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Rückreise Hünxe 20160802

My Camino Orlèans – Bayonne

Hinweise und Links auf die übrigen, realen Etappen finden Sie / findet Ihr hier.

Seite in Arbeit …

Zweiundfünfzigster Tag, 2. August 2016

Mit dem Zug von Trier über Koblenz und Duisburg nach Voerde und mit dem Fahrrad von Voerde nach Hünxe

Rückreise  Trier – Hünxe

Trier, Koblenz, Duisburg, Voerde, Hünxe

Trier 0,25  Fahrradkilometer
Trier – Koblenz xxx Zugkilometer
Koblenz – Duisburg xxx Zugkilometer
Duisburg – Voerde xxx Zugkilometer
Voerde – Hünxe 11,75  Fahrradkilometer

Streckenabschnitt insgesamt: 1.435 Fahrradkilometer

Tachoabgleich

Sigma Tacho-Offset Gustav 4.242 km am 12.06.2016
Sigma Tacho-Offset Waltraud 737 km am 12.06.2016

Sigma Tacho-Offset Gustav 5.610 km am 02.08.2016
Sigma Tacho-Offset Waltraud 2.089 km am 02.08.2016

Gesamtstrecke gemäß Tacho Gustav 1.368 km
Gesamtstrecke gemäß Tacho Waltraud 1.352 km
Gesamtstrecke gemäß Navi Gustav 1.435 km
Die Abweichungen von 67 km bzw. 16 km erklären sich im Wesentlichen aus zwei Effekten:
a) manchmal vergisst man/frau den Tacho anzudocken
b) durch die Abweichung bei der Positionsermittlung des GPS ergeben sich auch Strecken-km bei den Pausen.

Tatsächliche Route vom Dienstag, den 2. August 2016

Voerde-Huenxe

volle Distanz: 11150 m
Maximale Höhe: 68 m
Minimale Höhe: 22 m
Gesamtanstieg: 83 m
Gesamtabstieg: -124 m
Download

Trier Hbf 02.08. ab 10:32 Uhr
Koblenz Hbf 02.08. an 11:55 Uhr Gleis 9
RE 4113, RE 5113

Koblenz Hbf 02.08. ab 12:13  Uhr Gleis 3
Duisburg Hbf 02.08. an 13:44 Uhr Gleis 13
45 Minuten verspätet
IC 2218 2 Sitzplätze, 2 Fahrräder, Wg. 3, Pl. 45 46,
151-152, Tisch, Nichtraucher, Res.Nr. 8029 8008 8303 29

Duisburg Hbf 02.08. ab 14:45 Uhr Gleis 12
Voerde(Niederrhein) 02.08. an 15:25 Uhr Gleis 2

Rückreise vom Dienstag, den 2. August 2016

Nach vielen schönen Tagen mit blauem Himmel und bestem Wetter begleitet uns am letzten Tag leichter Nieselregen von Trier bis Hünxe.

In Trier starten wir leicht verspätet. Der Anschlusszug in Koblenz hat ebenfalls eine Verspätung. Der IC ist im Fahrradabteil komplett voll. Viele Fahrradfahrer sind auf der Rückreise. Beim Einsteigen helfen wir uns gegenseitig. Alles klappt gut. Wir führen das eine oder andere interessante Gespräch mit Radreisenden aus Bremen, Oldenburg und Magdeburg. In Duisburg kommen wir mit einer 45 minütigen Verspätung an. Auch der Regionalzug nach Voerde ist verspätet.

In Voerde machen wir in der Bäckerei noch mal halt für einen Kaffee und nehmen Brötchen für das Abendbrot zu Hause mit. Im Nieselregen fahren wir abschließend von Voerde nach Hünxe.

Kurz nach 16:30 Uhr sind wir nach einer langen Pilgereise wohlbehalten, glücklich, zufrieden, dankbar und demütig wieder zu Hause in Hünxe. Unverletzt und ein wenig stolz blicken wir auf unsere 52 Tage und 1.435 km mit dem Fahrrad „Auf den Spuren der Jakobspilger“ zurück.

Organisatorisches und technisches Fazit

Wetter

Insgesamt war das Wetter sehr gut. Bei 52 Tagen haben wir natürlich nicht nur Sonne und strahlend blauen Himmel erwartet. An der Loiré waren auch ab und zu Nieselregen und Schauern dabei. Ein, zwei, drei Regentage am Anfang und am letzten Tag konnten uns die wunderbare Reise natürlich nicht verderben. Dank Funktionsklamotten sind wir damit gut klar gekommen. Der am fünten Tag nachgekaufte Regenponcho kam erfreulicherweise nur einmal beim Schauern zum Einsatz.

An der Loiré begann unser Tag nach dem Wecken um 7 Uhr meist mit einem Blick auf die Wetter-App. Später am Atlantik reichte dafür ein Blick in den blauen Himmel.

Hochwasser

Die Loiré ist gut gefüllt. Die Hochwasser durch den europaweiten Starkregen Anfang Juni 2016 waren verschwunden. Einige Auswirkungen in Form von Pfützen und verschlammten Wegen haben wir noch „erfahren“. Hier und da war auch noch ein Wegabschnitt gesperrt.

Essen und Trinken

Das Essen während der gesamten Tour war – bis auf eine Ausnahme in einem Imbiss – wirklich gut bis sehr gut. Sowohl unsere Vespern im  Freien mit Baguette und Wurst oder Käse als auch die Imbisse, Brasserien und Restaurants haben wir sehr genossen. Dabei haben wir versucht landestypisches und regionaes bei unserer Auswahl den Vorzug zu geben. Wir konnten viel neues im Abauf und Inhalt kennenlernen und geniessen. Nicht zu vergessen unsere Kaffee- und Wasserpausen am Vormittag, die wir während der Reise zu einem sehr schönen Ritual entwickelt haben.

Trotz des guten Essens ist unser Gewicht stabil geblieben! Wahrscheinlich ist der Fettanteil etwas geringer geworden und der Muskelanteil etwas gestiegen. Walli sieht schlanker aus und meine heimatlichen Hosen rutschen etwas. 🙂

Sprache

Unsere paar Brocken französich für die Reise haben uns  gut geholfen und sind oft der „Türöffner“. Die App von Pons auf unseren Smartphones konnte uns auch gelegentlich beim Studieren der Speisekarte weiter bringen. Auch das Vorsprechen der Vokabeln durch die Smartphone-App hat uns in den sieben Wochen doch hier und  da noch etwas weiter gebracht. Meine täglich meist mehrfach aufgegebene Bestellung mit zwei erhobenen  Fingern und breitem Lächeln: „deux grand café s’il vous plaît“ konnte ich in den sieben Wochen perfektionieren. 😉

Im übrigen sprechen heute viele (junge) Franzosen englisch. Nach unseren Erfahrungen tun sie das inzwischen sogar gerne, sofern man/frau sich bemüht hat die Begrüßung und sein Anliegen mit einigen französischen Vokabeln vorzubringen.

