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Radpilgertour Nijmegen-Kalkar-Xanten

Radpilgertour 21. und 22. August 2016

Den Tipp für die morgige Tour habe ich noch während unserem diesjährigen My Camino von Waltraud A aus Haldern bekommen. Und einige vom Pilgerstammtisch Bocholt waren letztes Jahr hier zur Einweihung der Pilgerherberge. Dadurch kommt mir die Idee einen Tag vorher anzureisen. Der Kontakt zur organisierenden Gilde ist schnell hergestellt und die Herberge in Emmerich lässt sich mit etwas Vorlauf unkompliziert über den Webauftritt der Gilde anfragen. Danke an Alle!

Anreise Hünxe – Emmerich
21.08.2016

Huenxe-Voerde real am 21.08.2016   11 Fahrradkilometer

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volle Distanz: 11309 m
Maximale Höhe: 41 m
Minimale Höhe: 19 m
Gesamtanstieg: 101 m
Gesamtabstieg: -110 m
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Voerde – Rees-Empel  am 21.08.2016  32 Bahnkilometer

Rees-Empel – Emmerich real am 21.082016 19 Fahrradkilometer

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volle Distanz: 19046 m
Maximale Höhe: 26 m
Minimale Höhe: 11 m
Gesamtanstieg: 181 m
Gesamtabstieg: -192 m
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Auf bekanntem Weg fahre ich mit dem Rad 11 km von Hünxe nach Voerde zum Bahnhof. Mit dem Nahverkehrszug soll’s planmäßig um 10:45 Uhr von Voerde nach  Empel-Rees gehen. Die aktuelle Verspätung beträgt laut meiner DB-App um 10:20 Uhr immerhin 31 min. Da bleibt noch Zeit für einen Kaffee und Brötchen für die Mittagspause oder das Abendbrot einkaufen.

Das Wetter: bedeckter Himmel, zeitweise strammer Gegenwind. Nach den ersten 6 km setzt auf dem Weg nach Voerde leichter Nieselregen ein. Die Temperatur beträgt 16 °C.

Im Café beim Bäcker ist es warm und trocken. Auch der Kaffee crema ist sehr gut. Als ich nach einer Weile den guten Kilometer zum Voerder Bahnhof weiterfahre, hat es aufgehört zu nieseln.

Der RB5 kommt schließlich um 11:15 Uhr. Ich stehe am Anfang des Zuges. Der Fahrradwagen ist aber leider heute am anderen Ende. Wegen der Verspätung hat es der Zugführer eilig. Ich wuchte mein Rad am hohen Einstieg zu einem doppelstöckigen Wagen hoch. Ein junger Mann fasst mit an. Der Tacho geht dabei fliegen, landet aber im Zug.

In  Rees-Empel ist der Bahnsteig neuer; so bekomme ich das Rad mühelos die drei Stufen runter. Der Ausgang geht über eine steile Treppe nach unten und anschließend nach oben. Die steile Treppe rauf sattele ich lieber meine  beiden hinteren Gepäcktaschen ab.

Den von mir geplanten Track nach Emmerich habe ich gestern vergessen in den Fahrradnavi zu laden. Ich frage einen Passanten nach dem Radweg und entschließe mich ohne den Track die Etappe nur nach den Schildern zu fahren. Bei Bedarf kann ich den Track ja auch unterwegs vom W10-Tablett in den Navi nachladen oder eine Route am Navi selbst berechnen lassen. Den real gefahrenen Track zeichne ich auf. Das Ergebnis können Sie / könnt Ihr oben sehen. Bis kurz vor die Rheinpromenade hat die Fahrt nach Schildern sehr gut geklappt. Dann irritiert mich eine Fahrradumleitung und ich fahre in die falsche Richtung. Als mir das komisch vorkommt, frage ich eine Passantin und drehe um.

Das Wetter hält sich und der Gegenwind wird durch die zahlreichen Hecken und die Maisfelder stark gebremst. Auf dem freiem Feld bläst er kräftig. Aber es bleibt bis zur Ankunft in Emmerich trocken.

Gegen 11:45 Uhr habe ich die ca. 19 km lange Strecke über Radwege nach Emmerich gestartet. Kurz nach 13 Uhr bin ich am Aldegundiskirchplatz. Von hier aus sind es nur wenige Meter bis zur Rheinpromenade.   Hier bin ich später mit dem Herrn Dr. Hans Jürgen Arens verabredet, der die Herberge öffnen will. Den obligatorischen Schlafsack und einen frischen Pilgerausweis habe ich im Gepäck. Jürgen Arens ist der Gildemeister der St. Jakobus- und Johannes- Gilde e.V. hier in Emmerich. Die Unterkunft liegt direkt an der Rheinpromenade. Ich setzte mich auf eine Bank, mache erst mal ein ordentliche Trinkpause und freue mich, dass ich trocken angekommen bin. Kaum beginne ich den Anblick der Promenade zu genießen, da kommt aus den inzwischen aufgezogenen dunklen Wolken eine kräftige Regenschauer. Ich parke rasch mein Rad und flüchte in ein Speiselokal. Hier belohne ich mich mit einer heißen Rindfleischsuppe und Käsespätzle.

Da meldet sich auch schon vor der Zeit Pilgerbruder Jürgen. Ich verabrede mich für 15 Uhr mit dem Hospitalero Herrn Dr. Johannes Pickers  an der Tourist Info, die quasi gleich neben der tollen neuen Pilgerherberge „Arche Willibrord“ liegt. Im infoCenter wird mein Personalausweis kopiert und mein Pilgerausweis bekommt einen schönen Pilgerstempel. Der Pilgerbruder und Herbergsvater Johannes holt mich im infoCenter ab und begleitet mich die wenigen Schritte bis zur Herberge. Das Rad, die Wind- und Regenweste sowie die Radfahrerschuhe bleiben im Keller.  Dann geht es über eine historische Treppe vorbei an den Überresten der alten Stadtmauer ins Haus. Im Erdgeschoss ist ein kleiner Andachtsraum. Im ersten Stock wohnen die Herbergseltern.  Nach 37 Stufen kommt man in der zweiten Etage an. Hier wird man mit einem traumhaften Ausblick auf den Rhein, die Rheinbrücke und die niederrheinische Landschaft für den Aufstieg belohnt. Johannes zeigt mir alles. Es gibt neben einer kleinen Kochnische vier Etagenbetten im kombinierten Wohn-/Küchen-/Schlafraum und ein Einzelzimmer sowie ein Bad. Außerdem gibt’s kostenloses W-LAN via Freifunk – SUPER!

Über Emmerich führen verschiedene Pilgerwege. Hierzu und zu weiteren Pilgerthemen gibt es in der Herberge reichlich Infomaterial in einem liebevoll zusammengestellten „Blauen Ordner“. Auch das papierene Gästebuch verzeichnet die ersten Einträge der jungen Herberge an der Rheinpromenade 32, die fast genau vor einem Jahr am 23. August 2015 eröffnet wurde. Das Haus selber ist eins der ältesten Häuser in Emmerich.

Etappe Emmerich – Nijmegen – Kalkar
22.08.2016

Veranstalter der Radtour ist die St. Jakobus- und Johannes-Gilde in Emmerich.

Nijmegen-Kalkar-Xanten real am 22.08.2016 62 Fahrradkilometer davon die Hauptstrecke Nijmegen-Kalkar  real 42 Fahrradkilometer

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volle Distanz: 61168 m
Maximale Höhe: 31 m
Minimale Höhe: 3 m
Gesamtanstieg: 487 m
Gesamtabstieg: -470 m
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Treffpunkt ist in Emmerich am Rhein um 8 Uhr am Aldegundiskirchplatz, der nur ca. 250 m von der Pilgerherberge entfernt ist. Gemeinsam mit dem Hospitalero Dr. Johannes Pickers radele ich die kurze Distanz über die Rheinpromenade bei leichtem Nieselregen und 16 °C dorthin. Von hier aus werden die Fahrräder und Teilnehmer mit einem VW-Bus nebst Anhänger nach Nijmegen transportiert. Mit von der Partie sind ab Emmerich die Radpilger Josef und Marga Verhaegh (Pedelec), Ernst Grodowski , Dr. Johannes Pickers , Resi und Dr. Jürgen Arens (Gildemeister). Ich bin dankbar als Gast mitfahren und dabei sein zu dürfen. Unser Transporteur ist der stellvertretende Gildemeister Rüdiger Kunz. Gemeinsam verladen wir die Räder auf den Anhänger.

In der St. Aldegunis-Kirche stehen Figuren des heiligen Jakob und seines Bruders Johannes aus dem 15. Jahrhundert, die an Emmerichs Tradition als Pilgerstadt erinnern. Schon im Jahr 1364 gibt es in Emmerich Herbergsstrukturen für Pilger.

In Nijmegen startet die eigentliche Etappe an der Jakobuskapelle, Glashuis 4. Wir laden kurz vor der Kapelle die Räder vom Anhänger. Das Wetter wird besser. Wir haben 18°C und es ist trocken.

Hier in der Jakobuskapelle werden wir mit Kaffee und Rosinenbrötchen herzlich empfangen. Wir erfahren einiges von der Historie der kleinen Kapelle, die seit geraumer Zeit von den Jakobuspilgern von Nijmegen betreut und gepflegt wird. Heute sind davon hier Ineke van Brunswijck , Frans Kosters (secretaris) und Pieter Niesten (voorzitter) . Die drei begleiten uns auf dem Pilgerweg von Nijmegen bis Kranenburg und geben unterwegs interessante Informationen. Vor der Kapelle steht eine Jakobus-Stehle von der Niederländischen Jakobusgesellschaft. Drinnen bekommen wir einen Pilgerstempel. Vor dem Aufbruch zünde ich noch eine Kerze an und Frans Kosters spricht den irischen Pilgersegen in niederländischer Sprache. Für mich ist das sehr ergreifend.

