Marienfeld

Pilgern zu zweit mit dem Fahrrad

Meine Planung zu dem Westfälischen Jakobsweg 4 Route Bielefeld-Wesel finden Sie / findet Ihr hier und die Planung zur heutigen Etappe Bielefeld-Marienfeld hier.

Fahrradkilometer: 11 km + 30 km = 41 km

Montag, 28. September 2015

Anfahrt nach Bielefeld

Walli und ich starten von unserer Haustür bei 7 °C um kurz nach 7:00 Uhr unsere Anfahrt zum Bahnhof Voerde. Es ist recht frisch und der Nebel liegt wunderbar in den Wiesen Die Sonne geht gerade auf und erzeugt ein frühherbstliches Morgenrot. Da geht uns beiden durch den Kopf: „Und aus den Wiesen steiget, der weiße Nebel wunderbar …“ aus dem Lied „Der Mond ist aufgegangen„, zumal die Mondfinsternis heute Morgen gerade hinter uns liegt.  Um kurz vor 8:00 Uhr sind wir in am Voerder Bahnhof. Wir fahren mit den Rädern direkt bis zum Bahnsteig. Wir nehmen einen Zug früher als geplant. Das Ticket habe ich gestern online gebucht. Allerdings kann das zusätzliche Fahrradticket nicht online gebucht werden. Der kleine barrierefreie Bahnhof hat auch werktags am Vormittag seinen Kiosk geöffnet. Hier können wir die ergänzenden Fahrradtickets noch vor der Abfahrt lösen.

In Duisburg ist das Umsteigen mit Fahrrädern dank geräumiger Fahrstühle in der Regel problemlos. Heute ist allerdings der Fahrstuhl auf Gleis 2 außer Betrieb; deshalb nehmen wir die Treppe nach unten. Rauf zu Gleis 11 können wir aber wieder den dortigen Fahrstuhl benutzen. Da wir etwas Zeit haben gibt’s noch einen großen Cafe-to-go; der tut uns bei 8°C richtig gut.

Tatsächliche Route Hünxe-Voerde

volle Distanz: 10746 m
Maximale Höhe: 30 m
Minimale Höhe: 23 m
Gesamtanstieg: 24 m
Gesamtabstieg: -29 m
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Tatsächliche Route Bielefeld- Marienfeld

volle Distanz: 29541 m
Maximale Höhe: 213 m
Minimale Höhe: 64 m
Gesamtanstieg: 155 m
Gesamtabstieg: -207 m
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Am Bahnhof Bielefeld treffen wir kurz nach 11:00 Uhr ein. Mit dem Fahrstuhl geht’s auch hier mit den Fahrrädern bequem nach unten. Allerdings ist der Fahrstuhl nach Oben zur Innenstadt im Bahnhof Bielefeld etwas versteckt. Alternativ mit dem Rad über die Treppe oder Rolltreppe sind bei 20 kg Gepäck keine gute Ideen. Auch in Bielefeld wird sprechenden Menschen gerne geholfen und so finden auch wir schließlich den Weg nach Oben auf die richtige Ebene.

Schon bald kommen wir nach einem kurzen Besuch in der Stempelstelle der Tourist-Information und einigen Fotos am Rathaus an der Nicolaikirche an. Hier in der Altstadt beginnt der offizielle Westfälische Pilgerweg 4 von Bielefeld nach Wesel.

Bevor wir uns auf den Weg begeben, machen wir in der malerischen Altstadt Mittag. Der Himmel ist blau, die Sonne wärmt und so können wir bei über 18 °C uns im Café-Restaurant draußen stärken und den Start unserer Pilgertour genießen.  Aus der Planung wissen wir: die nächsten 6 Km geht es stramm bergauf. Wir wollen einen Bergrücken des Teutoburger Waldes passieren.