Hotels

Die Hotels und privaten Unterkünfte in Frankreich sind nicht billig. Meist bekommt man dafür auch gute bis sehr gute und teilweise luxeriöse Unterkünfte. Aber wir hatten auch abgewohnte Einrichtungen und schlichte Hotels dabei. Die Betten sind meist französich und von den Maßen eher knapp und haben eine gemeinsame Zudecke. Die Qualität der Matratzen war jedoch fast immer ausgezeichnet. Wo es ging, hatte ich Einzelbetten gebucht. Dabei viel mir während der Reise auf, dass dies wohl in Frankreich für ein Paar eher ungewöhnlich ist. Denn in jedem Hotel wo ich Einzelbetten gebucht hatte, wurde von der Rezeption mindestens ein bis zwei mal charmant nachgefragt, ob ich auch wirklich zwei Einzelbetten statt einem französichen Bett haben wolle.

Da wir in der französichen Ferienzeit und am französischen Nationalfeiertag unterwegs waren und wir kein Riskio bei den Übernachtungen haben wollten, hatte ich fast alle Unterkünfte letztes Jahr im Oktober vorgebucht. Einige Hotels habe ich im Internet direkt gebucht. Die meisten jedoch über ein Buchungsportal. Damit konnten wir sehr gut die Übersicht behalten. Auch gelegentliche  Rückfragen und die Nachfrage für den Fahrradunterstand haben damit sehr gut funktioniert.

Waschen

Wenn man/frau 52 Tage unterwegs ist, ist in der Regel jeden zweiten, spätestens jeden dritten Tag Waschtag. Unsere mitgeführtes Waschmittel haben wir ungenutzt wieder mitgebracht. Mit den Shampoo im Hotel ging auch das Wäsche waschen sehr gut. Manchmal haben wir normale Kleiderbügel oder einen Fön zum schnelleren Trocken vermisst. Als Wäscheklammern haben wir Sicherheitsnadeln benutzt.

Wege, Etappen und Ruhetage

Insgesamt elf Ruhetage sorgten für Entspannung, Erholung und Entschleunigung zwischendurch. Die einzelnen Etappen hatte ich meist so kurz gewählt, dass diese in der Regel bequem und ohne Stress zu schaffen waren. Wobei die Entfernung der Etappe nur ein wichtiger Parameter ist. Der andere ist die Beschaffenheit und der Belag der Strecke. Und der dritte Parameter ist das Höhenprofil. Mit dem vierten Parameter Gegenwind hatten wir meistens sehr viel Glück. So können 60 Kilometer auf einer frisch asphaltierten Strecke viel harmloser sein, als 25 Kilometer auf Schotter oder Asphalt mit Baumwurzeln und Schlaglöchern.

Gefühlte 80 % des diesjährigen Streckenabschnitts Orléans – Bayonne sind asphaltierte Wege mit unterschiedlicher Qualität. Am Atlantik fahren wir auch sehr oft zweispurige Fahrradautobahnen, die kilometerlang geradeaus gehen, um dann eine scharfe 90 ° Kurve zu machen. Weitere geschätzte 15 % sind rauhe Pisten aus Schotter, Pflaster, aufgebrochenem Teer mit teilweise freiliegenden Baumwurzeln und plötzlich auftauchenden Schlaglöchern oder „tauben und blinden“ Fußgängern. 😉 Die gefühlten restlichen 5 % sind schwierige Strecken mit Schlamm, Pfützen oder schmalen Pfaden und engen Wegen an steilen Abgründen – manchmal nicht ungefährlich. Einige Brücken erforderten auch konsequentes Fahren ohne zu zögern. Das gilt auch im gut funktionierenden und oft anzutreffenden Kreisverkehr. Relativ selten waren wir auf Straßen mit stärkerem Autoverkehr unterwegs. Hier haben wir sicherheitshalber unsere gelben Warnwesten übergezogen.  Alles in allem ein guter Weg und  ein wunderbarer Streckenabschnitt.

Kirchen, Schlösser, Spuren der Jakobspilger, Begegnungen

Eine unübersehbare Zahl von oft prachtvollen Gebäuden aus vergangenen Zeiten, alte geschichtsträchtige Schlösser und Kirchen konnten wir sehen. Viele Zeugnisse der Pilgerwege haben wir gefunden. Zeit zum Innehalten haben wir uns oft genommen. Kurze und längere Begenungen haben uns beflügelt und beseelt. Beeindruckt haben mich u.a. besonders zwei Kirchen der Jakobspilger am Atlantik, die von Wanderdünen verschüttet waren und die heute wieder frei sind.

Bausünden und Natur

Neben den modernenBausünden in einigen Badeorten, gab’s auch viel Bewahrtes und geschmackvoll integriertes zu bestaunen. Auch bei den Radwegen und Boulevars  gibt es  oft tolle Ausführungen, die uns gut gefallen und gut getan haben.

Reichlich Natur mit interessante Landschaften, Feldern, Flüssen, Wäldern, Dünen, Strände, Steilküsten, Klippen, Sümpfe, Salzwiesen und Auen haben wir gequert, überwunden, durchfahren, erleben, geniessen und bestaunen können.

Karten, Reiseführer, Navigation, Blog

Wir sind praktisch ohne  Karten aus Papier gefahren. Die Etappe habe ich an Hand der dokumentierten Pilger- und Radwege im Navi zu Hause am PC vorgeplant. Dazu habe ich im Vorfeld umfangreich im Internet recherchiert und mehrere Reiseführer sowie zahlreiche Reiseberichte gelesen.

In den größeren Städten haben wir die touristischen Karten der Hotels oder von der Tourist Information zusätzlich zur Orientierung benutzt.