Zegen
De Herr zij voor ons, o, ons, de juiste weg te wijzen.
De Herr zij achter ons, om ons te bewaren voor de listen van de boze.
De Heer zij naast ons, om ons in de armen te sluiten  om ons te beschermen tegen gevaar.
De Heer zij onder ons, om ons op te vangen wanneer wij dreigen te vallen.
De Heer zij in ons, om ons te troosten wanneer wij verdriet hebben.
De Heer omgeve ons als een beschermende muur wanneer anderen over ons heen vallen.
De Heer zij boven ons, om ons te zegenen.
Zo zegene ons de almachtige God,vandaag, morgen en in eeuwigheid.
Amen

Um 9:30 Uhr sitzen wir zehn auf den Rädern und unsere holländischen Freunde führen uns über den Pilger- und Radweg aus der Stadt. Es geht zunächst am Nebenfluss der Waal am Het Meer und am Gewässer Wylermeer entlang. Schon bald danach erreichen wir den Kranenburger Bach und treffen gegen 10:30 Uhr in Kranenburg ein. Jürgen gibt einige Erläuterungen zur Kirche St. Peter und Paul in Kranenburg und zur Wallfahrt in Zusammenhang mit dem Auffinden des Kranenburger Kreuzes um 1308.  Er erklärt uns einige Heiligen-Figuren: Sankt Antonius mit dem Schwein und Dominikus der Heilige mit dem Hund und der Fackel sowie zum heiligen Christophorus.

Ich besorge mir noch einen Stempel für meinen Pilgerausweis und stecke auch hier noch eine Kerze an.

Am Mühlenturm in Kranenburg verabschieden sich unsere holländischen Mitpilger. Sie kehren mit dem Rad nach Nijmegen zurück. Am parallel zu uns eingetroffenem VW-Bus bedanken wir uns für die gute Begleitung. Jürgen und Rüdigern überreichen als kleine Anerkennung Jakobus-Rotwein.

Wir fahren meist über Rad- und Wirtschaftswege sowie abschnittsweise über den Pilgerweg weiter, lassen die Oberstadt von Kleve rechts liegen und radeln zügig in Richtung Kalkar. Während der Fahrt wechseln innerhalb unserer kleinen Radgruppe öfter die Positionen. Das gibt eine gute Gelegenheit für das eine oder andere schöne Gespräch während der Fahrt. Ich persönlich – als entschleunigter Radpilger – hätte mir unterwegs ab und zu eine Trinkpause gewünscht, komme aber mit der Gruppe und deren zügige Herangehensweise sehr gut klar.

In Qualburg verlassen wir die Radwege entlang der  Bundesstraßen B9  und B57. Über einen Wirtschaftsweg erreichen wir schließlich wieder den Pilgerweg und Kalkar, das Hauptziel der Etappe. Wir kehren gegen 13 Uhr in den empfehlenswerten und interessanten Beginenhof Kalkar in der Kesselstraße 20 ein. Der Koch Herr Kersten stellt in diesem schönen und großen mittelalterlichen Patrizierhaus hautsächlich „Essen auf Rädern“ her. Er hat für uns ein schmackhaftes kleines Drei-Gänge-Menü vorbereitet. Die hohen Räume sind mit Wand und Deckenmalereien geschmückt, große Kamine schaffen eine einzigartige Atmosphäre in diesem historischen Ambiente. Nach dem Essen führt er uns durch die Räume und erzählt von seinen Plänen.

Gut gestärkt aber etwas körperlich „eingerostet“ sind es nur noch wenige Meter bis zur Nikolaikirche Kalkar. Auch hier werden wir bereits erwartet und mit offenen Armen gegen 14:15 Uhr herzlich empfangen.

Der Kapitän der Jakobusbruderschaft in Kalkar Karl-Ludwig  van Dornick und seine Manen erläuteren für uns: „Die Kirche St. Nicolai gehört zu den bedeutendsten Schatzhäusern spätmittelalterlicher Kunst in Europa. Im 15. und 16. Jahrhundert errichtete die stolze Bürgerschaft in etwas mehr als einem Jahrhundert nicht nur wichtige Bauten, wie das stattliche Rathaus und die St. Nicolaikirche, sondern stattete letztere auch mit hochrangigen Kunstwerken aus.“

Der geschnitzte Jakobusaltar in Kalkar hat noch die Originalfarben und  stammt  wahrscheinlich aus dem ersten Jahrzehnt des 16. Jahrhunderts.  In der Mitte sehen wir die Statue des heiligen Apostels Jakobus . Die kleineren, knienden Figuren dürften die Stifter der Bildwerke sein, die als Pilger dargestellt sind.  Die beiden anderen Heiligen, Petrus mit dem Himmelsschlüssel und Matthäus mit Buch und Hellebarde dürften von einem anderen Künstler als die Figur des heiligen Jakobus stammen, aber auch einem Schüler des Meisters Arnt. Pastor Alois von Dornick spielt Flöte am Jakobusaltar und singt mit uns ein Lied.

Die Emmericher Gilde pflegt die Kontakte zu anderen Pilgern und Bruderschaften. So erfahren wir auch heute wissenswertes aus erster Hand und haben interessante Begegnungen. Ich komme mit Günter von der Jakobusbruderschaft ins Gespräch. Wir erzählen uns gegenseitig von unseren Erlebnissen auf dem Jakobsweg von zu Hause bis nach Galizien mit dem Fahrrad. Er war am Anfang dieses Jahrtausends in mehreren Etappen und über mehrere Jahre verteilt mit dem Rad nach Santiago de Compostela unterwegs. Noch heute spürt man die Begeisterung in ihm und seine Augen funkeln und leuchten, wenn er immer noch bewegt davon und von dem Kernteam der über mehrere Jahre mitgefahrenen Radpilger in Deutschland, Frankreich und Spanien erzählt.

Ich stecke noch eine Kerze für meinen Klassenkameraden an und schaue mich in der einzigartig reichen mittelalterliche Bürgerkirche um.

Auch hier überreichen zum Schluss Jürgen und Rüdiger an den Kapitän der Bruderschaft Herrn Karl-Ludwig  van Dornick und an den Pastor Alois von Dornick Jakobus-Rotwein als kleines Dankeschön.

Nach der eindrucksvollen Kirchenbesichtigung in Kalkar fahren die Radfahrer über den historische Stadtkern hier in Kalkar nach Emmerich zurück. Eine Radpilgerin nutzt den Service des Rücktransportes mit dem VW-Bus.

Ich bedanke mich herzlich bei der Gruppe und verabschiede mich für heute aus der Runde der Emmericher Gilde. Dann fahre ich über den Marktplatz, am gotisches Rathaus und an der alten Windmühle (ein toller Tipp von Resi) vorbei. Das Straßenpflaster ist holprig aber mit dem Rad fahrbar. Schließlich schwenke ich auf den Rad- und Pilgerweg in Richtung Xanten ein.

Rückreise Kalkar – Xanten – Hünxe
22.08.2016

Gegen 15 Uhr folge ich von Kleve aus dem Rheinischen Jakobsweg bis Xanten. Das Wetter verbessert sich weiter und es erscheinen bereits blaue Löcher am Himmel. Die Temperatur liegt inzwischen deutlich über 21 °C.

Gemütliche und entschleunigt genieße ich die letzte Etappe. Mein Navi führt mich den Pilgerweg entlang. In Appeldorn und Marienbaum fahre ich jeweils zur Kirche und mache kurze Trinkpausen. Die Wallfahrtskirche St. Mariä Himmelfahrt  in Marienbaum ist die Abteikirche des 1460 gegründeten Birgittenklosters.

Geprägt von der Routenführung am späten Vormittag, kann ich zwischendurch nicht widerstehen und kürze über den Radweg entlang der B57 die Schluss-Etappe etwas ab. Hier führt auch ein Limes-Radweg lang. Auch die Via Romana streife ich heute mehrfach. So lasse ich das jüngere Franziskaner-Kloster Mörmter rechts und die mir bekannten Xantener Seen links liegen. Dafür fahre ich am schönen Archäologischer Park  entlang und treffe mit Sonnenschein gegen 16:45 Uhr in Xanten am Dom St. Viktor ein. Die Stadt Xanten hat viel zu bieten.

Obwohl ich mindestens einmal im Jahr im Dom bei der nachweihnachtlichen Bläsermusik aktiv mitblase, nehme ich mir Zeit für den Dom. Zuletzt stecke ich im Dom noch eine Kerze an und hole mir einen Pilgerstempel. Mit der Frau am Stand komme ich ins Gespräch.

Auf dem Markt mache ich im Eis-Cafe noch eine Pause und warte auf Walli, die mit PKW und Fahrradträger auf dem Weg hier her nach Xanten ist. Im Biergarten beim Jugoslawen und 24 °C lassen wir gemeinsam den kurzen Besuch in Xanten mit Cevapcici und Kölsch vom Fass ausklingen. Danach schnallen wir das Rad auf den Träger und fahren dankbar und demütig zurück nach Hünxe, unserem zu Hause.

