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Bochum-Huenxe

Hünxe – Voerde – Bochum – Wattenscheid – Hünxe

Am Sonntag, den 3. April 2016 war ich in Voerde, Bochum und Wattenscheid unterwegs. In Voerde war ich bei bestem Frühlings-Wetter vormittags Störche anschauen und in Wattenscheid stand abends der Pilgerstammtisch Ruhrgebiet an.

Am Montag, den 4. April 2016  bin ich von Bochum mit dem Fahrrad nach Hünxe bei überwiegend angenehmen Frühlingswetter zurückgefahren. Das waren sehr schöne 47 km mit dem Fahrrad.

Streckenverlauf

Fahrrad: Hünxe-Voerde
Zug: Hünxe-Duisburg-Bochum
Fahrrad: Bochum-Wattenscheid-Bochum
Fahrrad: Bochum, Gelesenkirchen, Gladbeck, Bottrop, Kirchellen, Hünxer Wald, Hünxe

Fahrradkilometer insgesamt: 98 km

Storchentour Hünxe-Voerde

Weitere Infos zur Storchentour und Video finden Sie hier.

volle Distanz: 26846 m
Maximale Höhe: 42 m
Minimale Höhe: 16 m
Gesamtanstieg: 218 m
Gesamtabstieg: -237 m
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Voerde-Bochum

Voerde(Niederrhein) 03.04. ab 14:52 Gleis 1
Duisburg Hbf 03.04. an 15:18 Gleis 3
RB 30541

Duisburg Hbf 03.04. ab 15:33 Gleis 11
Bochum Hbf 03.04. an 15:54 Gleis 5
IC 1920
1 Fahrrad, Wg. 14, Pl. 126, Fahrrad,
Res.Nr. 8024 2007 3558 93

Die Jugendherberge liegt unweit des Bochumer Bahnhofs im sogenannten Bermuda-3-Eck.

volle Distanz: 1526 m
Maximale Höhe: 100 m
Minimale Höhe: 91 m
Gesamtanstieg: 5 m
Gesamtabstieg: -11 m
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Training und Etappe Bochum-Wattenscheid-Bochum

Da ich bis zum Beginn des Pilgerstammtische noch etwas Zeit hatte, habe ich auf dem Weg von Bochum nach Wattenscheid bei schönem Frühlingswetter im Bereich der Bochumer Jahrhunderthalle und im Westpark mit Querung der A40 noch eineinhalb  Ehrenrunde gedreht. 😉

Nachts auf dem Rückweg ging auch alles gut. Allerdings war der schmale und unbeleuchtete Radweg zwischen Ev. Friedhof an der Westenfelder Straße und der steilen Böschung der A40 etwas spannender als üblich, da ich unterwegs im Dunkeln zwei mittelstarke Äste vom Radweg räumen musste. Meine gute LED-Fahrradlampe lies mich die Hindernisse noch rechtzeitig erkennen. Sicherheitshalber bin ich abgestiegen. Dann geht natürlich die Fahrradlampe aus, weil mein Nabentacho im Stand kein Strom liefert. Ich überlegte kurz, ob ich meine Taschenlampe oder meine Kopflampe nehmen sollte, um mich in der Finsternis zurecht zu finden. Entschied mich dann aber einen Moment zu warten bis mein Augen sich an die Dunkelheit gewöhnt hatten.  Das klappte nach kurzer Zeit und ich konnte die Äste erkennen und an den Rand räumen. Dann ging’s mit dem Rad weiter. Nach einem dreiviertel Kilometer war aber auch dieser Spuk im Dunkeln vorbei und die Straßenlampen der Stadt ergänzten mein Fahrlicht.