Die einzelnen Etappen und wichtige Wegpunkte sowie Alternativen habe ich mit Basecamp editiert, als Backup-System auf meinem Blog in den Planungsbereich geladen und natürlich in den Fahrrad-Navi überspielt. Getreu dem Moto: „Wer gut plant, kann nachher besser improvisieren.“

Auf der Reise hat Walli parallel zwei gedruckte Reiseführer benutzt. Zum einen aus dem Marco Polo Verlag: „Loire-Tal“ von Peter Bausch und zum anderen den französichen Radführer  über den Radweg „Vélodyssée“ mit dem Titel „La côte Atlantique à vélo de Nantes à Hendaye„.

Die Blogartikel habe ich als verstecken Beitrag zu Hause pro Tag vor der Reise vorbereitet. Und in der Regel am gleichen Abend unterwegs mit Text und Bildern gefüllt und dann aktiviert. Die Bilder stammen bis auf wenige gekennzeichnete Ausnahmen von Walli und mir. Die Blogbeiträge sind dadurch aus der noch frischen Erinnerung entstanden. Während des Fahrens habe ich versucht möglichst für mich Interessantes gedanklich aufzunehmen und im Kopf vor zu formulieren. Diese Gedanken sind dann oft abends abrufbar und direkt in den Blog als Tagesbericht geflossen.  Parallel dazu hat Walli die Texte in einem ersten Durchgang korrektur gelesen. Für die Arbeiten am Blog haben wir meist den Laptop und gelegentlich auch die Smartphones benutzt. Die realen gefahrenen Routen habe ich tagsüber mit dem Navi aufgezeichnet und via Laptop in den Blog hochgeladen.  Kleinere Nacharbeiten und Korrekturen erfolgen in der nächsten Zeit.

Zusätzlich habe ich unterwegs kurze Videos gedreht und original Tonaufnahmen erstellt. Alles zusammen bilden das  Rohmaterial für einen neuen Vortrag, den ich nach dem dritten Streckenabschnitt 2017 erstellen möchte – nachdem wir Santiago de Compostela als Radpilger erreicht haben.

 Pannen und Verschleiß

1 Satz Pedale, 1 Mantel, 1 Schlauch, Flickzeug, Kettenöl, 1 Luftpumpe bis  6 Bar, 1 Kettenschutz, 1 Schutzblechhalterung, 1 Paar Radlerschuhe, 1 Sattel

Was hatten wir mit und was haben wir davon nicht gebraucht

Noch beim Auspacken sortieren wir die Dinge an die Seite, die wir nicht gebraucht haben oder das nächste mal zu Hause lassen wollen:

Unbenutzte TeileGewichtEinsparpotential
Summe Total7,8 kg5,5 kg
Jacke Walli183 g183 g
2 Pullover Walli283 g283 g
Handtuch Walli161 g-
Gamaschen Walli46 g46 g
Summe Walli673 g512 g
Gamaschen Gustav180 g180 g
aufblasbares Kopfkissen214 g214 g
Biwak Sack530 g530 g
Iso-Matte808 g808 g
Reserve Akkus
Reserve Ladegerät
598 g598 g
Reserve Kettenöl
Reserve Kleinteile
319 g250 g
Reserve Erste Hilfe396 g200 g
Reserve Werkzeug976 g700 g
Reserve Waschzeug,
Puder, Salben
517 g517 g
Laptop2.200 g1.000 g
Powerriegel375 g-
Summe Gustav7.113 g4.997 g

Mit anderen Worten 5,5 kg Gepäck könnten wir das nächste mal einsparen!

Was haben wir vermisst und was wollen wir das nächste mal mitnehmen

eigentlich nix, oder vielleicht doch einen Fön (?),
meint Walli (zum Socken trocknen)

Packliste Walli

Aus den Erfahrungen der diesjährigen Tour hat Walli für sich eine überarbeitete Packliste erstellt:

3 Paar Socken
2 Unterhosen
2 Radler-Unterhosen
1 Unterhemd für abends
1 Top
2 Funktionsunterhemden
2 Radler-Funktionsshirts
1 Radler-Weste
1 Radler-Short kurz
1 Radler-Short 3/4
1 Radler-Hose 3/4
1 Zipp-Hose für Abends
2 Shirts für abends
1 Plüsch-Shirt für abends
1 Jacke für abends
1 leichte Strickjacke für abends
1 Nachthemd
1 gelbe Warnweste
1 Schirm
1 Regenponcho
1 Funktions-Regenjacke
1 Regenhut
1 Sonnenblende
1 Badeanzug
1 Bademantel
1 Fön
1 Badetasche mit Inhalt
1 Paar Pantoletten
1 Brille
1 Sonnenbrille
1 Smartphone
2 Trinkflaschen
das passt locker in zwei Radtaschen und die Lenkertasche

Packliste Gustav

2 Paar Falke Socken R/L
2 Unterhosen für abends
1 Unterhemd für abends
1 Funktions-Polo-Shirt für abends
1 Funktions-Zipp-Hose für abends
1 Paar wasserfeste Sandalen für abends
2 Funktions-Radler-Shirts halbarm
1 Funktions-Radler-Shirt langer Arm
1 Funktions-Radler-Shirt ohne Arm
2 Radlerunterhosen
1 Funktions-Radlerhose kurz
1 Funktions-Radlerhose 3/4
1 Hosenträger
1 Funktions-Weste
1 Funktionsjacke
1 Badehose
1 Multiladegerät
1 Powerbank
1 Windows 10 Pad mit Tastatur
1 Navigator
1 Smartphone
1 Taschenmesser
1 Ersatzbrille
1 Sonnenbrille
1 Paar Handschuhe
1 Unterhelmmütze
1 Fahrradhelm
1 gelbe Warnweste
1 Stirnband
1 Badetasche mit Inhalt
1 Waschmittel
1 Satz Werkzeuge
1 Flickzeug
1 Luftpumpe bis 6 Bar
2 Ersatzschläuche
1 Erste-Hilfe Set
1 wasserdichten Brustbeutel
1 Funktions-Portemonnaie
1 Set Notfall-Medikamente
3 Trinkflaschen
das passt in 2 Radtaschen, 1 Quertasche und die Lenkertasche

Bilder des Tages
Unterkunft

zu Hause in Hünxe
Deutschland

Rückreise Trier 20160801

My Camino Orlèans – Bayonne

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Einundfünfzigster Tag, 1. August 2016

Mit dem Fahrrad von Thionville nach Perl und mit dem Zug von Perl nach Trier.