Fazit

Es waren zwei wunderbare Tage mit vielen Eindrücken und vielen schönen Begegnungen. Die Pilgertour war von der Emmericher Gilde und den Niederländischen Jakobuspilgern prima vorbereitet und eine tolle Idee. Es war überaus interessant, sehr lehrreich und vor allem sehr warmherzig und entspannt. Nicht zu vergessen ist die ausgezeichnete Übernachtung in der neuen Herberge in Emmerich. Das bisschen Nieselregen konnte der Radtour nichts anhaben und ist schon vergessen. Gerne war ich bei Euch zu Gast. EIN HERZLICHES DANKESCHÖN UND BUEN CAMINO EUCH ALLEN!

Bilder der Tage

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Unterkunft

Pilgerherberge „Arche Willibrord“
Rheinpromenade 32
46446 Emmerich am Rhein

Lippeaue Wesel

Seite in Arbeit

Neuer Radweg Lippeaue Wesel

Neuer Radweg Lippeaue Wesel 4,5 km
Kurz vor der Lippemündung in den Rhein

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volle Distanz: 4543 m
Maximale Höhe: 30 m
Minimale Höhe: 18 m
Gesamtanstieg: 37 m
Gesamtabstieg: -32 m
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Trainingsrunde Lippeaue

Hünxe, Voerde, Rhein, Friedrichsfeld, Lippeaue, Lippe, Krudenburg, Hünxe 50 km

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volle Distanz: 49681 m
Maximale Höhe: 40 m
Minimale Höhe: 16 m
Gesamtanstieg: 397 m
Gesamtabstieg: -386 m
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Bericht

Um nach unserer langen Pilgerreise von Orléans nach Bayonne in Frankreich die Form nicht zu verlieren, starte ich heute von zu Hause zu einer Trainingsrunde an Rhein und Lippe. Hauptziel ist der neue Radweg in der Lippeaue in Wesel.

Zuerst geht’s auf bekannter Route zum Bahnhof Voerde. Dort will ich am Kiosk meine Fahrkarte für die Anreise von Voerde nach Empel-Rees für die Pilgertour am kommenden Sonntag und Montag in Emmerich und von Nijmegen nach Xanten kaufen.

Nach 11 Fahrradkilometern bin ich am Voerder Bahnhof. Die Fahrkarte will ich hier kaufen, da die Bahnstrecke Voerde – Empel-Ress nicht online gebucht werden kann. Ich habe bezüglich des Fahrkartenkaufs bei einem Menschen Pech, denn der Kiosk macht noch bis zum 19.8.16 Ferien. Deshalb ziehe ich meine Fahrkarte mit zusätzlicher Radfahrkarte am Fahrkartenautomaten. Der zickt zwar bei der Annahme meiner Bahncard, aber die Fahrkarte für den 21.8.16 kommt aus dem Schacht. Sie ist bereits für den 21.8.16 entwertet. Die Radkarte für 3,80 €, die ich im gleichen Buchungsvorgang mit ziehe trägt merkwürdigerweise die Entwertung schon für heute – komisch.

Ich folge anschließend der Bahnhofstraße und fahre über Löhnen und die Mommbachniederung zum Rhein.

Weiterer Text folgt …

Bilder des Tages

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folgen …

Rückreise Hünxe 20160802

My Camino Orlèans – Bayonne

Hinweise und Links auf die übrigen, realen Etappen finden Sie / findet Ihr hier.

Seite in Arbeit …

Zweiundfünfzigster Tag, 2. August 2016

Mit dem Zug von Trier über Koblenz und Duisburg nach Voerde und mit dem Fahrrad von Voerde nach Hünxe

Rückreise  Trier – Hünxe

Trier, Koblenz, Duisburg, Voerde, Hünxe

Trier 0,25  Fahrradkilometer
Trier – Koblenz xxx Zugkilometer
Koblenz – Duisburg xxx Zugkilometer
Duisburg – Voerde xxx Zugkilometer
Voerde – Hünxe 11,75  Fahrradkilometer

Streckenabschnitt insgesamt: 1.435 Fahrradkilometer

Tachoabgleich

Sigma Tacho-Offset Gustav 4.242 km am 12.06.2016
Sigma Tacho-Offset Waltraud 737 km am 12.06.2016

Sigma Tacho-Offset Gustav 5.610 km am 02.08.2016
Sigma Tacho-Offset Waltraud 2.089 km am 02.08.2016

Gesamtstrecke gemäß Tacho Gustav 1.368 km
Gesamtstrecke gemäß Tacho Waltraud 1.352 km
Gesamtstrecke gemäß Navi Gustav 1.435 km
Die Abweichungen von 67 km bzw. 16 km erklären sich im Wesentlichen aus zwei Effekten:
a) manchmal vergisst man/frau den Tacho anzudocken
b) durch die Abweichung bei der Positionsermittlung des GPS ergeben sich auch Strecken-km bei den Pausen.

Tatsächliche Route vom Dienstag, den 2. August 2016

Voerde-Huenxe

volle Distanz: 11150 m
Maximale Höhe: 68 m
Minimale Höhe: 22 m
Gesamtanstieg: 83 m
Gesamtabstieg: -124 m
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Trier Hbf 02.08. ab 10:32 Uhr
Koblenz Hbf 02.08. an 11:55 Uhr Gleis 9
RE 4113, RE 5113

Koblenz Hbf 02.08. ab 12:13  Uhr Gleis 3
Duisburg Hbf 02.08. an 13:44 Uhr Gleis 13
45 Minuten verspätet
IC 2218 2 Sitzplätze, 2 Fahrräder, Wg. 3, Pl. 45 46,
151-152, Tisch, Nichtraucher, Res.Nr. 8029 8008 8303 29

Duisburg Hbf 02.08. ab 14:45 Uhr Gleis 12
Voerde(Niederrhein) 02.08. an 15:25 Uhr Gleis 2

Rückreise vom Dienstag, den 2. August 2016

Nach vielen schönen Tagen mit blauem Himmel und bestem Wetter begleitet uns am letzten Tag leichter Nieselregen von Trier bis Hünxe.

In Trier starten wir leicht verspätet. Der Anschlusszug in Koblenz hat ebenfalls eine Verspätung. Der IC ist im Fahrradabteil komplett voll. Viele Fahrradfahrer sind auf der Rückreise. Beim Einsteigen helfen wir uns gegenseitig. Alles klappt gut. Wir führen das eine oder andere interessante Gespräch mit Radreisenden aus Bremen, Oldenburg und Magdeburg. In Duisburg kommen wir mit einer 45 minütigen Verspätung an. Auch der Regionalzug nach Voerde ist verspätet.

In Voerde machen wir in der Bäckerei noch mal halt für einen Kaffee und nehmen Brötchen für das Abendbrot zu Hause mit. Im Nieselregen fahren wir abschließend von Voerde nach Hünxe.

Kurz nach 16:30 Uhr sind wir nach einer langen Pilgereise wohlbehalten, glücklich, zufrieden, dankbar und demütig wieder zu Hause in Hünxe. Unverletzt und ein wenig stolz blicken wir auf unsere 52 Tage und 1.435 km mit dem Fahrrad „Auf den Spuren der Jakobspilger“ zurück.

Organisatorisches und technisches Fazit

Wetter

Insgesamt war das Wetter sehr gut. Bei 52 Tagen haben wir natürlich nicht nur Sonne und strahlend blauen Himmel erwartet. An der Loiré waren auch ab und zu Nieselregen und Schauern dabei. Ein, zwei, drei Regentage am Anfang und am letzten Tag konnten uns die wunderbare Reise natürlich nicht verderben. Dank Funktionsklamotten sind wir damit gut klar gekommen. Der am fünten Tag nachgekaufte Regenponcho kam erfreulicherweise nur einmal beim Schauern zum Einsatz.

An der Loiré begann unser Tag nach dem Wecken um 7 Uhr meist mit einem Blick auf die Wetter-App. Später am Atlantik reichte dafür ein Blick in den blauen Himmel.

Hochwasser

Die Loiré ist gut gefüllt. Die Hochwasser durch den europaweiten Starkregen Anfang Juni 2016 waren verschwunden. Einige Auswirkungen in Form von Pfützen und verschlammten Wegen haben wir noch „erfahren“. Hier und da war auch noch ein Wegabschnitt gesperrt.

Essen und Trinken

Das Essen während der gesamten Tour war – bis auf eine Ausnahme in einem Imbiss – wirklich gut bis sehr gut. Sowohl unsere Vespern im  Freien mit Baguette und Wurst oder Käse als auch die Imbisse, Brasserien und Restaurants haben wir sehr genossen. Dabei haben wir versucht landestypisches und regionaes bei unserer Auswahl den Vorzug zu geben. Wir konnten viel neues im Abauf und Inhalt kennenlernen und geniessen. Nicht zu vergessen unsere Kaffee- und Wasserpausen am Vormittag, die wir während der Reise zu einem sehr schönen Ritual entwickelt haben.

Trotz des guten Essens ist unser Gewicht stabil geblieben! Wahrscheinlich ist der Fettanteil etwas geringer geworden und der Muskelanteil etwas gestiegen. Walli sieht schlanker aus und meine heimatlichen Hosen rutschen etwas. 🙂

Sprache

Unsere paar Brocken französich für die Reise haben uns  gut geholfen und sind oft der „Türöffner“. Die App von Pons auf unseren Smartphones konnte uns auch gelegentlich beim Studieren der Speisekarte weiter bringen. Auch das Vorsprechen der Vokabeln durch die Smartphone-App hat uns in den sieben Wochen doch hier und  da noch etwas weiter gebracht. Meine täglich meist mehrfach aufgegebene Bestellung mit zwei erhobenen  Fingern und breitem Lächeln: „deux grand café s’il vous plaît“ konnte ich in den sieben Wochen perfektionieren. 😉

Im übrigen sprechen heute viele (junge) Franzosen englisch. Nach unseren Erfahrungen tun sie das inzwischen sogar gerne, sofern man/frau sich bemüht hat die Begrüßung und sein Anliegen mit einigen französischen Vokabeln vorzubringen.