Auf dem letzten Kilometer kam ich wieder an „meinen“ vom Nachmittag bekannten Lieblingsirrgarten am Westpark vorbei. Und prompt habe ich auch den Radweg wieder verloren. Aber mit Hilfe meines Navis ist das kein Problem. Viele Wege führen nach Rom und zur Jugendherberge im Bermuda-3Eck. Kurze Zeit später war ich wohlbehalten in der Jugendherberge. Die Rezeption hat durchgehend geöffnet. Es ist noch Zeit für ein, zwei grundsolide Absacker – natürlich Mineralwasser. Nüsse, eine nette Begegnung und ein längeres und gutes Gespräch mit der Nachtschicht lassen den Sonntag entspannt ausklingen.

volle Distanz: 23703 m
Maximale Höhe: 97 m
Minimale Höhe: 57 m
Gesamtanstieg: 194 m
Gesamtabstieg: -198 m
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Etappe Bochum-Hünxe

Die Nacht im Mehrbettzimmer der Jugendherberge war erholsam und das Frühstück, wie meistens in den modernen Jugendherbergen Deutschlands, ausgezeichnet. Frisch gestärkt hole ich mein Fahrrad aus der Tiefgarage und sitze gegen 9:30 Uhr im Sattel. Der Himmel ist blau/weiß und mein Rückfahrt von Bochum nach Hünxe startet am Bermuda-3Eck.

Nach wenigen 100 m durch Bochum-Ehrenfeld kreuze  ich zweimal die Bahnstrecke.  Über die Bessemerstraße geht meine Route durch die Stadt an einem Wohngebiet sowie an alten und neuen großen Industriegeländen vorbei. Nach kurzer Zeit erreiche ich den schon von gestern  mir inzwischen bestens bekannten Westpark. Heute durchquere  ich den schönen Park auf einem befestigten Radweg ohne mich zu verfahren. Am Ende des Parks geht der geschotterte Radweg auf eine ehemalige Erzbahntrasse über. Der Radweg ist breit und eben  und lässt sich sehr gut fahren. Erhöht geht’s an vielen teilweisen renaturierten Industriebrachen und ehemaligen Stahlwerken mit interessanten Aussichten vorbei.  Die Erzbahntrasse überquert die A40 mit einer blauen Brücke. Überhaupt sind die Brücken des Radweges sehr beindruckend und machen den Radweg kreuzungsfrei und beliebt.

Die Temperatur steigt allmählich von 14 °C auf 18 °C an. Der  Trassenradweg ist wunderbar. An einer größeren Radwegkreuzung mit dem Emscher-Park-Radweg und der  Route Industriekultur ziehe ich meine Jacke aus. Kurzärmlig geht’s weiter und ich erreiche nach einer beeindruckenden Radfahrt an ehemaligen Halden und Zechen vorbei den Rhein-Herne-Kanal. Nach kurzer Fahrt am Kanal entlang quere ich die Emscher und erreiche Gelsenkirchen.

Dort geht’s an der B226/Cranger Straße auf einem neuen Radweg kilometerlang ansteigend durch den herausgeputzten und intakten Gelsenkirchener Stadtteil Erle. Die Veltins-Arena von Schalke liegt nur wenige 100 m entfernt.  Die Straßenbahn fährt in der Mitte der Straße, links und rechts befinden sich viele kleinere Geschäfte, die Post und ein Krankenhaus. Die Straße lebt und es hier am Montag Vormittag richtig was los. Der rot markierte neue Radweg auf dem breiten Bürgersteig wird respektiert und es macht Spaß durch diesen schönen alten Stadtteil von Gelsenkirchen trotz der kontinuierlichen Steigung zu fahren.  An einem Supermarkt halte ich an, kaufe Gemüse und Wasser ein. Die Menschen sind freundlich und gesprächig. Am Fahrradständer treffe ich eine Frau die ihren Fahrradschlüssel verloren hat. Ich komme mit Ihr in ein zwangloses Gespräch. Alsbald taucht ihr telefonisch verständigter Mann auf und bringt den Reserve-Schlüssel. Wir sind inzwischen beim Thema Pilgern und Radfahren angekommen und wir setzten das frohe Gespräch zu dritt fort. Wieder mal eine meiner zahlreichen schönen Begegnungen und Momente am Wegesrand, die das Leben lebenswert und die Etappen so bewegend machen.

Die Cranger Straße steigt weiter an. Das Schloss Berge lasse ich wegen der Steigung links liegen. Ich erreichte den von mir von meiner früheren beruflichen Tätigkeiten bekannten Stadtteil Gelsenkirchen-Buer.  Die Radwege sind hier älter und fehlen manchmal ganz. Die Bürgersteigabsenkungen sind oft lieblos realisiert und erfordern Aufmerksamkeit. Nach jeder Auffahrt kommt natürlich auch eine Abfahrt. So führt mich meine Strecke nach einiger Zeit weiter nach Gladbeck und Bottrop.