Rückreise  Thionville – Perl – Trier

Thionville, Perl, Trier

Thionville – Perl 34,75  Fahrradkilometer
Perl – Trier  50 Zugkilometer
Trier 0,25  Fahrradkilometer

Streckenabschnitt insgesamt: 1.423 Fahrradkilometer

Tatsächliche Route vom Montag, den 1. August 2016

Thionville – Perl 

volle Distanz: 34319 m
Maximale Höhe: 190 m
Minimale Höhe: 148 m
Gesamtanstieg: 208 m
Gesamtabstieg: -245 m
Download

Reise: Perl nach Trier Hbf
Datum: 01.08.2016
ab Perl 13:25 Uhr
an Trier Hbf 14:15 Uhr

Rückreise vom Montag, den 1. August 2016

Zum vierten Mal habe ich in diesem Hotel hier in Thionville übernachtet. Das Frühstück hat sich vom französischen petit-déjeuner  in Richtung leckerem continental breakfast entwickelt. Auch das Internet ist jetzt blitzschnell. Sogar ein Backup dieser Website inkl. der MySQL-Datenbank in die Cloud auf mein Googeldrive ist heute Nacht gelungen.

Wir satteln vor der Velo-Garage im Hof auf und schieben die Räder kurz durch die Innenstadt zum Bäcker, um ein Baguette für unterwegs zu kaufen. Dann sitzen wir auf und queren die Mosel.

Als der Lärm der Stadt leiser wird, freuen wir uns auf unsere heutige Etappe über die Grenze. Leichte Schleifgeräusche werden an Wallis Rad hörbar. Wir halten an und stellen fest: Der Kettenschutz hat die gestrige Zugfahrt nicht überlebt und ist unten gebrochen. Jetzt kommt zum ersten mal unser SOS-ERSTE-HILFE Beutel zum Einsatz. (Gott sei Dank). Mit dem Tape können wir den Kettenschutz fixieren und die Schleifgeräusche sind weg.

Es geht den Radweg flussabwärts die Mosel entlang. Der Radweg ist gut fahrbar und führt über weite Strecken über Wirtschaftswege direkt am Fluss entlang und leider auch an einem maroden Atomkraftwerk vorbei.

Wir fahren an den Brombeer-Hecken vorbei, die bei der Hinfahrt blühten. Jetzt sind sie fast abgeerntet. Einige Pflücker begegnen uns.

Nach gut 20 Kilometern kaufen wir Wasser nach und machen Mittagspause. Wir sitzen mit einem anderen Radfahrer auf der Terasse eines Restaurants, dass heute erst im 19 Uhr öffnet. Es gibt Baguette und Dauerwurst aus unseren Vorräten.

Dann folgen wir dem Radweg und queren ein vorletztes Mal die Mosel. Nach rund sechs Wochen Frankreich kommt nun Deutschland immer näher. Noch ein kurzes Stück Landstraße, dann vor unserer letzten Moselbrücke noch eine Trinkpause. Jetzt die Auffahrt zur Brücke mit Schwung anfahren und rüber über die Mosel. Der Radweg läuft jetzt neben der Mosel und den Bahngleisen lang. Auf der anderen Seite der Mosel blicken wir auf Luxemburg.

Kurz vor Perl wird’s nochmal hügelig. Ein letzter steiler Anstieg und wir halten am ehemaligen deutsch/französischen Grenzpunkt. Hier steht auch ein Model vom Eifelturm und es gibt Hinweis-Tafeln auf die französischen Jakobswege.

Wir rollen bergab nach Perl zum Bahnhof ab und sitzen zwei Stunden früher als geplant im Nahverkehrszug nach Trier. Der Zug fährt die Mosel entlang. Wir geniessen die Zugfahrt und den Moselblick. Wir resümieren glücklich, dankbar und demütig über unsere Pilgerfahrt.

Vor dem Einchecken trinken wir noch eine selbstgemachte leckere Limonade im Studentenlokal der Unterkunft. Den Rest-Durst löschen wir mit zwei Kölsch nebenan im Straßencafe beim Türken.

Wir beschliessen noch in der Altstadt und am Dom die Reise bei strahlend blauem Himmel langsam ausklingen zu lassen. Also Klamotten aufs Zimmer, Fahrräder in die Abstellkammer, kurz frisch machen und ein letztes Mal in die „Ausgehkleidung“ schlüpfen, Sandalen an und zu Fuß ab in die City.

In der Dominformation holen wir uns den Abschluss-Pilgerstempel und genießen den Rest des Tages entschleunigt in der Trierer Altstadt. Es ist Fotografier-Wetter.

Bilder des Tages

Unterkunft

TOP EMBRACE
Hotel Vinum Trier
Bahnhofsplatz 7
54292 Trier
Telefon 49 651 994740
Deutschland

Thionville 20160613

My Camino Orlèans – Bayonne

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Zweiter Tag, Montag 13. Juni 2016

Auf dem Weg nach Frankreich …

Anreise Trier-Thionville

Trier, Perl, Schengen, Thionville

Trier-Perl xxx Bahnkilometer
Perl-Schengen-Thionville 32 Fahrradkilometer

Streckenabschnitt insgesamt: 48 Fahrradkilometer

Tatsächliche Routen vom Montag, 13.06.2016

volle Distanz: 31309 m
Maximale Höhe: 203 m
Minimale Höhe: 136 m
Gesamtanstieg: 334 m
Gesamtabstieg: -387 m
Download

Bahnfahrt, Montag, 13.06.2016

Trier Hbf ab 09:46  Uhr
RB 12154 an 10:36 Uhr Perl

My Camino, Montag, 13.06.2016

Nach dem – mir schon von früheren Aufenthalten bekannten – sehr guten Frühstück im Hotel Vinum sind wir pünktlich um 9:30 Uhr am Hauptbahnhof Trier und fahren mit dem Zug bis Perl in das Dreiländereck Deutschland, Luxembourg, Frankreich. In Trier-Süd steigt ein Pärchen in unserem Alter ebenfalls mit Trecking-Rädern zu. Wir kommen schnell ins Gespräch. Unsere Themen sind natürlich Ausrüstung, Routen und Navigation. Die beiden kommen aus Solingen und wollen von Perl an der Mosel entlang bis Koblenz zurück.