Hotels

Die Hotels und privaten Unterkünfte in Frankreich sind nicht billig. Meist bekommt man dafür auch gute bis sehr gute und teilweise luxeriöse Unterkünfte. Aber wir hatten auch abgewohnte Einrichtungen und schlichte Hotels dabei. Die Betten sind meist französich und von den Maßen eher knapp und haben eine gemeinsame Zudecke. Die Qualität der Matratzen war jedoch fast immer ausgezeichnet. Wo es ging, hatte ich Einzelbetten gebucht. Dabei viel mir während der Reise auf, dass dies wohl in Frankreich für ein Paar eher ungewöhnlich ist. Denn in jedem Hotel wo ich Einzelbetten gebucht hatte, wurde von der Rezeption mindestens ein bis zwei mal charmant nachgefragt, ob ich auch wirklich zwei Einzelbetten statt einem französichen Bett haben wolle.

Da wir in der französichen Ferienzeit und am französischen Nationalfeiertag unterwegs waren und wir kein Riskio bei den Übernachtungen haben wollten, hatte ich fast alle Unterkünfte letztes Jahr im Oktober vorgebucht. Einige Hotels habe ich im Internet direkt gebucht. Die meisten jedoch über ein Buchungsportal. Damit konnten wir sehr gut die Übersicht behalten. Auch gelegentliche  Rückfragen und die Nachfrage für den Fahrradunterstand haben damit sehr gut funktioniert.

Waschen

Wenn man/frau 52 Tage unterwegs ist, ist in der Regel jeden zweiten, spätestens jeden dritten Tag Waschtag. Unsere mitgeführtes Waschmittel haben wir ungenutzt wieder mitgebracht. Mit den Shampoo im Hotel ging auch das Wäsche waschen sehr gut. Manchmal haben wir normale Kleiderbügel oder einen Fön zum schnelleren Trocken vermisst. Als Wäscheklammern haben wir Sicherheitsnadeln benutzt.

Wege, Etappen und Ruhetage

Insgesamt elf Ruhetage sorgten für Entspannung, Erholung und Entschleunigung zwischendurch. Die einzelnen Etappen hatte ich meist so kurz gewählt, dass diese in der Regel bequem und ohne Stress zu schaffen waren. Wobei die Entfernung der Etappe nur ein wichtiger Parameter ist. Der andere ist die Beschaffenheit und der Belag der Strecke. Und der dritte Parameter ist das Höhenprofil. Mit dem vierten Parameter Gegenwind hatten wir meistens sehr viel Glück. So können 60 Kilometer auf einer frisch asphaltierten Strecke viel harmloser sein, als 25 Kilometer auf Schotter oder Asphalt mit Baumwurzeln und Schlaglöchern.

Gefühlte 80 % des diesjährigen Streckenabschnitts Orléans – Bayonne sind asphaltierte Wege mit unterschiedlicher Qualität. Am Atlantik fahren wir auch sehr oft zweispurige Fahrradautobahnen, die kilometerlang geradeaus gehen, um dann eine scharfe 90 ° Kurve zu machen. Weitere geschätzte 15 % sind rauhe Pisten aus Schotter, Pflaster, aufgebrochenem Teer mit teilweise freiliegenden Baumwurzeln und plötzlich auftauchenden Schlaglöchern oder „tauben und blinden“ Fußgängern. 😉 Die gefühlten restlichen 5 % sind schwierige Strecken mit Schlamm, Pfützen oder schmalen Pfaden und engen Wegen an steilen Abgründen – manchmal nicht ungefährlich. Einige Brücken erforderten auch konsequentes Fahren ohne zu zögern. Das gilt auch im gut funktionierenden und oft anzutreffenden Kreisverkehr. Relativ selten waren wir auf Straßen mit stärkerem Autoverkehr unterwegs. Hier haben wir sicherheitshalber unsere gelben Warnwesten übergezogen.  Alles in allem ein guter Weg und  ein wunderbarer Streckenabschnitt.

Kirchen, Schlösser, Spuren der Jakobspilger, Begegnungen

Eine unübersehbare Zahl von oft prachtvollen Gebäuden aus vergangenen Zeiten, alte geschichtsträchtige Schlösser und Kirchen konnten wir sehen. Viele Zeugnisse der Pilgerwege haben wir gefunden. Zeit zum Innehalten haben wir uns oft genommen. Kurze und längere Begenungen haben uns beflügelt und beseelt. Beeindruckt haben mich u.a. besonders zwei Kirchen der Jakobspilger am Atlantik, die von Wanderdünen verschüttet waren und die heute wieder frei sind.

Bausünden und Natur

Neben den modernenBausünden in einigen Badeorten, gab’s auch viel Bewahrtes und geschmackvoll integriertes zu bestaunen. Auch bei den Radwegen und Boulevars  gibt es  oft tolle Ausführungen, die uns gut gefallen und gut getan haben.

Reichlich Natur mit interessante Landschaften, Feldern, Flüssen, Wäldern, Dünen, Strände, Steilküsten, Klippen, Sümpfe, Salzwiesen und Auen haben wir gequert, überwunden, durchfahren, erleben, geniessen und bestaunen können.

Karten, Reiseführer, Navigation, Blog

Wir sind praktisch ohne  Karten aus Papier gefahren. Die Etappe habe ich an Hand der dokumentierten Pilger- und Radwege im Navi zu Hause am PC vorgeplant. Dazu habe ich im Vorfeld umfangreich im Internet recherchiert und mehrere Reiseführer sowie zahlreiche Reiseberichte gelesen.

In den größeren Städten haben wir die touristischen Karten der Hotels oder von der Tourist Information zusätzlich zur Orientierung benutzt.

Die einzelnen Etappen und wichtige Wegpunkte sowie Alternativen habe ich mit Basecamp editiert, als Backup-System auf meinem Blog in den Planungsbereich geladen und natürlich in den Fahrrad-Navi überspielt. Getreu dem Moto: „Wer gut plant, kann nachher besser improvisieren.“

Auf der Reise hat Walli parallel zwei gedruckte Reiseführer benutzt. Zum einen aus dem Marco Polo Verlag: „Loire-Tal“ von Peter Bausch und zum anderen den französichen Radführer  über den Radweg „Vélodyssée“ mit dem Titel „La côte Atlantique à vélo de Nantes à Hendaye„.

Die Blogartikel habe ich als verstecken Beitrag zu Hause pro Tag vor der Reise vorbereitet. Und in der Regel am gleichen Abend unterwegs mit Text und Bildern gefüllt und dann aktiviert. Die Bilder stammen bis auf wenige gekennzeichnete Ausnahmen von Walli und mir. Die Blogbeiträge sind dadurch aus der noch frischen Erinnerung entstanden. Während des Fahrens habe ich versucht möglichst für mich Interessantes gedanklich aufzunehmen und im Kopf vor zu formulieren. Diese Gedanken sind dann oft abends abrufbar und direkt in den Blog als Tagesbericht geflossen.  Parallel dazu hat Walli die Texte in einem ersten Durchgang korrektur gelesen. Für die Arbeiten am Blog haben wir meist den Laptop und gelegentlich auch die Smartphones benutzt. Die realen gefahrenen Routen habe ich tagsüber mit dem Navi aufgezeichnet und via Laptop in den Blog hochgeladen.  Kleinere Nacharbeiten und Korrekturen erfolgen in der nächsten Zeit.

Zusätzlich habe ich unterwegs kurze Videos gedreht und original Tonaufnahmen erstellt. Alles zusammen bilden das  Rohmaterial für einen neuen Vortrag, den ich nach dem dritten Streckenabschnitt 2017 erstellen möchte – nachdem wir Santiago de Compostela als Radpilger erreicht haben.

 Pannen und Verschleiß

1 Satz Pedale, 1 Mantel, 1 Schlauch, Flickzeug, Kettenöl, 1 Luftpumpe bis  6 Bar, 1 Kettenschutz, 1 Schutzblechhalterung, 1 Paar Radlerschuhe, 1 Sattel

Was hatten wir mit und was haben wir davon nicht gebraucht

Noch beim Auspacken sortieren wir die Dinge an die Seite, die wir nicht gebraucht haben oder das nächste mal zu Hause lassen wollen:

Unbenutzte TeileGewichtEinsparpotential
Summe Total7,8 kg5,5 kg
Jacke Walli183 g183 g
2 Pullover Walli283 g283 g
Handtuch Walli161 g-
Gamaschen Walli46 g46 g
Summe Walli673 g512 g
Gamaschen Gustav180 g180 g
aufblasbares Kopfkissen214 g214 g
Biwak Sack530 g530 g
Iso-Matte808 g808 g
Reserve Akkus
Reserve Ladegerät
598 g598 g
Reserve Kettenöl
Reserve Kleinteile
319 g250 g
Reserve Erste Hilfe396 g200 g
Reserve Werkzeug976 g700 g
Reserve Waschzeug,
Puder, Salben
517 g517 g
Laptop2.200 g1.000 g
Powerriegel375 g-
Summe Gustav7.113 g4.997 g

Mit anderen Worten 5,5 kg Gepäck könnten wir das nächste mal einsparen!