In der Stadt kommen wir natürlich an Dr. Oetker vorbei. Es geht zunächst moderat bergauf. Dann wird der Belag rauer und der Anstieg steiler. Letztendlich kommt grober Schotter, dann stark ausgespülte Stellen und Geröll. Der Anstieg wird zunehmend schwierig, führt durch einen historischen Hohlweg und am Ende des Anstiegs schieben wir den letzten Kilometer bis zur Klosterruine Jostberg. Die anschließende Abfahrt fordert auf Grund des Gerölls volle Aufmerksamkeit. Es kommt noch eine kurze kritische Stelle, die wir als Tourenradler lieber schieben. Belohnt werden wir am Endes des bewaldeten Hanges mit einer wundervollen Aussicht in die weiten Ebenen. Hier treffen wir eine Jakobspilgerin  mit der wir ins Gespräch kommen. Nach einer von nun an deutlich entspannten Fahrt erreichen wir nach knapp 13 km Steinhagen. Die Stempelstelle finden wir im Rathaus. Im Park legen wir eine Trinkpause an einem schönen Weier ein. Der Weg führt weiter am Pulverbach entlang. Danach radeln wir durch Wald und Flur und folgen weiterhin dem Pilgerweg. In Brockhagen halten wir an der Ev. Kirche und machen in einer Bäckerei Kaffeepause. Im weiteren Verlauf kommen wir an Seen vorbei und kreuzen zahlreiche Bäche. Gegen 16:30 Uhr erreichen wir das Kloster Marienfeld. Wir schauen uns auf dem großen Gelände um, machen eine Trinkpause im Hotel und treffen Pater Gottfried. Von ihm erhalten wir auch den Pilgerstempel. Kurz vor dem Ziel macht der Akku vom Fahrrad-Navi schlapp. Kein Problem, denke ich der Garmin Navi Montana 650t kann ja auch alternativ mit Batterien gespeist oder mit dem USB-Powerpack nachgeladen werden. Dumm ist nur, dass ich heute keine Batterien dabei habe und das Powerpack noch in Hünxe am Ladegerät hängt. Getreu dem Motto: „Irgendwas vergisst du immer„. Da ich die Planung inklusive Routen in meinem Blog steht,  können wir uns das letzte Stück Route auf dem Smartphone anschauen und improvisieren. Bis zur Unterkunft auf einem Bauernhof ist es nicht mehr weit. Trotzdem wird uns bewusst, wie gut sich mit dem Fahrrad-Navi fahren und der Wegverlauf schnell finden lässt. Zum Abendessen fahren wir nach der Zimmerbelegung nochmal wenige 100 m in den Ort Marienfeld.

Fazit: Der erste Tag: Ein gelungener Auftakt unserer Pilgerfahrt.

Bilder des Tages

2015-07-23 Vierzigster Tag Rückreise: Trier – Hünxe

Details zur Rückreise findest Du hier.
Den gesamten realen Verlauf der Hinreise findest Du hier.

Rückreise Trier – Koblenz – Duisburg – Voerde – Hünxe  23.07.2015

Tatsächliche Routen vom 23.07.2015
Tageskilometer:
Trier Hotel – Trier Hbf 0,25 km
Voerde – Hünxe: 10,75 km
Bahnkilometer: ca. 113 km Trier – Koblenz (Luftlinie ca. 96 km)
Bahnkilometer: ca. xxx km Koblenz – Duisburg (Luftlinie ca. 138 km)
Bahnkilometer: ca. xx km Dusiburg – Voerde (Luftlinie ca. 21 km)
Streckenabschnitt (mit dem Fahrrad) insgesamt: 1.507 km.

volle Distanz: 10606 m
Maximale Höhe: 73 m
Minimale Höhe: 30 m
Gesamtanstieg: 90 m
Gesamtabstieg: -83 m
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My Camino

40zigster und letzter Tag dieses Streckenabschnitts.

Heute um 15:45 Uhr bin ich wie geplant nach 40 Tagen wieder nach Hause zurückgekommen. Ich bin zufrieden, glücklich und dankbar.  Es war wunderbar. DANKE!

Bilder des Tages