Ab Perl fahren wir mit den Rädern über die Grenzen. Auf der Grenz-Brücke mache ich ein paar Videoaufnahmen. Dabei kippt mein Fahrrad um. In Schengen richten wir kurz mein vorderes Schutzblech. Es fängt an leicht zu regnen. So lassen wir das Denkmal in Schengen schnell hinter uns und fahren los. Nach wenigen hundert Metern sind wir schon in Frankreich. Der Nieselregen hat längst aufgehört. Die Temperaturen liegen heute bei ganz angenehmen 17 °C bis 19 °C. Ab und zu kommt die Sonne raus, dann werden’s sogar 21 °C. Ok, das ist eher frühlingshaft statt sommerlich. Walli meint, das sei die Schafskälte.

Insgesamt schauern wir heute zwei mal kurz. Die Regenschauer ist „Gott Lob“ kurz und nicht so heftig. Der Gegenwind ist selten und wenig stark. Trotz grauem Himmel ist es einigermaßen warm und die Fahrt mit den Rädern macht richtig Spaß. Die Mosel ist ganz schön voll. Aber der französische Moselradweg ist weder verschlammt noch nass.

Die gegen Mittag angedachte Kaffee-Pause auf halber Tagesstrecke fällt leider aus, da das Restaurant in Malling heute erst um 19 Uhr öffnet. Walli hat heute morgen in Trier noch Brötchen gekauft und von gestern haben wir noch Käse übrig. So sitzen wir im geschlossenen Biergarten in Malling und machen Mittag. Statt Kaffee gibt’s halt Wasser.

Auch die zweite Hälfte der Strecke führt wieder durch viel Natur. Wir hören oft Kuckucks-Rufe, sehen Störche, Reiher, sehr viel Schwäne und viel mehr. Allerdings fahren wir leider auch lange Abschnitte in Sichtweite des Kernkraftwerk Cattenom. Der lebensgefährliche Schrott stammt aus dem Jahr 1979 und wir sind froh als wir endlich außer Sichtweite sind.

Gegen 15 Uhr kommen wir an der Unterkunft an und parken unsere Räder in der Velo-Garage. Wir kramen unsere paar Worte französisch aus unseren hinteren Gehirnwindungen hervor und checken ein. Das Hotel kenne ich ja auch schon vom letzten Jahr.

Die Sonne kommt in Thionville raus und wir machen einen kleinen Stadtrundgang. Am Place du marche kehren wir ein. Auch hier schaffen wir mit unseren noch stark eingerosteten französischen Wortfetzen bei der charmanten Kellnerin Kaffee, Pizza und Penne Carbonare zu bestellen. Ok, ich gebe zu, dass klinkt eher deutsch oder italienisch. Aber wir legen nach: Mineralwasser  mit Kohlensäure (l’eau minérale gazeuse)  und ein Glas trockenen Rotwein (un verre de vin rouge sec) schaffen wir zu bestellen. Als dann noch tatsächlich das richtige kommt, geniessen wir – nicht ohne Stolz – die bestellten Getränke.

Morgen fahren wir mit dem Zug von Thionville nach Paris Ost. Dann vom Bahnhof Gare de l’Est durch Paris mit dem Rad nach dem Bahnhof Gare d’Austerlitz. Von dort geht’s mit dem Zug zum eigentlichen Startpunkt unserer diesjährigen Pilgerfahrt nach Orléans.

Bilder des Tages

Unterkunft

Citotel-Logis des Oliviers
1 Rue Du Four Banal
57100 Thionville
Frankreich

Trier 20160612

My Camino Orlèans – Bayonne

Von Hünxe nach Santiago de Compostela. Im Jahr 2015 war ich 40 Tage auf den Spuren der Jakobspilger von Hünxe nach Orléans rund 1.500 Fahrradkilometer unterwegs.

In diesem Jahr 2016 wollen Walli und ich unseren Camino fortsetzen und nach einer Anreise über Voerde, Koblenz, Trier, Thinoville und Paris den Abschnitt von Orlèans nach Bayonne erfahren.

Erster Tag, Sonntag 12. Juni 2016

Wir sind dann mal wieder weg …

Anreise Hünxe – Trier

Hünxe, Voerde, Koblenz, Trier

Sigma Tacho-Offset Gustav 4.242 km
Sigma Tacho-Offset Waltraud 737 km

Hünxe-Voerde 11 Fahrradkilometer
Voerde-Koblenz xxx Bahnkilometer (Luftlinie ca. 138 km)
Koblenz-Trier xxx Bahnkilometer (Luftlinie ca. 96 km)
Koblenz, Trier 5 Fahrradkilometer

Streckenabschnitt insgesamt: 16 Fahrradkilometer

Tatsächliche Routen vom Sonntag, 12.06.2016
volle Distanz: 10763 m
Maximale Höhe: 30 m
Minimale Höhe: 23 m
Gesamtanstieg: 27 m
Gesamtabstieg: -32 m
Download
Bahnfahrt

Voerde(Niederrhein) ab 08:18 Uhr,  Gleis 1
RE 10509 Koblenz Hbf an 10:42 Uhr,  Gleis 2 Nord

Koblenz Hbf ab 11:06 Uhr,  Gleis 9
RE 4110 RE 5110 an 12:30 Uhr,  Gleis 11 Süd
Trier Hbf

My Camino

An diesem lang herbei gesehnten Sonntagmorgen steigen Walli und ich um 7 Uhr bei knapp 16 °C in Hünxe auf unsere frisch geputzten und gut bepackten  Räder. Mit dem Morgenläuten der Hünxer-Dorfkirche lassen wir unseren Wohnort für die nächsten 52 Tage hinter uns und fahren in Richtung Bahnhof Voerde. Wir sind bereits um 7:35 Uhr in Voerde und machen bei der Bäckerei Schollin kurz Stadion. Hier nehmen wir jeder einen Kaffee und noch Brötchen sowie eine Laugenstange für unser Frühstück im Zug mit.

Wir sitzen pünktlich im doppelstöckigen Zug Rheinexpress RE5. In Koblenz haben wir nur wenige Minuten Verspätung. Das Wetter unterwegs ist überwiegend wolkig. Trotzdem können wir die vorbeiziehende abwechslungsreiche Landschaft aus dem oberen Stockwerk genießen. Der Fahrradwagen unter uns ist gerammelt voll. Den Anschlusszug in Koblenz bekommen wir ohne größere Mühe. In diesem  komfortablen Nahverkehrszug ist es deutlich entspannter. Der Zug fährt oft an der Mosel entlang. Da werden natürlich Erinnerungen an die Pilgertour im letzten Jahr wach. Zwischendurch gibt’s an der Mosel etwas Regen. In Trier kommen wir entspannt gegen 12:30 Uhr an. Es ist heiter und warm. Unser Hotel liegt direkt am Bahnhof und wir können sofort einchecken.