Was haben wir vermisst und was wollen wir das nächste mal mitnehmen

eigentlich nix, oder vielleicht doch einen Fön (?),
meint Walli (zum Socken trocknen)

Packliste Walli

Aus den Erfahrungen der diesjährigen Tour hat Walli für sich eine überarbeitete Packliste erstellt:

3 Paar Socken
2 Unterhosen
2 Radler-Unterhosen
1 Unterhemd für abends
1 Top
2 Funktionsunterhemden
2 Radler-Funktionsshirts
1 Radler-Weste
1 Radler-Short kurz
1 Radler-Short 3/4
1 Radler-Hose 3/4
1 Zipp-Hose für Abends
2 Shirts für abends
1 Plüsch-Shirt für abends
1 Jacke für abends
1 leichte Strickjacke für abends
1 Nachthemd
1 gelbe Warnweste
1 Schirm
1 Regenponcho
1 Funktions-Regenjacke
1 Regenhut
1 Sonnenblende
1 Badeanzug
1 Bademantel
1 Fön
1 Badetasche mit Inhalt
1 Paar Pantoletten
1 Brille
1 Sonnenbrille
1 Smartphone
2 Trinkflaschen
das passt locker in zwei Radtaschen und die Lenkertasche

Packliste Gustav

2 Paar Falke Socken R/L
2 Unterhosen für abends
1 Unterhemd für abends
1 Funktions-Polo-Shirt für abends
1 Funktions-Zipp-Hose für abends
1 Paar wasserfeste Sandalen für abends
2 Funktions-Radler-Shirts halbarm
1 Funktions-Radler-Shirt langer Arm
1 Funktions-Radler-Shirt ohne Arm
2 Radlerunterhosen
1 Funktions-Radlerhose kurz
1 Funktions-Radlerhose 3/4
1 Hosenträger
1 Funktions-Weste
1 Funktionsjacke
1 Badehose
1 Multiladegerät
1 Powerbank
1 Windows 10 Pad mit Tastatur
1 Navigator
1 Smartphone
1 Taschenmesser
1 Ersatzbrille
1 Sonnenbrille
1 Paar Handschuhe
1 Unterhelmmütze
1 Fahrradhelm
1 gelbe Warnweste
1 Stirnband
1 Badetasche mit Inhalt
1 Waschmittel
1 Satz Werkzeuge
1 Flickzeug
1 Luftpumpe bis 6 Bar
2 Ersatzschläuche
1 Erste-Hilfe Set
1 wasserdichten Brustbeutel
1 Funktions-Portemonnaie
1 Set Notfall-Medikamente
3 Trinkflaschen
das passt in 2 Radtaschen, 1 Quertasche und die Lenkertasche

Bilder des Tages
Unterkunft

zu Hause in Hünxe
Deutschland

Trier 20160612

My Camino Orlèans – Bayonne

Von Hünxe nach Santiago de Compostela. Im Jahr 2015 war ich 40 Tage auf den Spuren der Jakobspilger von Hünxe nach Orléans rund 1.500 Fahrradkilometer unterwegs.

In diesem Jahr 2016 wollen Walli und ich unseren Camino fortsetzen und nach einer Anreise über Voerde, Koblenz, Trier, Thinoville und Paris den Abschnitt von Orlèans nach Bayonne erfahren.

Erster Tag, Sonntag 12. Juni 2016

Wir sind dann mal wieder weg …

Anreise Hünxe – Trier

Hünxe, Voerde, Koblenz, Trier

Sigma Tacho-Offset Gustav 4.242 km
Sigma Tacho-Offset Waltraud 737 km

Hünxe-Voerde 11 Fahrradkilometer
Voerde-Koblenz xxx Bahnkilometer (Luftlinie ca. 138 km)
Koblenz-Trier xxx Bahnkilometer (Luftlinie ca. 96 km)
Koblenz, Trier 5 Fahrradkilometer

Streckenabschnitt insgesamt: 16 Fahrradkilometer

Tatsächliche Routen vom Sonntag, 12.06.2016
volle Distanz: 10763 m
Maximale Höhe: 30 m
Minimale Höhe: 23 m
Gesamtanstieg: 27 m
Gesamtabstieg: -32 m
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Bahnfahrt

Voerde(Niederrhein) ab 08:18 Uhr,  Gleis 1
RE 10509 Koblenz Hbf an 10:42 Uhr,  Gleis 2 Nord

Koblenz Hbf ab 11:06 Uhr,  Gleis 9
RE 4110 RE 5110 an 12:30 Uhr,  Gleis 11 Süd
Trier Hbf

My Camino

An diesem lang herbei gesehnten Sonntagmorgen steigen Walli und ich um 7 Uhr bei knapp 16 °C in Hünxe auf unsere frisch geputzten und gut bepackten  Räder. Mit dem Morgenläuten der Hünxer-Dorfkirche lassen wir unseren Wohnort für die nächsten 52 Tage hinter uns und fahren in Richtung Bahnhof Voerde. Wir sind bereits um 7:35 Uhr in Voerde und machen bei der Bäckerei Schollin kurz Stadion. Hier nehmen wir jeder einen Kaffee und noch Brötchen sowie eine Laugenstange für unser Frühstück im Zug mit.

Wir sitzen pünktlich im doppelstöckigen Zug Rheinexpress RE5. In Koblenz haben wir nur wenige Minuten Verspätung. Das Wetter unterwegs ist überwiegend wolkig. Trotzdem können wir die vorbeiziehende abwechslungsreiche Landschaft aus dem oberen Stockwerk genießen. Der Fahrradwagen unter uns ist gerammelt voll. Den Anschlusszug in Koblenz bekommen wir ohne größere Mühe. In diesem  komfortablen Nahverkehrszug ist es deutlich entspannter. Der Zug fährt oft an der Mosel entlang. Da werden natürlich Erinnerungen an die Pilgertour im letzten Jahr wach. Zwischendurch gibt’s an der Mosel etwas Regen. In Trier kommen wir entspannt gegen 12:30 Uhr an. Es ist heiter und warm. Unser Hotel liegt direkt am Bahnhof und wir können sofort einchecken.

Beim Vietnamesen gegenüber essen wir gut und günstig zu Mittag. Walli motiviert mich anschließend zu einem ausgiebigen Rundgang durch die Altstadt. Ich wär ja lieber für eine Stadtrundfahrt mit den eigenen Fahrrädern gewesen. Lasse mich aber ohne Murren überreden. 😉

Porta Nigra, Nero, Trierer Sommer mit Sonntagskonzert im Brunnenhof, Hauptmarkt,  Steipe, Ratskeller, Dom St. Peter, Kreuzgang, Dominformation, Liebfrauenkirche; also quasi fast das ganze Altstadt-Programm zu Fuß.  😉 Immerhin gab’s auch Apfelstrudel, Kaffee und Löwenbräu aus Trier. Das Wetter zeigt sich von seiner besten und überwiegend sonnigen Seite. Am meisten hat mich dieses Jahr auch wieder der Kreuzgang beeindruckt. Auch gelingt es uns dieses mal das Bild des  Apostels Jakobus in der Liebfrauenkirche zu fotografieren. Es handelt sich um eine gemalte Jakobusdarstellung.

Das heitere und warme Wetter hält sich wunderbar bis wir wieder in der Unterkunft sind.  Während ich diese Zeilen blogge, kommt gerade eine ordentliche Regenschauer und es fängt an zu donnern. Das Gewitter ist aber bald wieder vorbei.

Zum Abendessen gehen wir noch mal rüber zum Vietnamesen, da es uns dort mittags auch schon sehr gut geschmeckt hatte.

Morgen fahren wir mit dem Zug von Trier nach Perl und dann über Schengen mit dem Fahrrad weiter über Luxembourg nach Frankreich.

Bilder des Tages

Videoschnipsel des Tages

Unterkunft

Hotel Vinum
Integrationshotel
Bahnhofspl. 7
54290 Trier
Telefon: 0651 994740

My Camino Orlèans – Bayonne

My Camino Orlèans – Bayonne

Von unserer Haustür in Hünxe bis nach Santiago de Compostela in Spanien.

Ab 12.06.2016 wieder unterwegs. Diesmal 52 Tage in Frankreich mit dem Fahrrad auf den Spuren der Jakobspilger.

Im Jahr 2015 war ich 40 Tage auf den Spuren der Jakobspilger von Hünxe nach Orléans rund 1.500 Fahrradkilometer unterwegs.

In diesem Jahr 2016 wollen Walli und ich unseren Camino fortsetzen und nach einer Anreise über Voerde, Koblenz, Trier, Thinoville und Paris den Abschnitt von Orlèans nach Bayonne erfahren.

Im Jahr 2017 planen wir von Bayonne über Saint-Jean-Pied-de-Port und die Pyrenäen unseren Camino am Camino Francés entlang nach Santiago de Compostela und vielleicht bis ans Ende der Welt nach Fisterra fortzusetzen.

Hinweise und Links auf die übrigen, realen Etappen finden Sie / findet Ihr hier.

OJ4 Konstanz-Hünxe

Pilgern mit dem Fahrrad von
Ulm nach Konstanz am Bodensee

Die Planung zum Oberschwäbischen Jakobusweg  Route Ulm-Konstanz finden Sie / findet Ihr hier.