Kurz vor Kirchhellen geht’s bei kräftigem Gegenwind aus Westen noch mal ordentlich bergauf. Der Himmel hat sich vorübergehend bewölkt und leichter Nieselregen setzt ein. Auf der Kuppe der Steigung ziehe ich meine Jacke wieder an. Ich durchquere Kirchhellen in Richtung Flugplatz Schwarze Heide. Auf der Anhöhe weht der West-Wind kräftig und bläst die Funktionskleidung schnell wieder trocken. Der kurze Nieselregen ist längst vergessen, als ich bei Sonnenschein in den windabhaltenden Hünxer Wald einbiege. In der Nähe der Hohen Wart  bei den Teufelssteinen steuere ich die bei der Planung als Wegpunkt im Navi markierte alte Schutzhütte an.

Hier möchte ich mitten im Wald Pause machen. Ich habe meinen Spirituskocher dabei  und es gibt Filterkaffe und eine mit frischen Zutaten zubereitete vegane Reispfanne (Video). Das Kochen, Essen und Trinken ist für mich eine Genuss und liefert außerdem genug Zeit zum Entspannen und Innehalten. – Herrlich!

Nach meinem jahrzehntelangen „Küchenverbot“ ;-), habe ich nun angeregt durch die Videos von Rainer Dornburg aus dem Schwarzwald meine eigene mobile Küche in Form eines Spirituskochers und es ist für mich momentan ein Riesen-Spaß auf meinen Touren im Freien für mich selbst zu kochen. Selbstredend nehme ich meinen Müll mit nach Hause und nehme auch den Abwasch in Kauf.

….

Kurz nach 16 Uhr komme ich zu Hause in Hünxe nach der ersten 2-tägigen Radfahrt diese Frühjahrs 2016 zufrieden und glücklich an.

volle Distanz: 46281 m
Maximale Höhe: 94 m
Minimale Höhe: 20 m
Gesamtanstieg: 509 m
Gesamtabstieg: -573 m
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Bilder des Tages

Video des Tages outdoor cooking
Vegane Reispfanne auf dem Spirituskocher

Übernachtung

Jugendherberge Bochum
Humboldtstraße 59-63
44787 Bochum
Tel: +49 234 4175799-0
Fax: +49 234 4175799-9
N51° 28.577′ E7° 12.857′

Kopfweiden am Niederrhein

Die Kopfweiden, ein Symbol des Niederrheins, sind auch im Wappen des Kreises Wesel zu finden. Die intensive Kopfbaumpflege fand meist vom November bis Februar statt. Ist die Kopfweide in dieser besonderen Art und Weise einmal geschnitten ( in einer Stammhöhe von ca. 2 Meter ) so muss sie regelmäßig nachgeschnitten werden, ansonsten treibt der Baum starke Äste aus und die Statik ist nicht mehr gewährleistet, der Stamm droht dann auseinanderzubrechen. Der Erhalt der Kopfweiden ist gleichzeitig Lebensraum zahlreicher Pflanzen und Tierarten.
Besonders Fledermäuse und Steinkäuze finden hier Unterschlupf.
Die wirtschaftliche Nutzung hat an Bedeutung stark verloren.
Die gewonnenen Ruten wurden in früheren Zeiten für die Korbflechterei oder in Verbindung mit Lehm als Baumaterial für Häuserwände benutzt. Ältere bzw. durchgewachsene Äste wurden für die Herstellung von Besen- und Werkzeugstielen verwendet. Kopfweiden werden heute eher selten gepflegt. Allerdings pflegen inzwischen Naturschutzorganisationen, die sich für den Erhalt der Kopfweiden als Lebensraum zahlreicher Tierarten einsetzen, vor allem die in ihrem Bestand bedrohten Fledermäuse und Eulen. Diese Tiere finden in den häufig hohlen Stämmen Unterschlupf und Nistgelegenheit. Sowohl die männlichen Weiden als auch die weiblichen Weiden mit ihren Kätzchen bieten den Bienen im Frühjahr die erste Nahrung. Darum werden in der Regel in einem Jahr nicht alle Weiden eines Bestandes „geschneitelt“, sondern abwechselnd immer nur einzelne.
Kopfweiden sind prägend für das Erscheinungsbild der Region Niederrhein.