Beim Vietnamesen gegenüber essen wir gut und günstig zu Mittag. Walli motiviert mich anschließend zu einem ausgiebigen Rundgang durch die Altstadt. Ich wär ja lieber für eine Stadtrundfahrt mit den eigenen Fahrrädern gewesen. Lasse mich aber ohne Murren überreden. 😉

Porta Nigra, Nero, Trierer Sommer mit Sonntagskonzert im Brunnenhof, Hauptmarkt,  Steipe, Ratskeller, Dom St. Peter, Kreuzgang, Dominformation, Liebfrauenkirche; also quasi fast das ganze Altstadt-Programm zu Fuß.  😉 Immerhin gab’s auch Apfelstrudel, Kaffee und Löwenbräu aus Trier. Das Wetter zeigt sich von seiner besten und überwiegend sonnigen Seite. Am meisten hat mich dieses Jahr auch wieder der Kreuzgang beeindruckt. Auch gelingt es uns dieses mal das Bild des  Apostels Jakobus in der Liebfrauenkirche zu fotografieren. Es handelt sich um eine gemalte Jakobusdarstellung.

Das heitere und warme Wetter hält sich wunderbar bis wir wieder in der Unterkunft sind.  Während ich diese Zeilen blogge, kommt gerade eine ordentliche Regenschauer und es fängt an zu donnern. Das Gewitter ist aber bald wieder vorbei.

Zum Abendessen gehen wir noch mal rüber zum Vietnamesen, da es uns dort mittags auch schon sehr gut geschmeckt hatte.

Morgen fahren wir mit dem Zug von Trier nach Perl und dann über Schengen mit dem Fahrrad weiter über Luxembourg nach Frankreich.

Bilder des Tages

Videoschnipsel des Tages

Unterkunft

Hotel Vinum
Integrationshotel
Bahnhofspl. 7
54290 Trier
Telefon: 0651 994740

2015-07-23 Vierzigster Tag Rückreise: Trier – Hünxe

Details zur Rückreise findest Du hier.
Den gesamten realen Verlauf der Hinreise findest Du hier.

Rückreise Trier – Koblenz – Duisburg – Voerde – Hünxe  23.07.2015

Tatsächliche Routen vom 23.07.2015
Tageskilometer:
Trier Hotel – Trier Hbf 0,25 km
Voerde – Hünxe: 10,75 km
Bahnkilometer: ca. 113 km Trier – Koblenz (Luftlinie ca. 96 km)
Bahnkilometer: ca. xxx km Koblenz – Duisburg (Luftlinie ca. 138 km)
Bahnkilometer: ca. xx km Dusiburg – Voerde (Luftlinie ca. 21 km)
Streckenabschnitt (mit dem Fahrrad) insgesamt: 1.507 km.

volle Distanz: 10606 m
Maximale Höhe: 73 m
Minimale Höhe: 30 m
Gesamtanstieg: 90 m
Gesamtabstieg: -83 m
Download

My Camino

40zigster und letzter Tag dieses Streckenabschnitts.

Heute um 15:45 Uhr bin ich wie geplant nach 40 Tagen wieder nach Hause zurückgekommen. Ich bin zufrieden, glücklich und dankbar.  Es war wunderbar. DANKE!

Bilder des Tages

 

2015-07-22 Neununddreissigster Tag: Rückreise Paris – Trier

Details zur Rückreise findest Du hier.
Den gesamten realen Verlauf der Hinreise findest Du hier.

Rückreise Paris – Thionville – Perl – Trier 22.07.2015

Tatsächliche Routen vom 22.07.2015
Tageskilometer:
Paris Hotel – Ost Bahnhof Paris: 0,25 km
Thionville – Perl: 35,5 km
Trier- Hotel:  0,25 km
Bahnkilometer: ca. xxx km Paris – Thionville (Luftlinie ca. 284 km)
Bahnkilometer: ca. 48 km Perl – Trier (Luftlinie ca. xxx km)
Streckenabschnitt (mit dem Fahrrad) insgesamt: 1.496 km.

volle Distanz: 35252 m
Maximale Höhe: 175 m
Minimale Höhe: 147 m
Gesamtanstieg: 242 m
Gesamtabstieg: -261 m
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My Camino

Mit dem TGV geht’s heute auf der Strecke Paris – Luxemburg Richtung  Heimat. Auf dem Bahnhof Paris Gare de L’Est am Bahnsteig 26 frage ich nach, wo dann das Fahrradabteil im gerade bereitgestellten TGV ist. Die Beschriftung ist sehr dezent. Es ist im Wagen 11 direkt hinter der Look. Die Reservierung ist für das Fahrrad im TGV Pflicht. Geht aber zur Zeit nicht online. Da noch Plätze frei sind, darf ich im Zug die Fahrradmitnahme für 20,- € nachlösen. Der Einstieg in den TGV ist einfacher, da die Türen breiter und es nur zwei Stufen sind.

Unterwegs in Metz steigt ein zweiter sehr gut ausgerüsteter  Fahrradfahrer zu. Ich helfe ihm selbstredend beim Einsteigen.  Es ist Bill aus Sydney in Australien. Er ist dieses Jahr von Juli bis September in Europa unterwegs und hat sein Fahrrad auf einem Passagierschiff über Korea und London mit gebracht. Er will noch über Wien nach Rom pilgern.  Wir haben einander viel zu erzählen.

In nur zwei Stunden legt der TGV die Strecke zügig zurück. In Thionville hilft mir Bill beim Aussteigen.

Kurz danach bin ich auf dem Moselradweg Richtung Perl. Unterwegs überhole ich zwei Frauen aus Thüringen. Wir treffen uns später auf der Strecke mehrfach. Sie sind mit dem Zug gestern über Metz aus Thüringen gekommen und haben heute Ihre Mosel-Fahrradreise in Thinoville gestartet.

In Malling mache ich kurz vor der Moselbrücke eine Trinkpause. Mein Route führt mich dieses mal nicht über Schengen, wie auf dem Hinweg. Ich passiere die beinahe unsichtbare Grenze Frankreich/Deutschland kurz vor Perl gegenüber von Schengen. In Perl mache ich fast direkt am Bahnhof Mittagspause in einem traditionellen Gasthof. Von hier aus sieht man Schengen und den Bahnhof Perl. Kurz danach treffen auch die beiden Thüringerinnen im Gasthof ein, nehmen am Nachbartisch Platz und wir kommen nach dem Essen ins Gespräch.