Mittwoch, 4. Mai 2016

Fahrradkilometer:  2 km + 11 km = 13 km
Gesamt-Fahrradkilometer: 203 km

OJ4 Rückreise Konstanz-Hünxe

Konstanz, Karlsruhe, Voerde, Hünxe

Tatsächliche Route Konstanz

Hotel, Altstadt, Hafen, Hauptbahnhof Konstanz

volle Distanz: 2254 m
Maximale Höhe: 413 m
Minimale Höhe: 399 m
Gesamtanstieg: 60 m
Gesamtabstieg: -51 m
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Frisch geduscht frühstücke ich. Ich bin angenehm überrascht. Im Automaten-Hotel ist statt des von mir erwarteten Plastik-Frühstücks tatsächlich ein Menschen, eine freundliche und aufmerksame Frau, Generation 65 plus.  Das Frühstücksbuffet ist wirklich sehr gut. Das hätte ich nach den Eindrücken von Vorabend nicht gedacht. – Super!

Das Ausschecken ist unkompliziert, die Schlüssel-Karte bei einem Menschen in der vormittags besetzten Rezeption abgeben – fertig. Vom Zimmer aus sind’s nur ein paar Schritte bis zum Fahrstuhl. Von dort geht’s sehr bequem direkt in die komfortable Fahrradgarage.

Nach dem Aufsatteln mache ich auf dem Weg zum Bahnhof noch einen sehr schönen Abstecher über die Altstadt. Das Wetter ist wieder sehr gut. Blauer Himmel und schon knapp 20 °C am frühen morgen. Ich genieße die Bilder der Altstadt. Das Konstanzer Münster Unserer Lieben Frau und die Kirche St. Stephan sowie die Imperia-Statue am Hafen sonnen sich vor blauem Himmel. In der Tourist-Information am Hauptbahnhof Koblenz bekomme ich tatsächlich noch einen Pilgerstempel. Hier gibt es keinen Fahrstuhl; aber am Ende des Bahnhofs kann man die Gleise queren.

Am Bahnsteig kaufe ich noch im Automaten ein Wasser. Ich habe vor der Anfahrt noch etwas Zeit zum Innehalten. Ich setze mich halbärmlig auf eine Bank am Bahnsteig und lasse mich von der Sonne bescheinen. In Gedanken durchlebe ich noch mal diese wunderschöne Pilgerfahrt. In der warmen Sonne stellt sich bei mir ein Gefühl der Zufriedenheit ein und ich bin auch ein wenig stolz auf die vielen Höhenmeter der Auf- und Abfahrten in den letzten Tagen von Ulm bis zum Bodensee.

Voerde – Ulm mit dem Zug

Konstanz, Karlsruhe, Voerde

Konstanz 04.05. ab 10:40 Gleis 3a
Karlsruhe Hbf 04.05. an 13:49 Gleis 6
RE 4714

Karlsruhe Hbf 04.05. ab 14:12 Gleis 3
Duisburg Hbf 04.05. an 17:44 Gleis 13
EC 8 1 Fahrrad, Wg. 259, Pl. 151,
Fahrrad, Res.Nr. 4526 9018 3360 58

Duisburg Hbf 04.05. ab 17:58 Gleis 10
Voerde(Niederrhein) 04.05. an 18:23 Gleis 2
RB 10352

Duisburg Hbf 04.05. ab 18:20 Gleis 13
Voerde(Niederrhein) 04.05. an 18:50 Gleis 2
RE 5

Die  Fahrt mit der Schwarzwaldbahn, dem RE 4714 startet pünktlich und verläuft angenehm reibungslos. Der Zugkellner kommt vorbei und ich kann Kaffee und 1 Liter Wasser bestellen. Draußen zieht die wunderbare Landschaft des Schwarzwaldes vorbei. – Beste Aussichten machen die Fahrt kurzweilig.

Der Schweizer EC 8 ab Karlsruhe kommt bereits von Zürich und ist schon gut besetzt. Beim Einsteigen über die 3 Stufen hilft mir ein junger Vater mir Kinderwagen. Wie gut, dass zu mindestens für mein Fahrrad in dem sehr kleinen Fahrradabteil ein Platz reserviert ist. Ich sattele ab und hänge mein Fahrrad auf. Der hilfsbereite Vater steigt wieder aus und die junge Mutter reist mit einem Säugling auf dem Arm im Tragetuch und einer kleine Tochter an der Hand allein weiter. Sie wollen in Essen Oma und Opa besuchen. Anfangs habe ich mit meinem Router Empfang und ich arbeite mit dem Laptop am Blog. Der Empfang bricht zwischendurch oft ab. So klappe ich den Klappcomputer wieder zusammen und genieße die Landschaft. Die Zug fahrt dauert, der Zug wird voller und die kleinen Kinder quengeln.  Ich habe Respekt vor der jungen Mutter, die das Mutter-Kind-Abteil vermisst. Ich vermisse den Speisewagen, der so die Durchsage – bereits in Zürich wegen eines Defekts ausgekoppelt wurde. Gut das ich den Bauch voll Wasser habe. Wir kommen an den Rhein ich genieße die Flusslandschaft.  Der Zug wird voller und voller. Zum Schluss biete ich der jungen Mutter meinen Platz an, das sie auf reservierten Plötzen sitzt, die nun benötigt werden. Überall stehende Mitreisende. Der Zug ist jetzt hoffnungslos überfüllt – Morgen ist Feiertag. Mit etwas Mühe kann ich mein Fahrrad zwischen Düsseldorf und Duisburg abhängen und aufsatteln.

Den RB 10352 verpasse ich in Duisburg aufgrund der 10-minütigen Verspätung um eine Minute. Ich nehme nach Voerde den nächsten  Zug RE 5, der allerdings mit 5-minütiger Verspätung ankommt und mit 15-minütiger Verspätung Richtung Heimat abfährt.

Tatsächliche Route Voerde -Hünxe
volle Distanz: 10496 m
Maximale Höhe: 30 m
Minimale Höhe: 23 m
Gesamtanstieg: 30 m
Gesamtabstieg: -26 m
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Als ich Voerde ankomme bin ich froh. Ich mache beim Italiener noch einen kurzen Zwischenstopp und stärke mich mit einem kleinen Kaffee. Gegen 20 Uhr komme ich nach einer wunderbaren Pilgerfahrt glücklich, zufrieden, dankbar und dieses mal hungrig zu Hause in Hünxe an. Das frische Brot schmeckt heute Abend besonders gut.

Bilder des Tages

Video: Der Bodensee von oben © Kurt Gerster 2015

Meersburg ab Minute 3:36
Konstanz ab Minute  7:26

Unterkunft

zu Hause

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OL6 Haltern-Hünxe

Pilgern mit dem Fahrrad vor der Haustür

Meine Planung zu dem Westfälischen Jakobsweg 1 der Route Osnabrück-Wuppertal finden Sie / findet Ihr hier.  Das zugehörige Stempelstellenverzeichnis und das Unterkunftsverzeichnis sind auf den Seiten des LWL zu finden.

Donnerstag, 28. April 2016

Fahrradkilometer:  49 km
Gesamt-Fahrradkilometer: 249 km

OL6 Haltern-Hünxe

Diese letzte Etappe ist mein Weg nach Hause und kein ausgeschilderter Jakobsweg. Ich berühre die Route Industriekultur und die Römer-Lippe-Route auf meinem Weg nach Hause.

Tatsächliche Route Haltern-Hünxe
49 km

volle Distanz: 48976 m
Maximale Höhe: 48 m
Minimale Höhe: 22 m
Gesamtanstieg: 488 m
Gesamtabstieg: -491 m
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Nach einer erholsamen Nacht und dem sehr guten Frühstück in der First Claas Jugendherberge Haltern am See sitze ich um 9:15 Uhr im Sattel. Mit 7 °C bis 8 °C  ist es zu dieser frühen Stunde wärmer als in den letzten Tagen. Der Wind hat sich auch etwas beruhigt und der Himmel ist blau/weiß. Dunkle Wolken sind heute eher selten zu sehen.

Meine Route führt mich zunächst am Halterner See entlang. Nach gut 6 km  bewundere ich auf dem Marktplatz das alte Rathaus und die St. Sixtuskirche. Der verkehrsfreie Marktplatz liegt in der Sonne und zeigt sich von seiner besten Seite. Ich entschleunige hier, kaufe Brötchen für später und mache erst mal in der Morgensonne eine Trinkpause.

Ich suche mir auf meiner vorgeplanten Route den Weg aus der Stadt Haltern am See, quere die Bahngleise und die Lippe und tangiere den Wesel-Datteln-Kanal.  Dann geht’s am Kanal entlang.

Nach gut 13 km will mein Navi und der Radweg in die Lippeauen nach rechts. Der Weg am Kanal ist aber ganz neu und geht auch noch weiter. Die Hinweisschilder, dass hier ein Betriebsgelände beginnt habe ich bar des schönen Weges am Kanal „überlesen“. Nach ca. 1 km ist dann aber „Ende Gelände“- also lieber umdrehen. Auf der anderen Seite des Kanals sehe ich Fußgänger – also kann man vielleicht da drüben direkt am Kanal weiterfahren, denke ich so. Ich drehe rum, und quere den Kanal bei der nächsten Brücke, fädele mich durch eine Werksiedlung und komme stolz auf einem geschotterten Kanalweg Richtung Westen am anderen Kanalufer an.  Geht doch, denke ich so. Die Freude ist nur kurz. Auch hier kommt alsbald „Ende Gelände.“ Ich drehe wieder rum, habe aber keine Lust mich durch die Werkssiedlung zurück zu fädeln. An der Brücke gibt’s keine Auffahrt. Egal nehme ich halt die nächste Brücke Richtung Osten. Ups – auch hier ist keine Auffahrt; aber eine Treppe mit 3 x 11 Stufen. Ich sattele nach den ersten elf Stufen die Vordertaschen ab und trage sie schon mal hoch. Dann das hole ich das Fahrrad – bis zur 32. Stufe läuft alles gut. Dann wird’s bei der 90° Wendung auf der letzte Stufe eng, enger – kawumm – ah der Kettenschutz hängt, setzt auf. Oh – leider kein Kettenschutzblech sondern Kettenschutzkunststoff. Das knackige Geräusch sagt mir: der ist hin. Aber das Fahrrad ist oben. Ich bin auch oben. Das Gepäck ist oben. Da oben auf der Brücke ist aber auch eine doppelte Leitplanke zwischen Geländer und Fahrradweg. Hmm – passt Gustav und das Fahrrad zwischen Geländer und doppelter Leitplanke durch? Ist knapp; aber sollte gehen. Gesagt getan. Gepäck an’s Fahrrad und los schieben. Ganz schön eng, sehr eng. Da – ein lange nicht mehr gehörtes Geräusch an der Hose. Stopp – Kontrollblick ans linke Hosenbein: Klarer Fall: einer Klinke in Form einer Sieben. Oh je.  Da ist ja endlich das Ende der Brücke: Sackgasse meiner Sonderspur. Also doch: Alles absatteln. Jetzt ist mein Fahrrad super leicht und lässt sich sehr gut und elegant über die doppelte Leitplanke heben. Und schon steht mein Fahrrad auf dem Fahrradweg am Ende der Brücke. Jetzt nur noch aufsatteln, aufsitzen und den Original-Track des Navis fahren.

Was soll ich sagen: Erstens dumm gelaufen und das kann ich eigentlich besser. Zweitens der von mir selbst geplante Original-Track ist ein wunderbarer Abschnitt bei Lippramsdorf auf der Römer-Lippe-Route mit der Victoria-Schleife. Man bin ich blöd – aber nicht weitersagen.  Und das nächste mal vertraue ich wieder auf meine eigene Planung.

Nun geht’s endlich am Auguste-Victoria-Schacht 8 vorbei und dann auf einer stillgelegten Bahntrasse entlang. Hier ist es außerdem fast windstill. Im Gegensatz zum Kanal, da bläst heute ein zwar schwächerer und wärmerer Gegenwind von Westen, der nach wie vor ordentlich Kraft kostet. Am Ende der Bahntrasse geht’s wieder Richtung Lippe und durch das Naturschutzgebiet Lippeaue. Nach Querung der Lippe setze ich meine Heimfahrt längs des Kanals fort.

Bei beachtlichem Gegenwind erreiche ich Dorsten. Die Stadt lasse ich heute links liegen, quere die B224 und am Ende der Stadt mache ich am Kanal in der Nähe der Lippefähre Baldur meine „hart verdiente“  Mittagspause auf einer Bank. Die Sonne schiebt das Thermometer in den angenehmen Bereich. Auf der offensichtlich neuen Sitzbank packe ich endlich meine beiden Vordertaschen aus und koche! Lecker! Das kommt gut. Zum Schluss noch einen Filter-Kaffee.

Anschließend abwaschen, einpacken und aufsitzen. Jetzt sind’s bis Hünxe nur noch  16 km – Endspurt.

Gegen viertel nach Vier komme ich glücklich, zufrieden, angereichert mit neuen Erfahrungen und inspiriert von den Begegnungen gesund, demütig und dankbar wieder zu Hause bei meiner lieben Walli an.

Fazit

Mein Fazit zu dieser Tour finden Sie / findest Du hier.

Bilder des Tages

Unterkunft

zu Hause

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Live-Vortrag 20.04.2016 Münster

Live-Vortrag und Multimedia-Diashow:

Mit dem Fahrrad auf den Spuren der Jakobspilger von Bielefeld über Münster nach Wesel

Die Pilgerfreunde Münster haben herzlich zum Live-Vortrag und zur Multimediashow über den Pilgerweg Bielefeld – Wesel in die Dominikanerkirche eingeladen.

Gut besuchte Dominikanerkirche

Rita Meyer eröffnete die Veranstaltung und stellte den Referenten kurz vor. Sie ist erfreut über 50 Zuhörer zur Multimediashow am 20. April 2016 in der Dominikanerkirche in Münster begrüßen zu können.

Pilgern vor der Haustür

Der Referent Gustav Sommer war im Jahr 2015 über 4.000 km mit dem Fahrrad auf deutschen und europäischen Jakobswegen unterwegs. Pilgern boomt und Fahrrad fahren ist in. Es muss aber nicht immer Santiago de Compostela und der bekannte Weg in Spanien sein. Immer mehr Deutsche beginnen ihre Pilgerreise vor der eigenen Haustür. Keine Sprachbarrieren, wunderbare und vielfältige Landschaften sowie schöne historische Bauwerke sowie gemütliche Marktplätze und romantische Biergärten machen neben der Spiritualität des Weges die nahen Ziele sehr interessant. Der Referent stellt den letztes Jahr eröffneten Westfälischen Jakobsweg mit Bildern, kurzen Filmsequenzen und O-Tönen vor und nimmt Sie mit auf eine virtuelle Pilgerreise.
Die Rekonstruktion des historischen Pilgerweges über das Wegekreuz Münster erfolgte mit unterschiedlichen Methoden durch die Altertumskommission des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe. In die Methodik der heutigen Wegforschung sowie in die unterschiedlichsten Motivationen der Pilger gibt der Vortrag durch Filmausschnitte und Interviews kurze Einblicke.

Hintergründe zum Pilgern

Im ersten, 30-minütigen Teil erläuterte Gustav Sommer Hintergründe der europäischen Jakobswege und erzählte über seine Motivation und seine Pilgerreisen im Jahr 2015. Unter anderem war er als Radpilger 40 Tage alleine von Hünxe bis Orleans in Frankreich unterwegs. Darüber hinaus gab er praktische Tipps zum Pilgern vor der Haustür.

Nach einer kurzen Pause folgte der zweite, 60-minütige Teil. Es gab jede Menge schöne Bilder und Sommer erzählte von seinen Eindrücken und Begegnungen. Manche Szenen beschrieb er noch immer tief ergriffen. Kurze Filmsequenzen und Originaltöne vom Westfälischen Jakobsweg 4 auf dem Waltraud und Gustav Sommer unterwegs waren rundeten den Vortrag ab.

Bilder des Tages

Wenn Sie zufällig abgebildet sein sollten, stellen wir Ihnen das Foto für Ihre privaten Zwecke gern kostenlos – auch in hoher Auflösung – zur Verfügung. Sollten Sie zufällig auf einem der Bilder zu sehen sein und dies nicht wünschen, löschen wir das betreffende Bild natürlich sofort. Wenden Sie sich in einem solchen Falle an gustav (at) sommer-huenxe.de

Trailer zum Vortrag

Flyer:

Fazit

Gustav Sommer freute sich über den langen Applaus und die persönlich Anerkennung durch viele Zuhörer sowie durch Rita Meyer vom Jakobspilger-Freundeskreis Münster. Offensichtlich konnte Gustav Sommer auch heute viele Zuschauer auf seine virtuelle und bewegte Pilgereise mitnehmen.

Die Spenden am Ausgang werden zur Deckung der heutigen Raumkosten und als Beitrag zur Mit-Finanzierung der Bodenplatte (siehe auch Bilder des Tages)  vor der Lambertikirche Münster am Pilgerwegekreuz verwendet.

Gustav Sommer und Rita Meyer beantworteten nach dem offiziellen Teil weitere Fragen zum Pilgern.

Weitere Vorträge

Hinweise auf weitere Termine und Vorträge finden Sie / findest Du hier und hier.
Bitte beachten Sie / beachtet Ihr auf die Veranstaltungshinweise der Pilgerfreunde Münster sowie die Termine für den Pilgerstammtisch in Münster.

Wochenendtour 3. und 4. April 2016

Wochenendtour
Voerde-Bochum-Wattenscheid-Hünxe

Meine erste 2-tägige Fahrradtour dieses Jahr hab ich am ersten Aprilwochenende bei überwiegend sehr schönem Frühlingswetter fahren können.

Details finden Sie / findet Ihr hier und hier:
Storchentour in Voerde am 03.04.2016
Bochum-Wattenscheid-Bochum am 03.04.2016
Bochum Hünxe am 04.04.2016
Video: Vegane Reispfanne auf dem Spirituskocher
Vegane Reispfanne auf dem Spirituskocher

Bochum-Huenxe

Hünxe – Voerde – Bochum – Wattenscheid – Hünxe

Am Sonntag, den 3. April 2016 war ich in Voerde, Bochum und Wattenscheid unterwegs. In Voerde war ich bei bestem Frühlings-Wetter vormittags Störche anschauen und in Wattenscheid stand abends der Pilgerstammtisch Ruhrgebiet an.

Am Montag, den 4. April 2016  bin ich von Bochum mit dem Fahrrad nach Hünxe bei überwiegend angenehmen Frühlingswetter zurückgefahren. Das waren sehr schöne 47 km mit dem Fahrrad.