Am kleinen Bahnhof Perl spricht mich ein Ehepaar aus dem Sauerland an. Sie machen Sternfahrten mit dem Fahrrad von Trier aus. Sie warten schon lange auf den Zug nach Trier. Sie fragen nach den Abfahrzeiten. Mit Hilfe mein Bahn-App kann ich helfen und schon kommt auch der Zug. Wir steigen zusammen ein und fahren zusammen nach Trier. Natürlich kommen wir ins Gespräch übers Fahrradfahren allgemein und übers Fahrradpilgern in meinem speziellem Fall.

Im Hotel werde ich bereits erwartet. Heute morgen hatten sie schon eine Mail geschickt und gefragt, ob mich mein Zimmer 102 von der Hinfahrt wieder haben möchte. Nach dem Anmelden ziehe ich mich schnell um und trinke unten im Lokal erst mal eine selbst gemachte Limonade. Während dessen kommen fahrradfahrende Jakobspilger aus dem Bahnhof Trier und sind schnell weiter, noch bevor ich ihnen ein „Buen Camino“ zurufen kann. Anschließend geh‘ ich noch rüber zum Chinesen eine Wan-Tan Suppe essen, die hab ich von der Hinfahrt noch in bester Erinnerung. Auch die drei Bier runden diesen Rückreisetag ab.

Morgen ist der vierzigste und letzte Tag dieses wunderbaren Streckenabschnitts. Es geht mit der Bahn über Trier, Koblenz, Duisburg und Voerde zurück in die Heimat.  Ab Voerde dann das letzte Stück mit dem Fahrrad nach Hünxe.

Bilder des Tages

2015-06-25 Zwölfter Tag Perl

Die Planung zu dieser Etappe findest Du hier.

Etappe Trier bis Perl-Nennig

Tatsächliche Route vom 25.06.2015

Tageskilometer: 45 km
Streckenabschnitt insgesamt: 560 km

volle Distanz: 44933 m
Maximale Höhe: 158 m
Minimale Höhe: 109 m
Gesamtanstieg: 393 m
Gesamtabstieg: -349 m
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My Camino

Das Frühstück im Hotel ist sehr gut. Ich denke an die Vitamine und esse zum Schluss eine Birne. Für die Mittagspause nehme ich noch einen Apfel mit. Um 9 Uhr bin ich schon in Richtung Mosel unterwegs.

Für die Rückreise dieses Abschnitts am 22./23.07.2015 habe ich das Hotel auch gebucht – zumal es günstig am Hbf liegt. Durch den zweitägigen Aufenthalt kenne ich mich inzwischen in Trier etwas aus und komme vom Hotel entspannt zur Mosel. Trier ist zwar die älteste Stadt Deutschlands, ich habe sie aber nicht unbedingt sehr fahrradfreundlich erlebt.

Die Strecke entlang der Mosel folgt zunächst dem Moselradweg,  ist sehr schön, hat aber wenig Biergärten. Das Wetter ist sehr gut. Ich fahre natürlich kurzärmlig und habe heute morgen auch an den Sonnenschutz gedacht.

Im Westen von Trier gibt’s natürlich auch etwas Industrie aber auch sehr schöne kleine Häfen und natürlich Staustufen. Ruckzuck bin ich an der Saarmündung. Bis dahin gibt es eher Wald und Wiesen links und rechts der Mosel und nur noch wenige Weinberge.

Bis Konz fahre ich eine lange Strecke parallel zum Jakobsweg Trier-Metz. Als ich die Saar überquere verlässt meine heutige Etappe  den Jakobsweg.

Nach zwölf Tagen bin ich nun durch die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und das Saarland gekommen. Seit der Saarmündung bei Konz ist die Mosel Grenzfluss zwischen Deutschland und Luxenburg. Auf der Luxenburger Seite gibt’s wieder mehr Weinberge und die Häuser sind bunter. Heute wohne ich 5 km vor Perl in Perl-Nennig, da in Perl die Hotels so gut wie ausgebucht sind. 3 km vor dem Hotel nehme ich meinen Nachmittagskaffe und esse einen selbstgebackenen Apfelkuchen. Der ist nach dem sparsamen Mittag und der langen Strecke ohne Biergarten dringend fällig. Die Kellnerin Jahrgang 1938 setzt sich zu mir und erzählt Geschichten von Ihrem Kiosk „Bei Opa Schwer“ (nennt sich jetzt Bistro) und der Mosel, die hier 103 m breit und 9 m tief ist. Sie kommentiert „das kleine Luxenburg mit seinen klugen Köpfen“ am gegenüberliegenden Ufer, zeigt mir alte Bilder und Ansichtskarten und wünscht mir auf meinem Pilgerweg alles Gute. Ein schönes Gespräch bei Kaffee und Kuchen.

Das heutige Hotel hat ein ausgezeichnetes Restaurant. Es gibt eine exzellente hausgemachte Rindfleischsuppe und aus der regionalen Küche Salat, Schnitzel und Nudeln. Zum Schluss noch frische Erdbeeren. – Lecker!

Meine Zimmer ist im „Stammhaus“.  Die  „Eicherustikal-Umgebung“  meines Zimmers der „Monteur-Kategorie“ könnte bestimmt viele Geschichten erzählen.

Habe den Laptop mit ins Restaurant genommen, da hier das W-LAN gut und schnell ist.

Morgen geht’s durch Perl und durch Schengen in Luxenburg und dann nach Thionville in Frankreich. Das Zimmer habe ich via HRS online gebucht. Danach will ich Samstag doch in Metz Station machen. Das Hotel habe ich mit meiner erste französischen Mail angefragt. Mal seh’n was dabei heraus kommt.  😉 Anschliessend möchte ich Sonntag nach Pont-á-Mousson.

Bilder des Tages

2015-06-23 bis 24 Zehnter und Elfter Tag Trier

Die Planung zu dieser Etappe findest Du hier.

Etappe Trittenheim bis Trier

Tatsächliche Route vom 23.06.2015

Tageskilometer: 43 km
Streckenabschnitt insgesamt: 502 km

volle Distanz: 42441 m
Maximale Höhe: 166 m
Minimale Höhe: 95 m
Gesamtanstieg: 394 m
Gesamtabstieg: -357 m
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Ruhetag 24.06.2015 in Trier

Das Hotel hat einen Wäscheservice – prima. Da kann ich direkt länger schlafen und später Frühstücken.