Streckenverlauf

Fahrrad: Hünxe-Voerde
Zug: Hünxe-Duisburg-Bochum
Fahrrad: Bochum-Wattenscheid-Bochum
Fahrrad: Bochum, Gelesenkirchen, Gladbeck, Bottrop, Kirchellen, Hünxer Wald, Hünxe

Fahrradkilometer insgesamt: 98 km

Storchentour Hünxe-Voerde

Weitere Infos zur Storchentour und Video finden Sie hier.

volle Distanz: 26846 m
Maximale Höhe: 42 m
Minimale Höhe: 16 m
Gesamtanstieg: 218 m
Gesamtabstieg: -237 m
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Voerde-Bochum

Voerde(Niederrhein) 03.04. ab 14:52 Gleis 1
Duisburg Hbf 03.04. an 15:18 Gleis 3
RB 30541

Duisburg Hbf 03.04. ab 15:33 Gleis 11
Bochum Hbf 03.04. an 15:54 Gleis 5
IC 1920
1 Fahrrad, Wg. 14, Pl. 126, Fahrrad,
Res.Nr. 8024 2007 3558 93

Die Jugendherberge liegt unweit des Bochumer Bahnhofs im sogenannten Bermuda-3-Eck.

volle Distanz: 1526 m
Maximale Höhe: 100 m
Minimale Höhe: 91 m
Gesamtanstieg: 5 m
Gesamtabstieg: -11 m
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Training und Etappe Bochum-Wattenscheid-Bochum

Da ich bis zum Beginn des Pilgerstammtische noch etwas Zeit hatte, habe ich auf dem Weg von Bochum nach Wattenscheid bei schönem Frühlingswetter im Bereich der Bochumer Jahrhunderthalle und im Westpark mit Querung der A40 noch eineinhalb  Ehrenrunde gedreht. 😉

Nachts auf dem Rückweg ging auch alles gut. Allerdings war der schmale und unbeleuchtete Radweg zwischen Ev. Friedhof an der Westenfelder Straße und der steilen Böschung der A40 etwas spannender als üblich, da ich unterwegs im Dunkeln zwei mittelstarke Äste vom Radweg räumen musste. Meine gute LED-Fahrradlampe lies mich die Hindernisse noch rechtzeitig erkennen. Sicherheitshalber bin ich abgestiegen. Dann geht natürlich die Fahrradlampe aus, weil mein Nabentacho im Stand kein Strom liefert. Ich überlegte kurz, ob ich meine Taschenlampe oder meine Kopflampe nehmen sollte, um mich in der Finsternis zurecht zu finden. Entschied mich dann aber einen Moment zu warten bis mein Augen sich an die Dunkelheit gewöhnt hatten.  Das klappte nach kurzer Zeit und ich konnte die Äste erkennen und an den Rand räumen. Dann ging’s mit dem Rad weiter. Nach einem dreiviertel Kilometer war aber auch dieser Spuk im Dunkeln vorbei und die Straßenlampen der Stadt ergänzten mein Fahrlicht.

Auf dem letzten Kilometer kam ich wieder an „meinen“ vom Nachmittag bekannten Lieblingsirrgarten am Westpark vorbei. Und prompt habe ich auch den Radweg wieder verloren. Aber mit Hilfe meines Navis ist das kein Problem. Viele Wege führen nach Rom und zur Jugendherberge im Bermuda-3Eck. Kurze Zeit später war ich wohlbehalten in der Jugendherberge. Die Rezeption hat durchgehend geöffnet. Es ist noch Zeit für ein, zwei grundsolide Absacker – natürlich Mineralwasser. Nüsse, eine nette Begegnung und ein längeres und gutes Gespräch mit der Nachtschicht lassen den Sonntag entspannt ausklingen.

volle Distanz: 23703 m
Maximale Höhe: 97 m
Minimale Höhe: 57 m
Gesamtanstieg: 194 m
Gesamtabstieg: -198 m
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Etappe Bochum-Hünxe

Die Nacht im Mehrbettzimmer der Jugendherberge war erholsam und das Frühstück, wie meistens in den modernen Jugendherbergen Deutschlands, ausgezeichnet. Frisch gestärkt hole ich mein Fahrrad aus der Tiefgarage und sitze gegen 9:30 Uhr im Sattel. Der Himmel ist blau/weiß und mein Rückfahrt von Bochum nach Hünxe startet am Bermuda-3Eck.

Nach wenigen 100 m durch Bochum-Ehrenfeld kreuze  ich zweimal die Bahnstrecke.  Über die Bessemerstraße geht meine Route durch die Stadt an einem Wohngebiet sowie an alten und neuen großen Industriegeländen vorbei. Nach kurzer Zeit erreiche ich den schon von gestern  mir inzwischen bestens bekannten Westpark. Heute durchquere  ich den schönen Park auf einem befestigten Radweg ohne mich zu verfahren. Am Ende des Parks geht der geschotterte Radweg auf eine ehemalige Erzbahntrasse über. Der Radweg ist breit und eben  und lässt sich sehr gut fahren. Erhöht geht’s an vielen teilweisen renaturierten Industriebrachen und ehemaligen Stahlwerken mit interessanten Aussichten vorbei.  Die Erzbahntrasse überquert die A40 mit einer blauen Brücke. Überhaupt sind die Brücken des Radweges sehr beindruckend und machen den Radweg kreuzungsfrei und beliebt.

Die Temperatur steigt allmählich von 14 °C auf 18 °C an. Der  Trassenradweg ist wunderbar. An einer größeren Radwegkreuzung mit dem Emscher-Park-Radweg und der  Route Industriekultur ziehe ich meine Jacke aus. Kurzärmlig geht’s weiter und ich erreiche nach einer beeindruckenden Radfahrt an ehemaligen Halden und Zechen vorbei den Rhein-Herne-Kanal. Nach kurzer Fahrt am Kanal entlang quere ich die Emscher und erreiche Gelsenkirchen.

Dort geht’s an der B226/Cranger Straße auf einem neuen Radweg kilometerlang ansteigend durch den herausgeputzten und intakten Gelsenkirchener Stadtteil Erle. Die Veltins-Arena von Schalke liegt nur wenige 100 m entfernt.  Die Straßenbahn fährt in der Mitte der Straße, links und rechts befinden sich viele kleinere Geschäfte, die Post und ein Krankenhaus. Die Straße lebt und es hier am Montag Vormittag richtig was los. Der rot markierte neue Radweg auf dem breiten Bürgersteig wird respektiert und es macht Spaß durch diesen schönen alten Stadtteil von Gelsenkirchen trotz der kontinuierlichen Steigung zu fahren.  An einem Supermarkt halte ich an, kaufe Gemüse und Wasser ein. Die Menschen sind freundlich und gesprächig. Am Fahrradständer treffe ich eine Frau die ihren Fahrradschlüssel verloren hat. Ich komme mit Ihr in ein zwangloses Gespräch. Alsbald taucht ihr telefonisch verständigter Mann auf und bringt den Reserve-Schlüssel. Wir sind inzwischen beim Thema Pilgern und Radfahren angekommen und wir setzten das frohe Gespräch zu dritt fort. Wieder mal eine meiner zahlreichen schönen Begegnungen und Momente am Wegesrand, die das Leben lebenswert und die Etappen so bewegend machen.

Die Cranger Straße steigt weiter an. Das Schloss Berge lasse ich wegen der Steigung links liegen. Ich erreichte den von mir von meiner früheren beruflichen Tätigkeiten bekannten Stadtteil Gelsenkirchen-Buer.  Die Radwege sind hier älter und fehlen manchmal ganz. Die Bürgersteigabsenkungen sind oft lieblos realisiert und erfordern Aufmerksamkeit. Nach jeder Auffahrt kommt natürlich auch eine Abfahrt. So führt mich meine Strecke nach einiger Zeit weiter nach Gladbeck und Bottrop.

Kurz vor Kirchhellen geht’s bei kräftigem Gegenwind aus Westen noch mal ordentlich bergauf. Der Himmel hat sich vorübergehend bewölkt und leichter Nieselregen setzt ein. Auf der Kuppe der Steigung ziehe ich meine Jacke wieder an. Ich durchquere Kirchhellen in Richtung Flugplatz Schwarze Heide. Auf der Anhöhe weht der West-Wind kräftig und bläst die Funktionskleidung schnell wieder trocken. Der kurze Nieselregen ist längst vergessen, als ich bei Sonnenschein in den windabhaltenden Hünxer Wald einbiege. In der Nähe der Hohen Wart  bei den Teufelssteinen steuere ich die bei der Planung als Wegpunkt im Navi markierte alte Schutzhütte an.

Hier möchte ich mitten im Wald Pause machen. Ich habe meinen Spirituskocher dabei  und es gibt Filterkaffe und eine mit frischen Zutaten zubereitete vegane Reispfanne (Video). Das Kochen, Essen und Trinken ist für mich eine Genuss und liefert außerdem genug Zeit zum Entspannen und Innehalten. – Herrlich!

Nach meinem jahrzehntelangen „Küchenverbot“ ;-), habe ich nun angeregt durch die Videos von Rainer Dornburg aus dem Schwarzwald meine eigene mobile Küche in Form eines Spirituskochers und es ist für mich momentan ein Riesen-Spaß auf meinen Touren im Freien für mich selbst zu kochen. Selbstredend nehme ich meinen Müll mit nach Hause und nehme auch den Abwasch in Kauf.

….

Kurz nach 16 Uhr komme ich zu Hause in Hünxe nach der ersten 2-tägigen Radfahrt diese Frühjahrs 2016 zufrieden und glücklich an.

volle Distanz: 46281 m
Maximale Höhe: 94 m
Minimale Höhe: 20 m
Gesamtanstieg: 509 m
Gesamtabstieg: -573 m
Download
Bilder des Tages

Video des Tages outdoor cooking
Vegane Reispfanne auf dem Spirituskocher

Übernachtung

Jugendherberge Bochum
Humboldtstraße 59-63
44787 Bochum
Tel: +49 234 4175799-0
Fax: +49 234 4175799-9
N51° 28.577′ E7° 12.857′