Heute muss ich ein paar Drogerieartiekl auffüllen und mich  pflegetechnisch um mein Fahrrad kümmern. Anschließen gibt’s mit dem Fahrrad (ohne Gepäck) eine kleine Pilger- und Stadtrundfahrt bei allerbestem Wetter.

Deo, Hirschtalg, und Isopropanol zum Felgenflankenreinigen sind schnell in Drogoriemarkt und Apotheke besorgt. 100 ml Alkohol kosten in der Apotheke fast soviel wie ein Doppelter Willi, hat aber mehr Prozente. Zum Putzlappenkauf fehlt mir die Erfahrung. Also improvisieren und stattdessen ein Hemdchen aus dem Sonderangebot für kleines Geld kaufen – putz prima. Luft fülle ich während der Stadtrundfahrt beim 2Rad-Händler auf; der wirft auch einen Blick auf meine quietschenden Bremsen und meint alles ist ok. Lag wahrscheinlich am Regen !? Heute bei trockenem Wetter quietscht natürlich nix. Na ja, da geb‘ ich zumindest einen für die Kaffee-Kasse aus.

Trier: Stadtrundfahrt mit dem Fahrrad

Tageskilometer: 13 km
Streckenabschnitt insgesamt: 515 km

Vom Hotel zum Dom und zum Ziel des Mosel-Camino St. Matthias; anschließen an  der Mosel zurück. Einschließlich Obst vom Markt, Mittag im Dom-Cafe und chillen an der Mosel. Mineralien und Flüssigkeit fülle ich mit drei Bier im THEO auf. Abend essse ich nochmal gegenüber vom Hotel beim Thailänder. Nachtisch beim Italiener und den Schluss-Kaffee im LECCA.
Ein schöner Ruhetag …

volle Distanz: 12755 m
Maximale Höhe: 201 m
Minimale Höhe: 80 m
Gesamtanstieg: 310 m
Gesamtabstieg: -251 m
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My Camino

Der Powerriegel am gestrigen Montag abend als Abendbrotersatz war lecker, hatte bestimmt auch genug Kalorien; aber als der Wecker heute um 6:30 Uhr mich aus meinen Träumen holt, ist der erste Gedanke: Hunger – und jetzt gut frühstücken. In Trier will ich einen Ruhetag einlegen. Das Hotel kann ich nach einigem suchen heute Nacht noch online buchen. Viele bett+bike Hotels in Trier sind ausgebucht.

Das Frühstück auf dem Weingut in Trittenheim ist ordentlich und schmeckt. Um 9 Uhr habe ich das Gepäck geladen und ich überquere die Mosel. Dann gehts durch schöne Radwege und die schöne Mosellandschaft los. Schon nach 5 km setzt leichter Regen ein. Der Moselradweg ist sehr zurückhaltend bis gar nicht beschildert. Dank meinem Fahrrad-Navi ist das aber kein Problem.

An der nächste Mosel-Schleife wird der zuerst leichte Regen stärker und ich sehe die Schauern über die Weinberge kommen. Heute schauere ich zwei mal kurz und komme trotzdem gut voran. Zwischendurch gibt es blaue Löcher und die Sonne trocknet meine Funktionsklamotten. Meist führt der Moselradweg direkt an der Mosel entlang. Manchmal fahe ich auch in die Weinberge. Die Steigungen bleiben im Sattel bezwingbar. Allmällich tut am zehten Tag aber auch ein A***h weh, so dass der geplante morgige Ruhetag mir sehr willkommen ist. Die Trinkpausen heute mach ich weniger zum Trinken sondern eher zum Popo entspannen.  Trotzdem es geht mir sehr gut.

Unterweg komme ich – wie auch in den letzten Tagen – an einer der zahlreichen Mosel-Staustufen vorbei. Hier in Detzem beträgt die Fallhöhe 9 m.

Bei Schweich überquere ich die Mosel. Kurz danach muss ich in einem kleinerem Gewerbegebiet eine mässig beschiderte Radumleitung fahren. Auch das klappt mit Unterstützung meines Navis problemlos. Dann folgt der Trierer-Hafen. Der ist zwar auch keine Augenweide aber harmlos zu den riesigen Industrieflächen zum Beispiel in Köln-Niehl vorige Woche. Dann verläuft die Etappe aber ach schon wieder an der schönen Mosel entlang und es heitert weiter auf. Schon ist die Kaiser-Wilhelm-Brücke in Trier in Sicht. Ich überlege anstelle der längeren und steilern Auffahrt zur Brücke die Treppe zu nehmen. Der Mucki-Bude und dem guten Frühstück sei Dank schaffe ich die 14 m Höhendifferenz in Treppenstufen und mit 20 kg Gepäck + 17 kg Fahrrad + 150 kg Gustav. Die Treppe hat mehrere Podeste und die brauche ich auch zum Verschnaufen.

Am Schluss der Strecke ab der Kaiser-Wilhelm-Brücke treffe ich wieder auf den Mosel-Camino. Um 13 Uhr bin ich bereits am Hotel. Das Zimmer ist noch nicht fertig und so mache ich beim Thailänder und Italiener Mittag. Die Wan-Tan-Suppe ist klasse. Ich esse ein Tagesmenü für kleines Geld. Bein Italiener nebenan trinke ich einen Kaffee und lasse mir von hinten die Sonne auf die Weste scheinen.

Das Hotel ist ein Integrationshotel des Diakonischen Werks. Mein Zimmer ist groß und komfortabel. Das richtige für einen zusätzlichen Ruhetag. Das Hotel liegt dierekt am Trier Hbf. Zur Innenstadt sind es zu Fuß 10 Minuten. Das Personal ist sehr freundlich und hilfsbereit.

Ich geh jetzt erstmal zum Dom, Hauptmarkt und zur Porta Nigra, wo ich auch zu Abend esse. In der Wirtschaft gibt es  als Tagesgericht gegrillten Schinken mit Teerdich (Sauerkraut und Kartoffelpüree vermischt).

Morgen, Donnerstag fahre ich den Moselradweg weiter bis Perl. Am Freitag geht’s über Schengen in Luxenburg nach Thionville in Frankreich.

Bilder des Tages